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  • Autorenbild Natureintopf

Apfelessig

Apfelessig kann man mit wenigen Handgriffen ganz leicht selbst herstellen. Außerdem ist es eine tolle Möglichkeit entstandene Apfelreste zu verwerten. Wenn du z.B. leckeren Apfelstrudel gebacken hast oder Apfelmus einkochst, bleiben jede Menge Kerngehäuse und Schalen über und diese kannst du super zum Essigmachen verwenden.



Durch die Sauerstoffzufuhr vergären die Äpfel zu Apfelwein und dieser wird durch die Fermentation zu Essigsäure. Zucker oder eine Essigmutter (entsteht bei der Essigherstellung) sind zwar nicht unbedingt notwendig, beschleunigen jedoch den Prozess.


Ich verwende pro 500 g Äpfel einen Esslöffel Zucker bzw. verwende ich Honig.


Das brauchst dazu:

ein steriles, ausgekochtes Glas bzw. eine Flasche mit breiter Öffnung

Apfelschalen, Apfelstücke und Kerngehäuse. Achte darauf, dass du keine fauligen Äpfel/Stücke verwendest

1 EL Zucker pro 500 g / alternativ: Honig oder Essigmutter

Wasser

ein sauberes Tuch

ein feines Sieb

sterile Flaschen zum Abfüllen


So geht's:

Der erste Schritt ist meine Flasche/mein Glas mit kochendem Wasser auszuspülen und zu sterilisieren. Im Anschluss daran müssen die Gläser gut auskühlen.

  • Anschließend die Äpfel (Gehäuse, Schalen) gründlich waschen, in Stücke schneiden und ins Glas füllen.

  • Je nach Apfelmenge kommt jetzt Honig oder Zucker (500 g Äpfel = 1 EL Zucker) ins Glas und es wird mit so viel Wasser aufgefüllt, dass alle Äpfel bedeckt sind. Mit einem sauberen Tuch abdecken, mit einem Gummiband verschließen und eher kühl lagern.

  • In den nächsten Tagen ist es wichtig, dass du immer wieder mit einem sauberen Löffel oder Glasstab umrührst. Die Äpfel/Stücke werden noch eine Zeit lang auftreiben und daher ist die Schimmelgefahr recht hoch.

Nach etwa zwei bis drei Wochen sind alle Apfelstücke auf den Boden gesunken und es entsteht durch die alkoholische Gärung ein Schaum. Das ist gut so. Auch kannst du schon eine leichte Essignote bemerken.

Das ist das Zeichen, dass du deinen Essig durch ein Tuch in ein sauberes Glas/Flasche abseihen kannst. Der dabei entstehende Filterkuchen ist Abfall und kann auf den Kompost oder in die Wurmbox.


Das Glas mit dem Reinessig wieder mit einem sauberen Tuch verschließen und für die nächsten 6 bis 9 Wochen an einen warmen Ort (25-30 Grad wären ideal) stellen.


einige Wochen später....

Juchhu - endlich ist dein Essig zum Abfüllen in Flaschen fertig und du kannst ihn auch gleich kosten! Wahrscheinlich ist er noch sehr Säure lastig. Besser und milder wird er, umso länger du ihn kühl und dunkel lagerst und reifen lässt.


Ich pasteurisiere meinen Essig nicht. Denn durch das Erhitzen werden sehr viele gesunde Nährstoffe zerstört.

Das was bei mir passieren kann ist, dass sich nach einiger Zeit die sogenannte „Essigmutter“ bildet. Das braucht dich jedoch nicht zu beunruhigen – ganz im Gegenteil. Das ist ein Zeichen dafür, dass unser Essig ganz natürlich hergestellt wurde. Eine kühle Lagerung der Flaschen kann die Bildung einer Essigmutter verlangsamen. Beim Öffnen einer Flasche kann durch den Kontakt mit Sauerstoff (die Essigsäurebakterien werden wieder aktiv) auch eine Essigmutter entstehen. Auch kann sich die Farbe des Essigs verändern. Beides jedoch hat keinen Einfluss auf die Qualität bzw. auf die Verwendung.



Wer oder was ist eine "Essigmutter" und was mache ich damit?


Du hast sicher die Entstehung deines Essigs die letzten Wochen beobachtet und dabei festgestellt, dass sich nach einigen Wochen so trübe Schlieren, dicke Fäden im Essigwasser gebildet haben. Die verbinden sich immer mehr miteinander, es entsteht so eine Art kleine Qualle. Das ist die Essigmutter. Sie besteht aus ganz vielen faserigen Bakterien welche für die Fermentation von Alkohol zu Essig verantwortlich sind.


Du kannst sie vorsichtig aus dem Ansatz herausholen und damit einen neuen Essig ansetzen (dann brauchst du keinen Zucker zu deinen Äpfeln geben) oder du belässt sie im „Mutteressig“ und fütterst sie bis zur weiteren Verwendung.


Damit Essigbakterien weiterleben können, benötigen Sie Alkohol und wenn der Gäralkohol im Mutteressig umgewandelt ist, musst du ab und zu den Mutteressig mit frischen Alkohol anreichern. Die fleißigen Bakterien können weiterarbeiten und die Essigmutter wächst.



Schreckt euch nicht. So eine Essigmutter sieht nicht sehr appetitlich aus, ist jedoch vollkommen harmlos und auch nicht giftig. Wenn du sie aus versehen verwendet hast, musst du keine Bedenken haben.

Kurz gesagt ist die "Essigmutter" ein Zeichen für Qualität.
 

Essigbakterien – die fleißigen Helferchen


Essigbakterien sind ganz klein und leben in der Luft oder auf Pflanzen. Wenn sie in einem alkoholischem Getränk landen, beginnen sie den Alkohol in Essig zu vergären. Der Alkoholgehalt sollte nicht über 10-12 % Vol. liegen. Essigbakterien lieben Wärme und Sauerstoff.

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