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Lavendel

Lavandula angustifolia

Familie: Lippenblütler

Wer kennt denn himmlischen Duft und das intensive Blau der Lavendelblüten nicht? Sein intensives Aroma beruhigt unsere Sinne und sorgt für ein entspanntes Wohlbefinden.  Innere Unruhe, Angstzustände oder Schlaflosigkeit werden mit den lila Blüten auch heute noch behandelt.

Lavendel ist eine mediterrane Pflanze, die zur Familie der Lippenblütler gehört. Sie wird 30-60 cm hoch, hat lange, aufrechte feste Stängel, graugrüne, schmale Blätter und blauviolette Blüten die ährenartig angeordnet sind. Im Sommer, wenn alle Blüten einer Ähre blühen, kann zur Mittagszeit geerntet werden.

Die getrockneten Lavendelblüten haben eine entspannende, schlaffördernde und beruhigende Wirkung und lassen sich im Tee oder in Duftsäckchen verwenden. Auch ein Bad mit den violett blauen Blüten entspannt und stärkt unsere Nerven. Bei rheumatischen Beschwerden oder Kopfweh kann mit ein paar Tropfen Lavendeltinktur eingerieben werden. Bei Kopfschmerzen nehme ich gerne ein RollOn dafür.

Das wertvolle ätherische Lavendelöl hat desinfizierende, keimhemmende, pilztötende und zellregenerierende Eigenschaften und ist eins der wenigen ätherischen Öle, welches direkt auf der Haut aufgetragen werden darf. Es ist kühlend, schmerzlindernd, wundheilend und beschleunigt den Heilungsprozess. Außerdem wirkt es durchblutungsfördernd und Juckreizlindernd.

In der Hautpflege lässt sich Lavendel für Seifen, Sonnenpflegeprodukte oder auch nach Insektenstichen verwenden.

Aber auch in der Küche ist Lavendel ein beliebtes Gewürz für mediterrane Speisen. Er hat ein leicht herbes und würziges Aroma, welches dem Rosmarin ähnelt. In der Küche können die Blätter und sowohl die frischen als auch die getrockneten Blüten verwendet werden.


 


Die violetten strahlenden Blüten und der intensive Duft vermitteln uns ein mediterranes und sommerliches Gefühl. Wir finden die Pflanze fast in jedem Garten und in vielen Parks. Auch Bienen, Hummeln und einige Schmetterlingsarten besuchen ihn sehr gerne.

Charakteristisch sind seine nadelartigen, graugrünen Blätter und die violetten Blüten.

Die Pflanzen können bis zu 60/80 cm hoch werden. Er blüht in der Regel von Juli bis August. Das Schöne am Lavendel ist, dass er das ganze Jahr über grün bleibt. So ist er auch nach dem Entfernen der Blüten noch dekorativ und verströmt einen leichten Lavendelduft. 


Damit die Pflanze eine schöne Form bekommt und gut wächst, muss sie regelmäßig geschnitten werden. Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr. Bei uns liegt im März ja oft noch Schnee, doch sobald dieser weg ist schneide ich zwei Drittel der Pflanze ab. Ebenso werden verholzte Pflanzenteile entfernt. Wichtig ist, dass er geschnitten wird bevor der Strauch noch ausgetrieben hat. 


Der zweite Schnitt erfolgt dann im Sommer. Ich schneide die langen Blütenstiele während der Lavendel blüht – kurz bevor er verblüht. Da richte ich mich auch wieder nach der 1/3 - 2/3 Regel. Das untere Drittel mit den jungen Trieben und den grünen Blättern lasse ich stehen, die oberen 2/3 werden geschnitten. Oft blüht der Lavendel anschließend noch einmal. Um Frostschäden zu vermeiden lasse ich alles was jetzt noch wächst über den Winter stehen und schneide erst im nächsten Frühjahr wieder. Einzig die verwelkten Blütenstiele entferne ich im Herbst.


Der echte Lavendel ist nur bedingt (bis ca. – 15°) winterhart. Da es bei uns wirklich kalt werden kann bekommt mein Beet-Lavendel Schutz durch ein paar Reisig Zweige und die Topfpflanzen wandern auf den Balkon und finden Platz und Schutz in einem Frostzelt. 

 

Vermehren kannst du deinen Lavendel ganz einfach. Blütenlose Triebe werden etwa 10 cm groß abgeschnitten. Dann streifst du im unteren Bereich die Blätter ab und steckst die Stecklinge bis zum ersten Blatt in die Erde. Buschiger wird die Pflanze, wenn du drei bis fünf Stecklinge gemeinsam einsetzt.

 

Einige Lavendel Sorten


Echter Lavendel – Lavandula angustifolia

Liebt trockene, leicht kalkhaltige Böden und braucht viel Sonne, mehrjährig, bedingt winterhart (bis -15°). Neben den klassisch lavendelblauen gibt es auch Sorten mit rosa, blauen oder weißen Blüten

Provence Lavendel – Lavandula x intermedia

Hier handelt es sich um eine Kreuzung von verschiedenen Lavendelarten. Er kommt vor allem in Südfrankreich vor, ist sehr wärmeliebend und braucht einen guten Winterschutz. Verwendet wird er wie der echte Lavendel. 

Speik Lavendel  - Lavandula latifolia

Ein Strauch welcher bis zu 100 Zentimeter hoch werden kann. Er kann gut überwintert werden (Winterschutz empfohlen) und riecht sehr stark. Es ist der Lavendel mit der höchsten Ölausbeute.

 

Schopf-Lavendel – Lavandula stoechas  

Umgangssprachlich kenne ich ihn unter Schmetterlingslavendel.

Auffällig sind seine rundlichen Blütenstände, auf diesen öffnen sich kleine lila/rosa oder weiße Blüten, welche wie ein Haarschopf aus der Mitte herausragen. 

Schopflavendel lässt sich gut im Kübel ziehen. Du solltest ihn jedoch aus seinem engen, gekauften Topf befreien und in einen Topf mit einer Dränageschicht setzen. Denn zu viel Wasser mag er gar nicht. Auch verträgt er keinen Kalk – daher immer mit gut abgestandenem Wasser gießen. Anfangs ist er etwas Blühfaul. Darum nicht gleich aufgeben und etwas abwarten. Die Triebe nach der Blüte schneiden, dann blüht er gerne ein zweites Mal. Leider ist er nicht frosthart und so ist er eher eine Kübel- als eine Beetpflanze. Mit gefällt er nicht nur optisch, ich finde er riecht auch nach Zimt und Kampfer. 

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