

Wilde Möhre (Daucus Carota)
Familie Doldenblütler (Apiaceae)
Die orange Karotte, auch bekannt als das Supermodel unter den Gemüsesorten, begleitet uns seit unserer Windelzeit. Egal ob sie püriert, geraspelt, gekocht oder roh ist - sie ist einfach nicht mehr aus unserem kulinarischen Leben wegzudenken. Verwandt ist sie mit dem Kümmel, Anis und der Dill. Die Gartenmöhre entstand vermutlich aus der weniger bekannten wilden Möhre und anderen Möhrenarten (gelbe, weiße, violette). Deshalb wurde sie auch als "Gelbe Rübe" bezeichnet, obwohl es im Mittelalter bereits erste orangefarbene Sorten gab.
Möhre oder Karotte?
Heute tauchen wir ein in die Welt der "wilden Möhre" - ja, es gibt mehr als nur die gewöhnliche Karotte! Die „Wilde Möhre“ ist ein bedeutendes Wildkraut, das du erkennen solltest. Denn es gehört zur Familie der Doldenblütler, die bekanntermaßen gefährliche Doppelgänger wie den gefleckten Schierling oder die Hundspetersilie haben.
Es ist daher ratsam, sich die Erkennungsmerkmale gut einzuprägen. Diese Pflanze gedeiht bevorzugt auf kalkhaltigen Böden, in trockenen Wiesen und am Straßenrand. Sehr oft sieht man sie in Wildwiesen.
Es handelt sich um eine zweijährige Pflanzenart, die im ersten Jahr eine stark gefiederte Blattrosette und eine lange Pfahlwurzel bildet. Erst im zweiten Jahr erscheinen die weißen Blüten.
Die Möhre erkennt man auch daran, dass ihre Blätter ziemlich behaart sind. Wenn du sie zwischen den Fingern reibst, riechen sie nach Möhren. Aber der eigentliche Duft kommt von der weißen Wurzel, wenn du sie aufschneidest.
Der Blütenstängel der Möhre ist auch ziemlich borstig und behaart. Im Gegensatz dazu haben die meisten giftigen "Doppelgänger" glatte Blätter und Stängel ohne Haare. Außerdem riechen sie überhaupt nicht angenehm. Es ist jedoch sehr schwierig, allein anhand der Blätter eine Bestimmung vorzunehmen.
Im Juli fängt die bis zu 120 cm hohe Pflanze an zu blühen und sie blüht wunderschön. Die tatsächlichen Merkmale sind jedoch an der Blüte erkennbar. Die körbchenartige Blüte setzt sich aus zahlreichen kleinen, weißen Einzelblüten zusammen und weist oft eine markante rote, fast schwarze Blüte (Anthocyanpunkt) in der Mitte auf. Früher sprachen die Menschen von der „Mohrblüte“ und der "Mohrrübe".
Die langen, gefiederten Hüllblätter unter der Blüte sind ein weiteres charakteristisches Merkmal, das ich bei keiner anderen Pflanze der Doldenblütler-Familie bemerkt habe.
Nachdem die Pflanze ihre Blütezeit hinter sich hat, zaubert sie einen Fruchtstand herbei, der irgendwie aussieht wie ein Vogelnest. Auch das ist ein charakteristisches Erkennungsmerkmal.
Die Samen der wilden Möhre werden als Doppelachäne bezeichnet.
Sobald sich im zweiten Jahr der Blütenspross entwickelt, beginnt die Wurzel zu verholzen, sie wird schärfer. Daher ist die Wilde Möhre nur bis zum Erscheinen des Blütenstängels für den Verzehr geeignet.
Die Wurzel kann als Gemüse gegessen werden, die Blätter machen sich gut in Suppen oder einem Wildkräutersalat, und die Samen sind das Geheimnis für den extra Kick beim Kochen.
Weil sie nur einige Carotinoide hat, sieht sie blass aus und sieht ein bischen aus wie 'ne Petersilienwurzel. Sie schmeckt etwas sanfter als 'ne normale Karotte aus dem Garten.
Inhaltsstoffe & Heilkraut
Die wilde Möhre ist heutzutage fast gänzlich aus unserer Ernährung verschwunden und hat auch keine anerkannte medizinische Wirkung.
Obwohl die wilde Möhre heutzutage kaum noch in unserer Ernährung vorkommt und keine anerkannte medizinische Wirkung hat, ist sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Carotinoiden, Flavonoiden, Vitaminen A, B2, C, ätherischen Ölen und Zucker.
Von naturheilkundlicher Perspektive aus gesehen, besitzt sie eine diuretische Wirkung. Aufgrund ihres Pektin-Gehalts kann sie auch bei Durchfall nützlich sein. Man kann sie als Tee, Tinktur oder Pflanzenextrakt einnehmen.
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