

Schafgarbe
Achillea millefolium
Familie: Korbblütler
Die Schafgarbe ist eine sehr alte Heilpflanze mit einer sehr starken Wirkung und zählt zu den bekanntesten Wildkräutern und Heilpflanzen.
Namen wie Frauenkraut, Allheilkraut, Bauchwehkraut und Blutstillkraut wurden der Schafgarbe im Laufe der letzten Jahrtausende gegeben. Daraus kann man ihre Kraft und ihre Verwendung als Heilpflanze sehr schnell erkennen.
Das „Tausendblatt“ findet man auf Wiesen, Weiden, Ackerrändern und auch am Waldrand. Sie ist sehr genügsam und widerstandsfähig gegen Hitze, Dürre und Kälte. Schafgarbe ist eine sehr geschätzte Heilpflanze und zählt zu den Bitterstoffdrogen. Heilkräftig: ist das blühende Kraut (Blüte, Blätter, Stängel) ohne Wurzel.
Im Frühling sieht man erst eine Rosette aus fiederigen Blättern, später wächst ein zäher, markhaltiger Stängel, auf dem sich die Blüten bilden. Die zahlreichen Blüten bilden eine Scheindolde, sind sehr klein und weiß bzw. leicht rosa und blühen zwischen Ende Mai bis Mitte Oktober. Unverwechselbar ist der angenehme süße Duft der Schafgarbe. In der Volksheilkunde ordnet man die weißblühende Schafgarbe den Frauen zu und die rosablühende den Männern.
Zu den Inhaltsstoffen gehören Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Kalium, verschiedene Mineralien und ätherisches Öl.
Die Schafgarbe stärkt, wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, entkrampfend, schmerzlindernd, antibakteriell, harntreiben, menstruationsregelnd und Magen- u. Leberschützend.
Die Scharfgarbe gilt auch als Frauenheilkraut. Sie ist nicht nur ausgleichend, beruhigend sondern hilft bei gynäkologischen Beschwerden wie Wechsel- und Menstruationsbeschwerden.
Scharfgarbe regt die Verdauung an und hilft bei Magen-Darm-Krämpfen, Appetitlosigkeit, Leberbeschwerden und ist wohltuend bei Blähungen.
Äußerlich aufgetragen unterstützt sie Hautprobleme und wirkt bei kleineren Verletzungen blutstillend.
In Kombination mit Holunder oder Mädesüß ist Schafgarbe ein Erste-Hilfe-Mittel bei Erkältungserscheinungen.
Verwendet wird sie Form von Tee‘s, Salben, Waschungen u. Umschlägen. Auch in der Küche kann sie im Salat oder als Gewürz verwendet werden, schmeckt jedoch leicht bitter.
Nebenwirkungen: Frauen in der Schwangerschaft sollten keine Schafgarbe verwenden ebenso Allergiker die auf Korbblütler reagieren. Im Zweifelsfall immer mit einem Arzt oder Apotheker absprechen.
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