Ostereier auf Heu

Ostern und das Osterei

Ostern ist für mich ein Frühlingsfest in dem die Natur erwacht und neues Leben beginnt. Die Osterfeiertage sind immer am Wochenende nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Am Abend des Karsamstags wird der Frühling traditionell mit einem Osterfeuer begrüßt. Familie, Freunde und Nachbarn versammeln sich rund ums Feuer, mit Tanz und Gesang wird der Winter verabschiedet.

Rund um das Osterfest gibt es viele Bräuche und Traditionen und ein Symbol zu Ostern ist das Osterei!

Nach einem eierlosen Winter beginnen die Hühner wieder Eier zu legen und da die Hühner früher frei über den Hof gelaufen sind, musste man sein Frühstücksei erst einmal suchen. Ob daraus der Brauch zum Eiersuchen entstand? Vielleicht – oder war es doch anders?

Mir gefällt folgende Überlieferung:  Während der Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden und so hat man sie einfach hart gekocht um sie haltbar zu machen. Damit man sie von den rohen Eiern unterscheiden konnte hat man die hart gekochten Eier einfach gefärbt.

Damit der Eierüberschuss nicht verdarb entrichteten die Bauern mit den angesammelten Eiern den um Ostern fällig gewordenen Pachtzins. Die restlichen Eier wurden verschenkt und da der Kirche dieser Brauch missfiel, wurden die Eier versteckt und so heimlich verschenkt.

Freilandhaltung Hühnerfarm
Bunte Eier im Korb

Bunte Eier aus der natürlichen Farbkiste

Zu Ostern gehören einfach bunte Eier dazu. Ich achte beim Kauf darauf, dass die Eier aus biologischer Landwirtschaft kommen und die Farbe aus der Natur. Unsere Natur hält so einiges an Farbe bereit. Kräuter Wurzeln, Früchte oder auch Gewürze - damit bekommst du sehr schöne Farben auf deine Eier. Zugegeben nicht ganz so intensiv und knallig, doch das muss ja nicht sein. Auf weißen Eiern kommen die Farben deutlich besser zur Geltung.

Wie wird aus meiner Kräuterkiste eine Farbkiste?

Aus Spinat- oder Brennnesselblättern färbst du deine Eier Grün, rote Rübe ergibt Rot, Gelb erreiche ich mit Kurkuma, schönes Blau gelingt mit Holunderbeerensaft und mit Zwiebelschalen werden sie so orange/braun.

Ich nehme einen alten Topf, fülle in diesen 1 Liter kaltes Wasser und gebe je 250 g meines Krautes dazu, z.B. Brennnesselblätter wenn ich grün färbe. Dieser Sud wird jetzt ungefähr eine halbe Stunde aufgekocht, abgesiebt und dann kommt noch ein Schuss Essig dazu (dadurch hält die Farbe auf den Schalen besser). Jetzt kommen meine gekochten und mit kaltem Wasser abgeschreckten Eier für einige Minuten in mein Farbbad. Wenn sie eine schöne Farbe angenommen haben nimmst du die Eier heraus  und lässt sie trocknen.

Du kannst jedoch auch rohe Eier färben und diese in und mit der Farbe hart kochen. 

Dazu nimmst du einen Liter Wasser und für z.B. gelbe Eier 2 EL Kurkuma. Das Wasser mit dem Kurkuma ca. 30 Minuten köcheln lassen, anschließend die rohen Eier hinzufügen und weitere 10 Minuten kochen. 

 

TIPP: Um einen schöneren Glanz zu bekommen hat meine Oma die Eier immer mit Schmalz oder Butter abgerieben.

Rohe Eier
 

Upcycling - Eierschalen

Ob hart – ob weich – gerührt oder geschüttelt – die Rede ist von Eiern

Beim letzten Kuchenbacken habe ich festgestellt, dass ich auf einmal einen ganzen Berg leere Eierschalen hatte. Sie sind reich an Kalk und Mikronährstoffen, bereichern den Boden mit Calcium und sie lassen sich super weiterverwenden.  

Die leeren Schalen werden  gewaschen, getrocknet, zerkleinert und in einem Glas gesammelt. Und dann geht’s ab ins Beet!

Thymian, Salbei und Lavendel freuen sich besonders über diese Extraportion Kalk.

Du kannst die zerkleinerten Schalen entweder direkt in dein Beet streuen oder mit Wasser vermischen, über Nacht stehen lassen (um die Mineralstoffe zu lösen), abfiltern und fertig ist dein Flüssigdünger.

Tipp: Im Zuge meiner Eierschalenrecherchen habe ich gelesen, dass Schnecken nicht über Eierschalen kriechen wollen und so kann man ihnen den Weg zum Salat erschweren.