

Wachsarbeit in der Kräuterwerkstatt
Bienenwachs reinigen, Kerzen gießen und den Duft genießen
Heute regnet es – ein stiller, dunkler Vormittag, der sich perfekt dafür eignet, sich dem gewonnenen Bienenwachs zu widmen. Zwei große Blöcke haben wir durch das Ausschmelzen der Rähmchen erhalten, doch sie sind noch recht unsauber. Damit das Wachs später nicht schimmelt, muss es erneut geschmolzen und sorgfältig gefiltert werden.
Dafür brauche ich nur ein Wasserbad und einen Nylonstrumpf. Den Strumpf ziehe ich über eine Kanne, sodass er wie ein feines Sieb darüber gespannt ist. Das unsaubere Wachs schmilzt im Wasserbad und wird anschließend langsam in die Kanne gegossen. Der Nylonstrumpf hält den gesamten Schmutz zurück – und das goldene, saubere Wachs fließt klar hindurch.
Den Großteil gieße ich in kleine Barren, denn so lässt es sich wunderbar lagern. Aus einem Teil forme ich gleich ein paar Kerzen. Das Ergebnis gefällt mir sehr: warm, schlicht, natürlich – kleine Lichtquellen für graue Tage.
Passend zur Stimmung und zum schlechten Wetter machen wir uns eine Kanne Kräutertee und zünden eine der frischen Kerzen an. Innerhalb weniger Minuten erfüllt der Duft von Bienenwachs den ganzen Raum – weich, honigwarm und beruhigend.
F o t o g a l e r i e




