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Was daraus wachsen darf

Eine Idee hat begonnen, Wurzeln zu schlagen. Mit ihr wächst auch die Vorstellung davon, was aus unserer Wiese einmal werden könnte. Je mehr ich mich mit dem Gedanken einer Streuobstwiese beschäftigte, desto klarer wurde für mich, was für ein besonderer Ort hier entstehen darf.

Für mich soll unsere Streuobstwiese viel mehr sein als eine Ansammlung von Obstbäumen. Sie soll ein Ort werden, an dem Natur ihren Raum bekommt, an dem wir beobachten, lernen und staunen können. Ein Ort, der uns mit den Jahreszeiten verbindet und uns daran erinnert, wie wertvoll das Zusammenspiel von

Pflanzen, Tieren, Boden und Menschen ist.
Die Idee dahinter ist eigentlich ganz einfach: Ich möchte einen Lebensraum schaffen, in dem Vielfalt wachsen darf – und der uns gleichzeitig mit köstlichen Früchten beschenkt.

Alte Obstsorten, junge Bäume und große Zukunftspläne
Obstbäume begleiten die Menschen seit Generationen. Sie schenken uns Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschken und bewahren mit ihren unterschiedlichen Sorten ein Stück Kulturgeschichte. Manche Sorten sind an regionale Bedingungen angepasst, andere tragen besondere Geschmacksnoten oder erzählen ihre ganz eigene Geschichte.

Auch auf unserer Streuobstwiese sollen Obstbäume ihren Platz finden. Geplant sind zwei Apfelbäume, eine Birne, eine Zwetschke und eine Süßkirsche. Dazu kommen drei besondere Gehölze: die Kornelkirsche, der Speierling (Sorbus domestica) und die Elsbeere (Sorbus torminalis).

So verbinden wir vertrautes Obst mit spannenden Wildobstarten, die unsere Wiese bereichern sollen. Ich freue mich auf die unterschiedlichen Blüten, die Entwicklung der Kronen und natürlich auf die ersten Früchte. Bis dahin braucht es allerdings Geduld: Ein Baum wächst nicht über Nacht. Er muss erst Wurzeln schlagen, seinen Standort kennenlernen und sich entwickeln dürfen.
Gerade dieser Gedanke gefällt mir. Wir pflanzen heute etwas, dessen ganze Schönheit sich vielleicht erst in vielen Jahren zeigen wird.

Ein Zuhause für Bienen und andere Tiere
Eine Streuobstwiese lebt nicht nur von ihren Bäumen. Sie lebt von allem, was zwischen, auf und unter ihnen wächst und krabbelt, summt, flattert oder singt.

Im Frühjahr bieten die Blüten der Obstbäume Nahrung für Honigbienen, Wildbienen und andere Bestäuber. Später können Wildblumen und Kräuter weitere Nahrungsquellen schaffen. In den Baumkronen finden Vögel Schutz und mögliche Nistplätze. Mit zunehmendem Alter werden die Bäume auch als Lebensraum immer interessanter: Risse in der Rinde, abgestorbene Äste und später vielleicht sogar Baumhöhlen bieten zahlreichen Tieren Unterschlupf.

Auch Totholz, Steinhaufen und eine Benjeshecke aus aufgeschichteten Ästen können wertvolle Strukturen schaffen. Wo es sinnvoll ist, möchten wir Nisthilfen und weitere Quartiere ergänzen. Sie sollen natürliche Lebensräume unterstützen, nicht ersetzen.

Ein Teil der Früchte darf außerdem für die Tiere bleiben. Nicht alles muss geerntet oder aufgeräumt werden. Was für uns vielleicht übrig bleibt, kann für andere eine wichtige Nahrungsquelle sein.
Besonders am Herzen liegt mir, dass die Wiese nicht überall gleichzeitig kurz gemäht und jedes vermeintlich unordentliche Eckchen beseitigt wird. Wenn wir abschnittsweise mähen und manche Bereiche länger stehen lassen, bleiben Rückzugsorte erhalten. So kann sich nach und nach ein vielfältiger Lebensraum entwickeln.

Unsere Bäume pflanzen und begleiten
Damit unsere Obstbäume gut anwachsen und sich langfristig entwickeln können, möchten wir ihnen von Anfang an möglichst gute Bedingungen bieten. Dazu gehören ein passender Standort, ausreichend Platz für die späteren Kronen, eine sorgfältige Pflanzung und eine aufmerksame Pflege in den ersten Jahren.

Bei der Pflanzung beschäftigen wir uns auch mit dem Thema Wühlmausschutz. Ich möchte unseren Bäumen möglichst gute Voraussetzungen für eine natürliche Wurzelentwicklung geben und habe mich deshalb zunächst gegen Wühlmausschutzkörbe entschieden.
Stattdessen möchte ich Schafwolle im Pflanzloch ausprobieren. Sie ist ein natürliches Material, kann Feuchtigkeit aufnehmen und wird im Laufe der Zeit zersetzt. Ob sie Wühlmäuse tatsächlich zuverlässig fernhält, ist allerdings nicht ausreichend belegt. Ich sehe diese Methode daher als unseren persönlichen Versuch, den wir aufmerksam begleiten möchten.

Ein Drahtkorb schränkt die Wurzeln übrigens nicht zwangsläufig ein, wenn er passend gewählt und fachgerecht eingesetzt wird. Wie sinnvoll ein Schutz ist, hängt auch davon ab, wie stark Wühlmäuse am Standort vorkommen. Deshalb ist es mir wichtig, unsere Überlegungen mit den Fachleuten zu besprechen, die uns bei diesem Projekt begleiten.

Während des Projektes werden wir Erfahrungen sammeln, Zusammenhänge verstehen und unsere Entscheidungen bei Bedarf anpassen. Naturnah zu gärtnern bedeutet für mich nicht, auf jede Pflege zu verzichten. Es bedeutet vielmehr, bewusst hinzuschauen und möglichst im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten zu handeln.

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Ich sammle meine Kräuter für den Eigengebrauch und rate Euch, euch das „Kräutersammeln" von einem Profi zeigen zu lassen und euch zu informieren, um eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen zu vermeiden. Für die Umsetzung der hier vorgestellten Rezepte, Anleitungen oder für jegliche Art der Selbstmedikation übernehme ich keinerlei Haftung. Auch denkt daran, dass jeder Mensch auf Rohstoffe anders reagiert und eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden können.  Diese Seite dient ausschließlich zur Information und Unterhaltung.

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Natureintopf - Willkommen im Kräuteralltag

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