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Fichtenwipferlsirup

Schicht für Schicht zum Wipferlsirup

Im Frühjahr sieht man sie überall: die hellgrünen Spitzen an den Ästen von Fichten und Tannen – liebevoll Wipferl genannt. Diese jungen Triebe verwende ich besonders gern, denn sie sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen.

Die frischen Wipferl können im Mai geerntet werden. Sie enthalten ätherische Öle, Harze und viel Vitamin C. Ihre Wirkung ist gut bekannt: entzündungshemmend, antibakteriell, hustenlindernd und schleimlösend. All diese Eigenschaften können wir nutzen, indem wir aus Wipferln und Zucker einen einfachen, aber sehr wirkungsvollen Wipferlsirup herstellen. Er hilft bei beginnenden Erkältungen und ist auch vorbeugend eine feine Unterstützung.


Um die Wirkstoffe der Wipferl zu erhalten, werden sie schichtweise mit Zucker in ein Glas gefüllt und mehrere Wochen stehen gelassen. In dieser Zeit lösen sich die Inhaltsstoffe aus den Nadeln und verbinden sich mit dem Zucker zu einem dickflüssigen, braunen Sirup.


Das brauchst du:

  • 500 g Zucker (ich habe braunen Rohzucker verwendet)

  • 250 g frische Fichten‑ oder Tannenwipferl

  • Ein verschließbares Einmachglas


Schritt für Schritt

  • Abwechselnd Wipferl und Zucker in ein großes Einmachglas schichten.

  • Mit einer Schicht Wipferl beginnen, dann Zucker, wieder Wipferl usw.

  • Die Wipferlschichten sollten etwa doppelt so hoch sein wie die Zuckerschichten.

  • Die letzte Schicht muss Zucker sein.


Das Glas verschließen und 4–6 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen. In dieser Zeit werden die Nadeln braun und es bildet sich ein dickflüssiger Sirup.

Wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, den Sirup abseihen und in kleine Fläschchen füllen. Besonders gut eignen sich Braunglasflaschen. Dunkel und kühl gelagert hält der Sirup mehrere Monate.


Traditionelle Anwendung

Wipferlsirup wird seit jeher bei Husten, Halskratzen und beginnenden Erkältungen eingesetzt. Die ätherischen Öle der jungen Fichtenspitzen wirken schleimlösend, entzündungshemmend und antibakteriell. Viele nutzen den Sirup auch vorbeugend, um die Atemwege zu unterstützen.


Hinweise:

  • Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlichen Rat einholen.

  • Menschen mit Allergien gegen Nadelbäume sollten vorsichtig sein.

  • Schwangere sollten wegen der ätherischen Öle Rücksprache halten.

  • Falls du Honig verwendest: Kinder unter 1 Jahr dürfen keinen Honig bekommen.


beim ersten Halskratzen einfach einen Teelöffel Sirup einnehmen, in heißen Tee geben oder aufs Butterbrot streichen. Wenn der Husten oder die Erkältung nicht besser wird, bitte einen Arzt aufsuchen.


TIPP: Du kannst zusätzlich Spitzwegerich, Quendel, Günsel oder Gundelrebe mitschichten. Das verstärkt die Wirkung und gibt dem Sirup eine eigene Kräuternote.


Achtsam sammeln

Beim Wipferl‑Sammeln bitte vorsichtig sein: Pro Ast nur wenige Wipferl ernten, damit der Baum keinen Schaden nimmt. Du kannst von Fichte, Tanne und Lärche sammeln – aber nur, wenn du den Baum 100 % sicher erkennst. Auch unter den Nadelbäumen gibt es giftige Arten, wie zum Beispiel die Eibe.


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Wichtiger Hinweis zu meiner Seite und allen Lesern

Alle publizierten Inhalte wurden mit größter Sorgfalt recherchiert und erstellt, beruhen jedoch auf meinen Erfahrungswerten und können einen Arztbesuch bei Beschwerden niemals ersetzen. Nur ein Arzt darf eine Diagnose stellen und daher sind alle Kräutereinnahmen mit diesem abzuklären!

Ich sammle meine Kräuter für den Eigengebrauch und rate Euch, euch das „Kräutersammeln" von einem Profi zeigen zu lassen und euch zu informieren, um eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen zu vermeiden. Für die Umsetzung der hier vorgestellten Rezepte, Anleitungen oder für jegliche Art der Selbstmedikation übernehme ich keinerlei Haftung. Auch denkt daran, dass jeder Mensch auf Rohstoffe anders reagiert und eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden können.  Diese Seite dient ausschließlich zur Information und Unterhaltung.

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