

Das Harz der Bäume
wie Fichte, Kiefer & CO ihre Wunden schützen
Um sich vor Fressfeinden zu schützen oder eine Verletzung zu verschließen, bildet ein Baum wertvolles Harz. Es tritt aus der Rinde aus, legt sich wie ein natürlicher Schutzfilm über die Wunde und verhindert, dass Pilze oder Bakterien eindringen.
Genau diese Eigenschaften – antibakteriell, pilztötend und antiviral – machen Harz auch für uns Menschen so interessant. Was die Baumrinde schützt, kann auch unsere Haut wohltuend versorgen.
In unseren Wäldern findest du vor allem Fichten‑ und Kiefernharz, in höheren Lagen auch Lärchen‑ und Tannenharz.
Beim Sammeln ist wichtig, den Baum nicht zu verletzen. Die bereits ausgehärteten Tropfen oder kleinen Brocken vorsichtig mit einem Messer abheben und in ein kleines Glas geben. Zuhause wird das Harz gereinigt und weiterverarbeitet. Sein Duft ist kräftig, waldig und leicht süßlich – ein bisschen wie ein Spaziergang im Hochwald.
Ich verwende Harz vor allem für Salben, wie die klassische Pechsalbe, und zum Räuchern.
Tipp: Harz kannst du auch kaufen. Unter dem Namen Burgunderharz findest du im Handel gereinigtes Harz von Fichte, Tanne und anderen heimischen Nadelbäumen.
So wird aus einem kleinen Tropfen Harz ein wertvoller Begleiter – für den Baum, der sich schützt, und für uns, die seine Kraft achtsam weiterverwenden. Ob als Pechsalbe, Räucherduft oder gereinigtes Burgunderharz: In jedem Stück steckt ein Stück Wald und ein Stück Naturmedizin.
Wenn du Harz sammelst, verarbeitest oder verwendest, nimmst du ein bisschen von dieser Waldkraft mit in deinen Alltag – erdig, schlicht und wohltuend.
F o t o g a l e r i e
