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"wenn Tag & Nacht im Gleichgewicht tanzen"

Jahreskreisfest

- "MABON" - Herbst-Tagundnachtgleiche - zweites Erntedankfest

Mit dem Herbstbeginn öffnet sich die zweite Jahreshälfte. Die Tage werden kürzer, die Sonnenstunden weniger, und die Natur zieht sich langsam zurück. Ich liebe diese ruhigere Zeit – die kühlen Morgen, die warmen Nachmittage, die bunten Blätter, die langsam von den Bäumen fallen.


Besonders liebe ich den Altweibersommer – jene magischen Tage im Frühherbst, wenn die Spinnen ihre silbernen Fäden durch die Luft ziehen. Man sagt, es sei Frau Holle, die in dieser Zeit ihre Spindel schwingt und die Fäden des Schicksals webt. Sie hat einst den alten Frauen das Weben gelehrt – daher der Name. Für mich liegt in diesen Tagen ein leiser Zauber, ein letzter Gruß des Sommers, bevor die dunklere Zeit beginnt.


Mein Bauerngarten hat mich reichlich beschenkt. Jetzt ist die Zeit der zweiten Ernte, Beeren, Erdäpfel, Wurzelgemüse aber auch Äpfel, Nüsse oder Pilze können noch bis zum dritten, letzten Fest geerntet werden. Es ist jedoch auch Zeit Dankbar zu sein und etwas zurückzugeben – für die Fülle des Sommers, für die Sommerernte und für das Gleichgewicht von Geben und Nehmen, von Licht und Dunkel, Tag und Nacht.


Am 21. September feiern wir Mabon, die Herbsttagundnachtgleiche. An diesem Tag sind Tag und Nacht gleich lang – ein Symbol für das Gleichgewicht. Danach werden die Nächte länger und die dunklere Hälfte des Jahres beginnt. Mabon erinnert daran, dankbar zu sein und loszulassen, was nicht mehr gebraucht wird.

Mabon ist das zweite von drei Erntedankfesten im Jahreskreis. Das erste, Lughnasadh, feiern wir Anfang August. Es steht für Licht, Wachstum und die erste Ernte. Das dritte, Samhain, markiert das Ende des Jahres und den Beginn der dunkleren Zeit – eine Phase des Rückzugs und des Abschieds.

Historisch ist Mabon kein altes keltisches Fest, wie wir es heute feiern – der Name wurde erst im 20. Jahrhundert in neopaganen Traditionen für die Herbsttagundnachtgleiche übernommen. Historisch lassen sich Feiern der Ernte und der Dankbarkeit für die Gaben der Natur bei den Kelten nachweisen, aber nicht der Name „Mabon“.

Der Name „Mabon“ geht auf den keltischen Gott Mabon ap Modron zurück, den „Sohn der Mutter“. In den alten Geschichten wird er in die Unterwelt gebracht und später wiedergeboren. Er steht für den Kreislauf des Lebens – für Werden, Vergehen und Neubeginn. Genau diesen Kreislauf kann man auch in der Natur im Herbst beobachten.


Rituale

Zu Mabon räuchere ich gern mit Kräutern der Saison, zum Beispiel Salbei, Beifuß, Rosmarin, Wacholder oder Apfelschalen. Sie bringen Wärme und einen besonderen Duft in den Raum. Dabei denke ich dankbar an das erste Halbjahr – an die Erfahrungen, die mich gestärkt haben, und an alles, was mich getragen hat. Gleichzeitig kann ich loslassen, was nicht mehr gebraucht wird, so wie die Natur im Herbst ihre Blätter fallen lässt - „Finde dein Gleichgewicht“.

Für mich gehört zu Mabon vor allem das Erntedankfest mit der Familie, aber auch bewusst innezuhalten. Ein kleines Ritual begleitet mich dabei: Ich schreibe Dinge, die ich loslassen möchte, auf Zettel und gebe sie symbolisch dem Wasser, um Platz für Neues zu schaffen. Außerdem lege ich gern ein Naturmandala aus Kastanien, Eicheln und bunten Blättern – ein Zeichen für den Kreislauf des Lebens und die Schönheit der Natur im Herbst.


So wird Mabon für mich zu einem Fest der Dankbarkeit, des Loslassens und der Verbindung – zu einer besonderen Zeit, in der ich die Natur, die Familie und das Gleichgewicht des Lebens bewusst erlebe.

Doch die Kraft von Mabon nimmt allmählich ab – Samhain übernimmt. Wir haben den gesamten Jahreskreis durchlaufen, der sich nun mit dem Übergang zu Samhain schließt.

 

Quellverzeichnis: Im Jahreskreis das Leben feiern; Antara Reimann, Peter Eckel

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