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Räuchern für Körper, Geist & Seele

Magie, Tradition & Brauchtum
Das Verräuchern von Harzen und Kräutern ist ein uraltes Brauchtum, welches in unterschiedlicher Art und Weise begangen wird. Jede Region hat ihre Eigenheiten, ihre Besonderheiten und ihre eigenen Traditionen.

Auch wenn die Gründe zu räuchern heute ganz andere als früher sind, ist doch der zeremonielle Gedanke geblieben. Gerade in den Großstädten ist der traditionelle Gedanke eher in Vergessenheit geraten, hier wird eher versucht eine gut duftende und harmonische Atmosphäre zu schaffen. Um das Wohlbefinden zu steigern, Erkältungen vorzubeugen oder Harmonie zu finden, macht man sich die Eigenschaften der verschiedenen Kräuter zu Nutze (z.B. Lavendel zur Beruhigung, Pfefferminz und Eukalyptus bei Erkältungen usw.).


Anders ist es in den ländlichen Gegenden, wo nach wie vor zum Reinigen und Schützen von Haus und Hof geräuchert wird.

Hier zieht oft noch die ganze Familie mit einer Räucherpfanne, gefüllt mit Glut, Kräutern, Harzen und oft auch Weihwasser, durchs ganze Haus und die Ställe.

Am häufigsten geräuchert wird in der Zeit nach der Wintersonnenwende, zu den sogenannten „12 Rauhnächten“. Diese beginnen in der Nacht von 24. auf den 25.12. und Enden von 05. auf den 06.01. Der Rauch reinigt, desinfiziert und schützt vor Krankheit und Unglück.


Ich finde es wichtig, sich beim Räuchern wohl zu fühlen, eine angenehme und harmonisierende Atmosphäre zu schaffen, sich die Wirkung der Kräuter zu Nutze zu machen und immer "für" etwas zu räuchern.

Auch das Traditionen und Brauchtum gelebt und weitergegeben werden ist etwas sehr wichtiges.

Wie wird geräuchert bzw. welche Möglichkeiten des Räuchern gibt es.

Direkt auf der Glut in einer Räucherpfanne

Wenn du direkt auf der Glut räucherst gibt du erst das Harz und dann erst die Kräuter, Gewürze oder Nadeln zur Glut in die Räucherpfanne.


Räucherkohle

gibt es schon fertig zu kaufen. Du kannst sie in eine Räucherpfanne legen oder in einer feuerfesten Schale auf Sand legen. Bevor du deine Kräuter, Gewürze oder Nadeln dazu gibst, sollte die Kohle durch und durch glosen.


Räuchern mit einem Räucherofen bzw. über einem Sieb

Du legst ganz einfach deine Kräuter, Gewürze, Nadeln usw. auf das Räuchersieb in deinem Stövchen und stellst ein Teelicht darunter. Achte darauf, dass der Abstand groß genug ist und du deine Kräuter nicht verbrennst sondern diese nur sanft rauchen.

Bei manchen Sieben ist ein kleines Metallblättchen für Blüten, Blätter und feine Pflanzenteile dabei.


Achte beim Räuchern darauf, dass du natürliche Kräuter verwendest. Kräuter die du kennst und von denen du weißt, dass sie nicht giftig sind, auch dürft ihr euren Räucherofen bzw. die Glut nie unbeaufsichtigt lasst! Vorsicht auch bei Baumharzen - diese sind leicht entzündlich.




Jetzt noch ein Überblick einiger Kräuter und ihrer Wirkung:

Beifuß

duftet bittersüß und warm erdig. Er gibt Energie, stärkt und reinigt

Fenchel

duftet frisch, fruchtig, anisartig. Er wirkt tröstend, wärmend und entspannend

Fichtennadeln

duften aromatisch waldig. Sie stehen für Reinigung, Schutz, Kraft u. Konzentration

Hagebutte

sie steht für Geduld und Zuversicht, hat eine entspannende Wirkung und hilft uns positiv zu sein

Holunderblüten

duften würzig und süßlich zart. Wird als Schutz- und Ahnenbaum verehrt.

Ingwer

duftet fruchtig u. würzig. Er wirkt wärmend und aktivierend

Johanniskraut

duftet warm, leicht frisch, blumig. Es fördert Vertrauen, öffnet den Geist, wirkt beruhigend und stressabbauend.

Kamille

duftet kräuterig. Sie bringt Wärme u. Geborgenheit, schützt, erdet u. beruhigt.

Kardamom

duftet frisch zitronig, später leicht scharf. Er wirkt aufbauend u. belebend

Königskerzenblüten

duften dezent fruchtig. Sie hilft Spannungen abzubauen und schützt

Koriander

duftet würzig. Klärt die Gedanken, zerstreut negatives Denken und lässt das innere Gleichgewicht wieder finden.

Lavendelblüten

duften frisch u. süß. Sie beleben, klären, reinigen, verbinden und wirken ausgleichend.

Mädesüß

duftet würzig. Ist sanft u. freundlich, tröstet, richtet auf und besänftigt.

Melisse

zitronenähnlicher Duft. Hellt die Stimmung auf u. lenkt in eine positive Richtung, entspannt u. beruhigt.

Nelke

die Nelke gibt uns Geborgenheit und Sicherheit, sie lässt uns ankommen

Salbei

duftet aromatisch. Er regt Sinnlichkeit u. Erotik an, wirkt aufmunternd, ausgleichend, aufhellend und vermittelt Geborgenheit. Der Duft zentriert u. erdet

Nelke

duftet sehr stark u. feurig würzig. Stärkt, zerstreut negative Gedanken, erwärmend.

Orangenschale

duftet frisch, warm u. leicht orangig. Anregend, erwärmend, schützend u. stärkend

Pfefferminze

duftet frisch minzig. Lufterfrischend, wirkt klärend, entspannt u. vitalisiert

Rosenblütenblätter

duften blumig, süß u. warm. Wirken beruhigend, entspannend, aphrodisierend u. herzöffnend.

Rosmarin

duftet würzig heiß. Er muntert auf, stärkt, schützt, klärend, reinigend

Tannennadeln

sind reinigen und klärend, sie schützen und kräftigen

Thymian

duftet herb würzig. Er gibt Mut, baut auf, Konzentrationsfördernd

Wacholderbeeren

duften stark, frisch, waldig. Bringen Schutz, desinfizieren, reinigen u. stärken.


Bei den Harzen bleibt es Euch überlassen ob ihr die Harze unserer heimischen Bäume wie Fichte, Kiefer, Lerche oder Tanne verwendet oder ob ihr doch lieber zu Weihrauch greift.

Auch ich räuchere sehr gerne u. hier verrate ich euch einige meiner Lieblingsmischung:

Schutzräucherung

1Stück Fichtenharz

1TL Wacholderbeeren

1TL Beifuß

1TL Salbei und

1 TL getrocknete Tannennadeln


Herzöffnend

2 TL Johanniskraut

2 TL Melisse

1 TL Sternanis

1 TL Weihrauch


Besinnlich

1TL Kardamom

1TL Nelke

1TL Hagebutte

1TL Orangenschale

1 Stück Lärchenharz


Reinigend

Räucherbüschel vom weißen Salbei


 



Quelle:

"Das Geschenk der zwölf Monate" - Ursula, Heidemarie und Helmut Wittmann, Agnes Ofner

"Räuchern mit heimischen Kräutern" - Onlinekursunterlagen

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