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Das Eichhörnchen -
"Kleiner Dieb mit großem Charme"

Leichtfüßig huscht es durch die Wipfel. Mit seinem buschigen Schweif balanciert es mühelos zwischen den Ästen und sammelt die Schätze des Herbstes – Nüsse, Samen und Erinnerungen an Fülle.

Wenn wir unser Vogelhäuschen beobachten, konnten wir heuer einen neuen Besucher entdecken: Zwischen den Ästen huschte ein Eichhörnchen, das sich ganz frech unter die Vogelhausgäste mischte und sich vor allem mit den Nüssen den Bauch vollschlug.

Ich war erstaunt, im Winter ein Eichhörnchen zu sehen – dachte ich doch, dass es einen Winterschlaf hält. Doch das stimmt nicht: Eichhörnchen halten „nur“ Winterruhe. Das bedeutet, sie fahren ihren Stoffwechsel nicht vollständig herunter. Wenn sie Hunger oder Durst verspüren, wachen sie auf, suchen ihre im Herbst angelegten Nahrungsdepots auf, schlagen sich den Bauch voll und ziehen sich danach wieder in ihren mit Moos und Blättern ausgepolsterten Kobel zurück. Eichhörnchen haben meist mehrere Kobel – diese nutzen sie als Schlaf-, Ruheplatz oder Unterschlupf.

Im Herbst legen sie ihre Wintervorräte an, indem sie unzählige Samen und Nüsse in Tausenden kleinen Depots im Boden oder in Baumritzen verstecken. Man fragt sich, wie sie diese wiederfinden – sie orientieren sich dabei vor allem am Geruch und an markanten Punkten in ihrer Umgebung, und aufgrund ihres guten Gedächtnisses. Die meisten Verstecke werden wieder genutzt, doch manche bleiben unentdeckt oder werden nicht mehr benötigt. Das kommt der Umwelt zugute: übersehene Samen keimen im Frühjahr aus und tragen so zur Aufforstung und Vielfalt des Waldes bei. Durch das laufende Umgraben wird die Erde aufgelockert und Sporen und Samen verteilt.

Eichhörnchen sind wahre Akrobaten. Sie springen bis zu drei Meter weit, dank ihrer Krallen klettern sie kopfüber an Baumstämmen hinab und nutzen ihren buschigen Schwanz als Steuerruder. Entfernungen können sie punktgenau abschätzen. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Nüssen, Samen, Knospen und Beeren – doch auch Pilze und gelegentlich kleine Insekten gehören dazu.

Die kleinen Nagetiere leben bevorzugt in Wäldern mit alten Bäumen. Denn um die begehrten Samen zu finden, muss der Baum sie erst produzieren – eine Kiefer zum Beispiel nach etwa zehn Jahren, eine Fichte sogar erst nach rund fünfzig Jahren. Wenn sie sich am Boden bewegen richten sie sich immer wieder auf und achten auf Gefahr.

Die meisten Eichhörnchen haben ein fuchsrotes Fell, doch es gibt auch dunkelbraune oder fast schwarze Varianten mit weißem Bauch. Uns besucht ein dunkelbraunes Tier mit weißem Bauch. Das Fell wird zweimal im Jahr gewechselt. Das Winterfell ist dichter und länger. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal für das heimische Eichhörnchen sind die Haarpinsel auf den Ohren. Auch diese sind im Winter dichter und länger. Der lange, buschige Schwanz dient nicht nur als Steuer, sondern auch als Wärmedecke im Winter.

Eichhörnchen sind eigentlich Einzelgänger, doch in der kalten Jahreszeit schlafen mehrere Tiere in einem Kobel – so können sie sich gegenseitig wärmen. Eichhörnchen paaren sich zweimal im Jahr. Die erste Paarungszeit beginnt bereits im Jänner/Februar, die zweite dann im Mai/Juni. Nach rund 38 Tagen bringt das Weibchen zwei bis sechs Junge zur Welt. Die Jungen sind zunächst blind und nackt, öffnen nach etwa 4 Wochen die Augen und verlassen nach acht bis zehn Wochen den Kobel.

In alten Märchen gilt das Eichhörnchen als flinkes, neugieriges Wesen, das Botschaften zwischen Himmel und Erde trägt – weil es so geschickt zwischen den Ästen springt.

Kindern erzählte man, dass Eichhörnchen die „kleinen Förster“ seien, weil sie durch ihre vergessenen Nüsse und Samen neue Bäume wachsen lassen.

So ist das Eichhörnchen nicht nur ein frecher Gast am Vogelhäuschen, sondern es erinnert uns mit seinem fröhlichen Gehüpfe auch daran, wie lebendig und verspielt die Natur sein kann.




Quellverzeichnis:

Naturadb.de

Bluehendesoesterreich.at

Naturschutzbund.at

Klexikon.zum.de

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