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Quitte

Cydonia oblonga

Familie: Rosengewächs

Die Quitte ist eine der ältesten Obstarten und ein wenig in Vergessenheit geraten. Ursprünglich kommt sie aus dem Kaukasus und in der Antike galt sie als der „goldene Apfel“.

 

Die Früchte sind blassgelb,  haben einen weichen, jedoch bitteren Flaum auf der Schale und ähneln einer Birne oder einem Apfel. So werden sie auch unterschieden. Es gibt Apfel- oder Birnenquitten, diese unterscheiden sich jedoch nur optisch voneinander. Alle Arten gehören zur Familie der Rosengewächse. Quitten wachsen als Strauch oder als Baum und blühen von Mai bis Juni. Geerntet kann von September bis November werden.

 

Quitten enthalten sehr viele Vitamine (C und B),  Mineralstoffe und Spurenelemente (wie z.B. Zink, Eisen), Gerbstoffe und vor allem Pektin.  Den hohen Pektinanteil  kannst du dir  in der Küche zu nutzen machen. Denn Pektin begünstigt den Gelierprozess und das ist vor allem beim Kochen von Gelee und Marmelade ein Vorteil. Toll ist auch, dass sich das blassgelbe Fruchtfleisch beim Kochen in ein wunderschönes rosa bis hin zum rot entwickelt. 

In der Volksheilkunde wurden sowohl die Blätter, die ganzen Samen, als auch die Früchte verwendet.

Das Fruchtfleisch lege ich gerne in unseren Honig ein, dies hilft bei Halsweh und Husten.  Der Saft oder Quittenmus hilft bei Erkältung, bei Verdauungsschwäche und lt. Hildegard von Bingen bei Rheuma und Gicht.

Aufpassen musst du bei den Kernen. Da Quittenkerne Blausäureglykoside enthalten, dürfen diese auf keinen Fall zerstoßen oder gegessen werden. 

Wenn du jedoch die ganzen Kerne in Wasser einlegst, wirkt der dadurch entstandene Schleim, auf der Haut aufgetragen, entzündungshemmend und wundheilfördernd.

 

Zurzeit hört man von der Quitte wieder öfter. Vor allem ihre pflegenden Eigenschaften können wir uns zu Nutze machen. Wenn du die Frucht mit einem Tuch oder einem Stück Küchenrolle abreibst glänzt sie schön gelb und du kannst das Wachs, welches die Quitte vor den äußeren Einflüssen schützt, sehen und dieses Wachs in Öl ausgezogen kann wunderbar direkt verwendet  oder weiterverarbeitet werden.

 

Wir haben im Garten einen wunderschönen japanischen Zierquitten-Strauch. Die Früchte sind etwas kleiner jedoch genauso zu verwenden wie die großen Quitten

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