

Hagebutte einmal anders
Wildfruchtwürze statt Paradeiser
Es müssen nicht immer Paradeiser sein. Ein kleines Wildfrucht-Experiment – dieses Hagebutten‑Ketchup. Obwohl ich eigentlich kein großer Freund von Ketchup bin, hat mich die Idee fasziniert, die herbstroten Früchte einmal anders zu verwenden. Die Hagebutte bringt eine feine Säure, eine warme Tiefe und eine überraschende Würze mit, die im Zusammenspiel mit Essig, Zwiebeln und Kräutern zu einem ganz eigenen, aromatischen Klassiker wird.
Das brauchst du
100 g rote, harte, entkernte Hagebutten
2 Schalotten oder kl. Zwiebeln
20 g Zucker oder Rohrzucker
30 ml Apfelessig
50 ml Wasser
1 TL Salz
Majoran oder Dost, Rosmarin, Pfeffer
Chili nach eigenem Empfinden
So geht’s
Die Hagebutten waschen, entstielen, den Blütenansatz entfernen, der Länge nach halbieren, entkernen und nochmals gründlich waschen.
Die Schalotten klein schneiden und in etwas Olivenöl andünsten, anschließend den Chili hinzufügen. Essig, Zucker, Gewürze und Wasser dazugeben und alles etwa eine halbe Stunde abgedeckt köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren.
Danach mit dem Stabmixer pürieren. Je nachdem, wie dick dein Ketchup sein soll, kannst du noch etwas Wasser hinzufügen.
Die Masse heiß in sterilisierte Gläser füllen. Im Kühlschrank hält sich das Hagebutten‑Ketchup bis zu zwei Wochen.
Tipp: Die Hagebuttenkerne unbedingt gesondert trocknen und weiterverwenden – zum Beispiel für einen Kerndltee, der wunderbar aromatisch und wohltuend ist.
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