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Sammeln & Trocknen

Kräuter erkennen - sammeln - trocknen & verwenden

Kräuter zu sammeln, zu trocknen und für den eigenen Vorrat aufzubereiten gehört zu den ältesten und schönsten Traditionen. Wer einmal mit einem Körbchen über eine Wiese gestreift ist, weiß, wie viel Freude darin steckt. Doch damit Kräuter ihre Kraft behalten, braucht es ein wenig Wissen, Achtsamkeit und die richtige Technik. Hier findest du alles, was du fürs Sammeln und Trocknen brauchst – vom ersten Schritt auf die Wiese bis zum raschelnden, duftenden Vorrat im Glas.



Selber sammeln oder kaufen?

Ob man Kräuter selbst sammelt oder kauft, bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich sammle fast alle meine Kräuter selbst. Bei jedem Spaziergang habe ich mein Körbchen dabei – und freue mich über alles, was ich finde.


Warum ich gerne selbst sammle 

Beim Sammeln kann ich mir die Pflanzen bewusst aussuchen, mit Respekt ernten und darauf achten, den Lebensraum nicht zu beschädigen. Ich nehme nur kräftige, gesunde Pflanzen – keine angeknabberten oder beschädigten. Ich achte darauf, dass kein Ungeziefer oder Schimmel darauf sitzt und reiße niemals Wurzeln oder Zwiebeln aus.


Die wichtigste Regel

Sammelt nur Pflanzen, die ihr zu 100 % sicher kennt. Unsichere Pflanzen können Allergien auslösen (z. B. Korbblütler) oder Giftstoffe enthalten (z. B. Pyrrolizidinalkaloide im Huflattich). Beachtet immer die Hinweise zur Anwendung und die jeweiligen Eigenschaften der Kräuter.


Wann ich Kräuter kaufe

Nicht alles wächst bei uns, manches ist geschützt – deshalb kaufe ich bestimmte Kräuter zu. Beim Kauf achte ich auf Bioqualität und bevorzuge Produkte aus Österreich. Getrocknete Wildkräuter und Gewürze bekommt ihr in der Apotheke, der Kräuterdrogerie oder im Reformhaus.


Meine Ausrüstung

Vor ein paar Jahren habe ich am Flohmarkt ein kleines Körberl gefunden – seitdem begleitet es mich auf jedem Spaziergang. Du kannst aber genauso gut eine Stofftasche oder ein Papiersackerl verwenden. Kräuter niemals in Plastik geben – Schimmelgefahr.


Was ich sonst noch dabei habe:
  • Kleines Messer – für einen sauberen Schnitt

  • Leinensäckchen – luftig und ideal für empfindliche Pflanzen

  • Kleines Eimerchen – z. B. ein Senfküberl

  • Bestimmungsbuch oder App – hilfreich bei Unsicherheiten


Kräuter richtig trocknen

Um mir einen Vorrat anzulegen, trockne ich viele Kräuter sehr gerne. Wildkräuter und Gartenkräuter eignen sich gut – aber nicht alle: Bärlauch verliert beim Trocknen seine wertvollen Inhaltsstoffe, Schnittlauch oder Dille friert man besser ein.


Sammelzeit 🌼 

Sobald die ersten Pflanzen erscheinen, beginnt die Sammelzeit. Die Wiesen werden bunt und duften nach Gras, Kräutern und Frühling. Auf einer einzigen Wiese wachsen Spitzwegerich, Rotklee, Gänseblümchen, Löwenzahn, Vogelmiere, Brennnessel, Frauenmantel und so viele mehr. Erkunde eine Wiese einmal bewusst – du wirst staunen, wie viele Arten du findest.


Vorbereitung

Bevor ich losziehe, mache ich meine Kräuterhütte bereit: Winterstaub ausfegen, alte Kräuter aussortieren, Gläser reinigen, Papiersackerln herrichten und die Trockenrahmen entstauben. Wenn alles wieder einsatzbereit ist, kann die Sammelsaison beginnen.


Der beste Zeitpunkt

Am besten sammelt man nach einigen sonnigen, trockenen Tagen am späten Vormittag oder über Mittag – dann ist der Gehalt der ätherischen Öle am höchsten. Kräuter sollten nicht gewaschen werden. Ich lasse sie kurz liegen, damit kleine Insekten flüchten können, und schüttle sie leicht aus.


Trocknen – zwei Methoden

1) Bündeln & Aufhängen

Die Kräuter zu kleinen Büscheln (5–8 Triebe) binden und kopfüber an einem luftigen, warmen Ort aufhängen – nicht zu kalt, nicht zu heiß und niemals in der direkten Sonne. Dachboden, Scheune oder Hütte eignen sich hervorragend. Bündel nicht zu dicht hängen – Schimmelgefahr.


2) Auflegen

Blütenköpfe oder einzelne Blätter legt man besser auf Trockenrahmen, Baumwolltücher oder Küchenpapier. Trockenrahmen lassen sich gut stapeln und sorgen trotzdem für Luftzirkulation.



Wann sind Kräuter trocken? 🌿 

Rascheln sie und lassen sich zwischen den Fingern zerreiben, sind sie trocken. Blätter werden möglichst ganz von den Stielen gerebelt, bei Blüten nimmt man oft nur die Blütenblätter (z. B. Ringelblume). Getrocknete Kräuter niemals sofort mörsern oder pulverisieren – das macht man erst bei der Verwendung.


Aufbewahrung

Die getrocknete Ernte kommt in Gläser, Keramik‑ oder Blechgefäße oder Papiersackerln – niemals in Plastik. Kühl und dunkel gelagert halten Kräuter mindestens ein Jahr.


Wissen: Das Trocknen von Heilpflanzen ist die älteste Form der Konservierung. Die getrockneten Pflanzenteile nennt man Droge.


Du möchtest deine Kräuter nicht selbst sammeln? Kein Problem — es gibt wunderbare Höfe und Läden, die hochwertige Bio‑Kräuter anbieten. Hier findest du eine kleine Auswahl meiner liebsten Kräuteradressen (unbezahlte Werbung).


  • s'Natureck

  • Demeter Kräuterhof Rossnagl

  • Biokräuter Kremel

  • Kräuterdrogerie

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Wichtiger Hinweis zu meiner Seite und allen Lesern

Alle publizierten Inhalte wurden mit größter Sorgfalt recherchiert und erstellt, beruhen jedoch auf meinen Erfahrungswerten und können einen Arztbesuch bei Beschwerden niemals ersetzen. Nur ein Arzt darf eine Diagnose stellen und daher sind alle Kräutereinnahmen mit diesem abzuklären!

Ich sammle meine Kräuter für den Eigengebrauch und rate Euch, euch das „Kräutersammeln" von einem Profi zeigen zu lassen und euch zu informieren, um eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen zu vermeiden. Für die Umsetzung der hier vorgestellten Rezepte, Anleitungen oder für jegliche Art der Selbstmedikation übernehme ich keinerlei Haftung. Auch denkt daran, dass jeder Mensch auf Rohstoffe anders reagiert und eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden können.  Diese Seite dient ausschließlich zur Information und Unterhaltung.

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Natureintopf - Willkommen im Kräuteralltag

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