
Die ersten Projektschritte
2026
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Standortanalyse — Licht, Wind, Frost, Wasserwege, Boden
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Bodenverständnis — Humus, pH, Struktur, vorhandene Pflanzen
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Waldgarten‑Zielbild — Welche Stimmung soll entstehen?
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Schicht für Schicht — erste Favoriten sammeln

Standortanalyse
Unsere Region – ideal für einen Waldgarten
Die Landschaft rund um Schwarzau im Gebirge ist wie geschaffen für einen Waldgarten: klare Winter, feuchte Sommer, Waldnähe, Hanglagen.
Dadurch entstehen Kaltluftseen und Windschneisen — wichtige Faktoren für die Planung.
Besonders gut gedeihen hier:
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Haselnuss, Walnuss, Felsenbirne
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Holunder, Kornelkirsche, Schlehe
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Waldmeister, Beinwell, Engelwurz, Mädesüß
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Waldhimbeere, Heidelbeere, Preiselbeere
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Pilze wie Austernseitling, Stockschwämmchen (Holzstämme)
Drei Fragen, die meinen Waldgarten prägen
Windfanggürtel – dieser besteht schon, wer bleibt? Wer kommt dazu?
Lichtführung — Wo fällt Winterlicht, wo Sommerlicht, wo Schatten?
Windwege — Wo zieht der Wind durch, wo staut er sich?
Kaltluftfluss — Wo sammelt sich Frost, wo bleibt es milder?
Diese Fragen bilden das Fundament meiner Planung.


Windfanggürtel
Windfanggürtel
Unserer Wiese wird bereits von einem natürlichen Windfanggürtel umrahmt — Birken, Eberesche, Vogelkirsche, kleine Laubbäume, Holunder und zahlreiche Haselnusssträucher bilden einen lebendigen Rand.
Doch dieser Bereich wurde vom Vorbesitzer lange sich selbst überlassen und ist entsprechend dicht, verwachsen und ungepflegt.
Als ich den Windgürtel zuletzt entlanggegangen bin, habe ich ihn neu gesehen: Er ist etwa fünf Meter breit und rund achtzig Meter lang, und in seiner Mitte fließt ein kleines Bächlein, das ich unbedingt präsenter machen möchte. Es ist ein stilles, verborgenes Element, das diesen Ort prägt.
Meine ersten Schritte:
Bevor ich den Windgürtel gestalten kann, braucht dieser Bereich erst einmal Licht und Luft. Die Krautschicht ist dicht und hoch gewachsen, die Sträucher stehen eng, und das kleine Bächlein ist kaum sichtbar.
Deshalb werde ich zunächst gezielt entrümpeln: die kaputten Eschen entfernt uns ein Nachbar, Haselnuss und Sträucher zurückschneiden und die Krautschicht auslichten.
So entstehen kleine Lichtfenster, die den Windgürtel öffnen, ohne seinen Charakter zu verlieren.
Das Bächlein soll wieder sichtbar werden. Durch das Zurücknehmen der Krautschicht und einzelner Zweige wird es zugänglich – für uns und für unsere Bienen.
Das Schnittgut nutze ich für Benjeshecken und Totholzhaufen, die neue Lebensräume schaffen und den Windgürtel ökologisch bereichern.

ein Bächlein findet seinen Weg
Das kleine Bächlein im Windgürtel ist zurzeit kaum sichtbar, da die Krautschicht dicht und hoch gewachsen ist. Um es für unsere Bienen zugänglich zu machen, werde ich die Krautschicht gezielt reduzieren und einzelne Sträucher zurücknehmen, sodass Licht an das Wasser gelangt.
Das Bächlein ist nicht tief und von vielen Steinen umgeben – ein idealer Ort, um flache Landeflächen für die Bienen zu schaffen. Moos werde ich bewusst suchen und, wo es sich anbietet, als weiche, sichere Oberfläche nutzen.
Da Mädesüß und Baldrian im Windgürtel wachsen, aber nicht direkt am Wasser, möchte ich den Bachlauf künftig mit passenden Pflanzen wie Wasserminze, Sumpfdotterblume oder Blutweiderich beleben.
Der Bienenstand wird etwas weiter an den oberen Rand des Windgürtels versetzt, wo Morgensonne, Windschutz und ein gut erreichbarer Wasserzugang zusammenkommen.



Bodenverständnis
Bevor wir mit der Gestaltung unseres Waldgartens beginnen, schauen wir uns die vorhandenen Bodenverhältnisse genauer an. Bodenbeschaffenheit, Humusgehalt und pH-Wert helfen uns dabei, den Standort besser zu verstehen und die passenden Pflanzen auszuwählen.
Unsere Wiese wurde früher als Futterwiese genutzt. Auch heute wird sie noch ein- bis zweimal jährlich von einer Nachbarin mit dem Traktor gemäht. Auf eine Düngung wird verzichtet. Der Boden erscheint eher lehmig. Ob es sich um eine nährstoffarme Wiese bzw. eine Magerwiese handelt, möchte ich noch genauer herausfinden.
Neben den Gräsern finden sich zahlreiche Wildkräuter und Wiesenblumen wie Löwenzahn, Frauenmantel, Spitzwegerich, Margeriten, Gänseblümchen, Günsel, Glockenblumen, Sterndolde, Schafgarbe, Glockenblume, Himmelschlüssel und Hahnenfuß. Sie machen die vorhandene Pflanzenvielfalt sichtbar und geben erste Hinweise auf unsere Standortbedingungen.

Waldgarten-Zielbild
welche Stimmung soll entstehen
Ich wünsche mir einen Garten, der möglichst natürlich wirkt. Einen Ort, an dem Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander leben und sich gegenseitig bereichern. Nicht alles soll seinen festen Platz in einem Beet haben – vielmehr darf die Natur ihre eigenen Verbindungen schaffen.
Unter den Obstbäumen wachsen Gemüse, Kräuter und Beeren. Im Bauerngarten unterstützen Wildpflanzen das Gemüse, traditionelle Kräuter und bekannte Gartenpflanzen wie Eibisch, Ribisel, Paradeiser und Gurken finden ihren Platz.
Rankende und ausladende Pflanzen wie Gurken oder Zucchini sollen auch einmal ungewöhnliche Wege gehen dürfen – unter Bäumen wachsen oder an Ästen und anderen natürlichen Strukturen Halt finden.
Ich möchte beobachten, wie unsere Bienen zum Bächlein fliegen, Wasser holen und anschließend die Blüten der Obstbäume bestäuben.
Sandbienen sollen im Trockenstreifen ihren Platz finden, Molche und Libellen das Biotop beleben und vielleicht schaut auch einmal ein Siebenschläfer vorbei.
Und mittendrin sind wir!
Wir möchten unseren Garten nicht nur gestalten und pflegen, sondern ihn mit allen Sinnen genießen. Bei Kaffee und Obstkuchen unter dem Apfelbaum sitzen, in der Hängematte im Grünstreifen die Seele baumeln lassen oder im Liegestuhl dem Summen der Bienen lauschen. Am Biotop ein Buch lesen, das Treiben der Libellen beobachten und einfach die Zeit vergessen.
Unser Waldgarten soll ein Ort sein, an dem Natur und Mensch gleichermaßen ihren Platz haben. Ein Garten zum Entdecken, Mitmachen, Staunen und Genießen – und manchmal auch einfach zum Nichtstun.
Foto: KI generiert



Foto: KI generiert
Schicht für Schicht
aus unserem Zielbild wird langsam ein Pflanzplan
Wir sammeln die Pflanzen, die bereits in unserem Garten wachsen, und jene, die wir noch ergänzen möchten. Dabei achten wir auf Vielfalt, Standortbedingungen und darauf, wie die einzelnen Pflanzen zusammenwirken und Nahrung sowie Lebensraum für Tiere bieten.
Unsere Pflanzenlisten sind eine Momentaufnahme und werden sich im Laufe der Zeit bestimmt noch verändern, erweitern und ergänzen
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DIE BAUMSCHICHT
Streuobstwiese
Bereits vorhanden:
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1 Zwetschkenbaum
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1 Apfelbaum
Geplant im Rahmen des "Rund um an Opfi" Projekt
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2 Apfelbäume
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1 Birnenbaum
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1 Kirschbaum
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1 Elsbeere
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1 Spenling
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1 Kornelkirsche (Dirndl)
Bäume im Grünstreifen
Bereits vorhanden:
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Birke
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Weide (Palmkätzchen)
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Eberesche
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Weißdorn
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verschiedene weitere Laubbäume
Veränderungen geplant:
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Die Eschen sind leider geschädigt und werden noch heuer entfernt.
DIE STRAUCHSCHICHT
Wildsträucher
Bereits vorhanden:
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Haselnuss
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Sauerkirsche
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Hartriegel
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Heckenrose (Hagebutte)
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Blutkirsche
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Schwarzer Holunder
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Flieder
Geplant bzw. sollen ergänzt werden:
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Schlehe
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Felsenbirne
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Rosa Holunder
Beerensträucher und weitere Nutzsträucher
Bereits vorhanden:
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Himbeere
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Brombeere
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Heidelbeere
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Stachelbeere
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Johannisbeere
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Wein
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Eibisch
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Indianernessel
Unsere Pflanzenliste wächst weiter
Diese Übersicht ist noch lange nicht abgeschlossen. Mit jeder neuen Idee, jeder Pflanzung und jeder Beobachtung wird sie ein Stück vollständiger. Manche Pflanzen werden dazukommen, andere vielleicht einen neuen Platz finden. So entwickelt sich unser Waldgarten Schritt für Schritt weiter.
DIE KRAUTSCHICHT
Stauden, Wildkräuter und Heilpflanzen bringen Farbe, Duft und Leben in unseren Waldgarten. Dazu gehören beispielsweise Mädesüß, Baldrian, Königskerze und Brennnessel. Viele dieser Pflanzen sind wertvolle Nahrungsquellen für Insekten und lassen sich auch in der Küche oder als Heilpflanzen nutzen.
BODEN- und WURZELSCHICHT
Niedrig wachsende Pflanzen bedecken den Boden, schützen ihn vor Austrocknung und schaffen Lebensraum für kleine Gartenbewohner. Dazu zählen beispielsweise Vogelmiere, Gundelrebe und Erdbeeren.
Auch Pflanzen mit kräftigen oder essbaren Wurzeln und unterirdischen Pflanzenteilen finden hier ihren Platz – etwa Löwenzahn, Kren und Beinwell.
Ergänzt wird die Vielfalt durch kriechende und rankende Pflanzen wie die Kapuzinerkresse.
Diese Übersicht zeigt unsere ersten Ideen und den aktuellen Pflanzenbestand. Sie wird sich mit der Zeit verändern und wachsen – genauso wie unser Waldgarten