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Tanne

Abies

Familie: Kieferngewächse

"Oh Tannenbaum - immergrün & stark"


Die Tanne gehört – neben Fichte, Lärche und Kiefer – zu den wertvollen Bäumen unserer heimischen Wälder.

Im Flachland begegnen wir ihr selten, erst ab etwa 400 Höhenmetern fühlt sie sich wohl. Dort kann sie bis zu 600 Jahre alt werden. Auffällig ist ihr schlanker, hoher Wuchs, der – je nach Art – bis zu 70 Meter erreichen kann.  Da sie gerne im Schatten anderer Bäume gedeiht, nannte man sie früher den „Schattenbaum“. Am liebsten wächst sie in lehmigen Böden, bei nicht zu warmem Klima und ausreichender Luftfeuchtigkeit – und so findet man sie vor allem auf der Nordhalbkugel.


Die Weißtanne, bei uns am weitesten verbreitet, zählt zu den größten Bäumen Europas. Ihr Stamm kann bis zu zwei Meter dick werden und wird von einer kräftigen Pfahlwurzel gehalten. Junge Bäume tragen eine glatte Rinde, die im Alter schuppig und grau wird. Der Stamm wächst aufrecht, die Äste stehen waagerecht ab und verleihen der Tanne ihre typische Gestalt.

Ihre Nadeln sind flach, weich und mit abgerundeter Spitze – ganz im Gegensatz zur Fichte, denn „Fichte sticht, Tanne nicht“. Die dunkelgrünen, bis zu drei Zentimeter langen Nadeln wachsen zweireihig und zeigen auf der Unterseite zwei weiße Streifen. Eine wachsartige Schicht schützt sie vor Hitze und Frost.

Auch ihre Zapfen sind besonders: Erst nach etwa 60 Jahren bildet die Tanne Früchte aus. Die Zapfen stehen kerzengerade nach oben und lösen sich am Baum selbst auf – die einzelnen Schuppen fallen ab, zurück bleibt die Spindel. Knospen und Zapfen ausschließlich an den obersten Ästen. Es gibt weibliche und männliche Knospen, deren Samen vom Wind weitergetragen werden.


Heilkräfte

Die Tanne ist nicht nur ein Symbolbaum, sondern auch seit Jahrhunderten Teil der Volksmedizin. Ihre Nadeln und Zweigspitzen enthalten ätherische Öle, die traditionell zur Unterstützung der Atemwege, zur Stärkung des Immunsystems und zur Linderung von Erkältungsbeschwerden genutzt wurden. Auch Bäder oder Tees mit Tannennadeln galten als wohltuend für Körper und Seele.

Diese Anwendungen stammen aus der überlieferten Volksheilkunde. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist es jedoch wichtig, Anwendungen mit einer Ärztin oder einem Arzt abzuklären.


Symbolik und Mythologie

Die Tanne ist ein uraltes Symbol für Wiederauferstehung und das ewige Leben – immergrün, ganzjährig verwendbar, Sinnbild für Kraft, Größe und Fruchtbarkeit. In der keltischen Mythologie übertragen sich die Eigenschaften der Bäume auf den Menschen. Im Baumhoroskop steht die Tanne für die Zeiträume 2.–11. Januar und 5.–14. Juli. Menschen dieser „Tannen-Zeit“ gelten als ehrgeizig, begabt und mit gepflegtem Auftreten.


Ökologische Bedeutung

Die Tanne ist auch ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere. Sie bietet Vögeln sichere Nistplätze, Schutz vor Wind und Wetter und zugleich ein reiches Angebot für Nahrung. Auch die Zapfen sind sehr wertvoll: Eichhörnchen, Mäuse und kleine Waldbewohner finden darin Samen für den Winter. Insekten nutzen die Tanne ebenfalls als Nahrungsquelle und Lebensraum.

Auch unsere Bienen sammeln Honigtau von den Nadeln und verwandeln diesen in einen dunklen, würzigen Waldhonig – reich an Mineralien und mit einem besonderen Aroma.


Holzlieferant

Das Holz der Tanne ist hell, weich und gleichmässig – leicht zu bearbeiten und vielseitig einsetzbar. Traditionell wird es für Möbel und Vertäfelungen genutzt und findet auch im Musikinstrumentenbau Verwendung.


🎄 Die Geschichte des Weihnachtsbaums

Immergrüne Zweige schmückten schon in vorchristlicher Zeit die Häuser zur Wintersonnenwende – als Zeichen für Lebenskraft und die Wiederkehr des Lichts. Später fanden Barbarazweige, Misteln und Tannenzweige ihren Platz in den Stuben. Ab dem Mittelalter tauchten die ersten geschmückten Bäume zu Weihnachten auf, zunächst in Kirchen, dann in Wohnhäusern.

Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Weihnachtsbaum vom deutschsprachigen Raum aus nach Österreich und in die ganze Welt. Früher hingen Äpfel, Nüsse und Kerzen an den Zweigen, aus Platzgründen wurden die Bäume in den Stuben an der Decke aufgehängt. Später kamen Glaskugeln, Lametta und Strohsterne hinzu.

 


 STECKBRIEF

Tanne

Abies

Familie

Kieferngewächse

Volksnamen

Lichtbaum, Mastbaum, Wettertanne, Schattenbaum

Sammeln & Verwendung

Nadeln, Harz

Inhaltsstoffe

ätherische Öle

Häufigste Arten in Österreich

Weißtanne heimisch

 Nordmanntanne – Edeltanne bzw. Silbertanne


Quellverzeichnis:

Jagdfakten.at

Natura.db

 

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