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  • Autorenbild Natureintopf

Herbstkranz binden

Die Zeit Kräuter zu sammeln neigt sich dem Ende zu. Die Tage werden kürzer und deutlich kühler, Nebel liegt über der Landschaft und Tau hängt in den Spinnennetzen. Der „Altweibersommer“ löst den Sommer ab und er bringt viele Farben mit. Von Orange bis Rot über Gelb und Braun ist alles dabei. Die Natur erfreut uns mit einer bunten Landschaft.

Es macht Spaß durch das raschelnde Laub zu laufen und auch jetzt gibt es noch jede Menge zu sammeln. Bei meinem letzten Waldspaziergang habe ich Material für meine Herbstdekoration gesammelt. Mein Körbchen wurde mit roten Hagebutten, den orangeroten Ebereschenbeeren, verblühtem Johanniskraut und den grünen Rispen des Mädesüß gefüllt. Verblühte Blüten sind gutes Füllmaterial in meiner Herbstdekoration. Verschiedene Distelblüten, Kastanien und Haselnüsse setzten immer schöne Akzente.

Heute möchte ich Kränze binden. Einen als Türschmuck und einen für den Tisch. So einen Kranz zu binden ist gar nicht so schwer.

Für meinen Kranz verwende ich, Eberesche, Haselnüsse, Disteln, kleine Äpfel und Blumen, die ich im Sommer getrocknet habe wie z.B. Rosen. Die verblühten Blüten von Wildkräutern, wie z.B. Johanniskraut, Mädesüß oder auch Baldrian und duftende Kräuter wie Lavendel, Salbei oder Pfefferminze habe ich vorbereitet. Der ganze Kranz duftet dann. Nehmt einfach was ihr findet und was euch gefällt.

Um eines ersuche ich euch jedoch. Nehmt von den verschiedenen Beeren nur wenige und denkt daran, dass dies das Futter der Wildtiere und Vögel ist.

Außerdem benötigt ihr einen Styropor- oder Strohkranz, Blumendraht, Steckklammern und eine Pflanzenschere. Wenn du keinen fertigen Kranzrohling hast, kannst du auch ganz einfach einen aus einer alten Zeitung und etwas Tixo selbst machen. Beim Blumendraht empfehle ich Anfängern einen etwas stärkeren Draht (Ø 0,65 mm) zu verwenden. Dünner Draht reist sehr leicht.

Bei den Kränzen ist noch darauf hinzuweisen, dass voll Kränze einen sehr üppigen Kranz ergeben. Styroporkränze gibt es auch „halbiert“ – hier ist die Rückseite ganz flach. Mir gefällt das an der Türe besser und darum habe ich mich für so einen Kranz entschieden.

Dann geht es mit dem Binden auch schon los.

Ich bereite mein Naturmaterial gut vor. Die nicht benötigten Blätter und faulen Beeren werden entfernt, die Stiele auf die richtige Länge zugeschnitten (Je nach Kranz Größe zwischen 2 und 4 cm) und empfindliche Pflanzenteile binde ich vorher mit dünnem Draht zu kleinen Sträußchen. Auch sortiere ich mir mein Material und kann es mir so besser einteilen. So habe ich immer wieder rote Beeren, mal eine Distel oder Nuss und ich achte darauf, dass es möglichst gleichmäßig ist. Obwohl, das ja wieder Geschmacksache ist.

Ich beginne meistens an der linken Kranzseite und binde gegen den Uhrzeigersinn. Anfangs ist es etwas schwierig die richtige Zugstärke zu finden. Du musst daran denken, dass die Stiele, wenn sie trocknen etwas dünner werden und wenn du den Draht nicht fest genug gezogen hast, lösen sich diese unter Umständen. Das ist jedoch nur Übungssache 😊


Ein Pflanzenbüschchen übers andere, eine Blüte oder eine Nuss über die andere und so weiter. Bist du dann am Ende angekommen werden die letzten Materialien überlappend gebunden. Da verwende ich dann ganz gerne Blütenklammern zum Fixieren. Ist der Kranz fertig schau ich von oben darauf ob alles möglichst gleichmäßig ist. Eventuell etwas nachbessern (auch hier sind die Klammern von Vorteil) und ganz zum Schluss ein hübsches Band zum Aufhängen des Kranzes anbringen. Bei flachen Kränzen an der Rückseite befestigen und bei vollen Kränzen einfach rundum wickeln.


Die Kränze sind sehr schön geworden und der Herbst ist bei uns zu Hause eingezogen.

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