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Mein Bienenjahr

Sommer 2019 - Jänner 2020

Ich möchte gerne einen Bienenstock

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Während meiner Ausbildung zum Wildkräuter-Guide bin ich immer wieder auch auf das Thema Bienen gestoßen. Sogar am Ausbildungs-Hof stand ein Bienenstock. Mich faszinieren diese kleinen, fleißigen Tierchen und so hat sich der Gedanke eines eigenen Bienenstocks immer mehr in meine Gedanken geschlichen.

Geht das so einfach? Darf ich mir Bienen halten und wie läuft so ein Bienenjahr ab?

Fragen über Fragen!

Als ich dann wieder einen Honig brauchte und diesen von einem Imker im Ort holte, habe ich mich mit ihm ein bisschen unterhalten. Bestätigt nach diesem Gespräch begann ich zu Googlen und landete schließlich bei der Imkerschule in Warth.

Diese bietet für Anfänger und Quereinsteiger jede Menge Kurse, Schulungen und Ausbildungen an. Mein Entschluss stand fest - jetzt musste ich nur noch meinen Mann fragen, was er davon hält unseren Garten mit ein paar Bienen zu teilen. Er war gleich ganz begeistert von dem Projekt und so meldete ich mich für die Grundausbildung im Februar 2020 an.

Schulmaterial

21. Februar 2020

Der Anfang - Einsteigerkurs in die Imkerei

Heute ist es soweit. Ich fahre in die LFS nach Krems und beginne mit meiner Bienen-Ausbildung. In einer 8-stündigen Grundausbildung bekommen wir erste Einblicke in die Imkerei und ein Basiswissen über das Leben der Biene. Auch die rechtlichen Grundlagen werden vermittelt.

Geschlossen Schild

2020

und dann kam die Pandemie

Leider mussten die ersten Praxistage aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden und an den restlichen Terminen konnte ich aufgrund unseres Unfalls nicht teilnehmen.

Die Praxis wird jedoch gleich im neuen Jahr  nachgeholt und dann steht auch einem Einzug der Bienen nichts mehr im Wege....

März 2021

Beutensystem - Flachzarge

Heute fahren wir spontan ins Imker-Fachgeschäft, um unsere Beuten zu kaufen. Ich habe mich für das System "Flachzarge" entschieden.

Nach einiger Beratung entscheiden wir uns insgesamt drei Beutensysteme zu kaufen und mit zwei Bienenvölkern zu beginnen.

Unser neues Bienen Zuhause besteht aus je einem hohen Boden mit einem Edelstahl Gitter, einer stabilen Kunststofftasse, einem Putzkeil und einem Flugschieber. Außerdem wird noch eine Bausperre eingesetzt. Auch ein Anflugbrett landet in unserem Einkaufskorb.

Dann kommt noch eine Futterzarge mit einem runden Lochausschnitt dazu.

Weiteres brauchen wir die Zargen mit ergonomischen Griffmulden seitlich und die passenden, gedrahteten Rähmchen.

Zum Schutz vor Hitze und Kälte kommt noch ein Deckel mit einer Isolierbauplatte aus gepresster Holzfaser.

Ganz zum Schluss haben wir uns für ein konisches Blechdach entschieden.

Ihr seht, das sind ganz schön viele Teile.

März 2021

Es wird gestrichen

Dieses Wochenende wollen wir unser Bienenhotel Wetterfest machen. Es wird gestrichen!

 

Wir streichen unsere Beuten zweimal mit einer Wasserverdünnbaren Beutenfarbe. Wir haben uns für Ockergelb entschieden.

Das Ergebnis gefällt uns sehr gut.

2. April 2021

1. Praxistag - Wetterbedingt verschoben

 29. April 2021

Bienenstandort
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Bienenstandort
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Flachzarge
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Flachzart
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Rähmchen-Kontrolle
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Rähmchenkontrolle
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Drohnen-Rähmchen
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Bienenstandort
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Stockkarte
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Zargen Reinigung
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Wachsplatten Herstellung
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1. Praxistag - "Praxisgrundlagen" und der

2. Praxistag - "Erweiterung im Bienenstock"

      wurden wetterbedingt zusammengelegt

Ich hatte heute frei und auf diesen Tag freute ich mich schon sehr. Endlich passte das Wetter und der erste und zweite Praxisteil der Bienenausbildung konnte stattfinden.

Für mich ging es um 07:30 Uhr los. Der Rucksack war gepackt und ich fuhr in die Imkerschule. Um neun Uhr waren alle anwesend und wir wurden auf vier Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe fuhr im Konvoi zu den Bienenstöcken deren Standort etwas außerhalb lag. Ein schöner Platz im Wald, mit einem tollen Blick in die Bucklige Welt. Es war sehr sonnig und die Bienen und Kursteilnehmer gut gelaunt.

Bei den Bienenstöcken angekommen ging es auch gleich mit der Praxis los. Das tolle an der Praxis ist, dass wir jeden Handgriff selbst durchführen mussten und ich 😊 durfte beginnen.

Zu Beginn musste ich eine der Beuten öffnen.

Das Blechdach abnehmen, dann mit dem Stock Meisel vorsichtig den Holzdeckel anheben, Rähmchen die ankleben vorsichtig lösen und den Deckel auf die benachbarte Beute legen.

Dann habe ich vorsichtig ein Rähmchen herausgenommen.

Mir wurde erklärt wie ich den Rahmen am besten halte und ob ich Brut, Maden und Futterreserven sehe. Gar nicht so einfach.

Sehen konnte ich Honig- und Pollenvorrat, Eier, bestiftete Zellen, Maden und verdeckelte Brut. Wenn man die Maden in der Wabe sieht spricht man von „offener Brut“. Wenn die Wabe mit einem „Deckel“ verschlossen ist spricht man von „verdeckelter Brut“. Umso dunkler dieser Deckel wird umso eher steht die „Geburt“ der Biene bevor.

 

Es war faszinierend das zu erkennen und zu sehen!

Nach der Kontrolle wird das Rähmchen wieder zurückgegeben.

Anschließend habe ich noch ein nicht gedrahtetes Drohnenrähmchen herausgenommen. In diesem fanden wir neben den Drohnen auch die Königin. Da musste ich besonders aufpassen, dass sie nicht verloren ging. Also das Rähmchen wieder schnell zurück in die Beute.

Die im Stock gefundene Königin war mit einem blauen Punkt gekennzeichnet. Die Farbe Blau wurde im Jahr 2020 verwendet und daher ist diese Königin 1 Jahr alt.

Von uns kontrolliert wurde auch die Aktivität im Stock. In diesem Stock war die Aktivität schon sehr hoch, viele Rähmchen waren schon bebrütet und mit Honig und Pollen gefüllt. Vom Kursleiter wurde daraufhin beschlossen eine weitere Zarge mit Brut- und Honigwaben aufzusetzen.

Zum Schluss trug ich alle Beobachtungen und Aktivitäten in der Stockkarte ein!

Dann kam der nächste Kursteilnehmer und so wurde eine Beute nach der anderen kontrolliert.

Nach einer kurzen „Selbstversorger-Mittagspause“ ging es in meiner Gruppe mit Materialkunde weiter. Uns wurden die verschiedenen Beutensysteme und Werkzeuge vorgestellt und viele Tipps und Tricks weitergegeben.

Danach ging es zum letzten Teil. Verschiedene Praxisgrundlagen: Beuten flämmen; neue Rähmchen vorbereiten – Draht spannen und mit Wachs versehen; Wachs be- und verarbeiten; Kerzen wurden gegossen und Honig verkostet.

Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Tag, der mich „unseren Bienen“ wieder etwas näherbrachte und mir auch gezeigt hat, dass ich mir die Betreuung eines Bienenvolkes zutraue und ich freue mich jetzt schon, wenn unsere Bienen im Juni bei uns einziehen.

7. Mai 2021

Spielnäpfchen und Drohnenbrut
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Bienengeburt
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neue Zarge
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Zargen Kontrolle
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3. Praxistag - "Schwarmverhinderung &               

                                    Jungvolkbildung"

 

Gut gelaunt ging es heute zu Mittag in die Imkerschule. Unser dritter Praxistag fand statt. In der Schule angekommen erfolgte wieder eine Negativ-Testkontrolle und dann ging es auch schon los.

Da heute Vormittag auch eine Gruppe ihre 3. Praxis hatte gab es schon neu gebildete Jungvölker. Anhand dieser Völker konnten uns die Referenten zeigen wie eine Königin einem neu gebildeten Volk zugesetzt wird und welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt.

Nachdem jedes neue Volk seine Königin bzw. eine neue Weiselzelle hatte, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere Gruppe fuhr wieder zu demselben Bienenstand bei welchem wir letzten Donnerstag schon waren.

Dieses heutige Thema ist sehr umfangreich und dementsprechend gab es viel zu hören und auch zu tun. Insgesamt bildeten wir zwei neue Völker und kontrollierten jede Menge Beuten.

Das Wetter war leider nicht sehr schön und die Temperaturen recht frisch. Daher waren viele Bienen zu Hause und nur wenige unterwegs.

Es war auf jeden Fall ein sehr interessanter und lehrreicher Nachmittag.

29. Mai 2021

Hohlsteine
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Latten
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Beuten
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Fertig
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Unsere Bienenunterkunft

 

Die letzten Tage, nein eigentlich Wochen, hat es nur geregnet und die Tageshöchsttemperatur betrug maximal 8 – 10 Grad. Nicht unbedingt ein Frühlings- oder Sommerwetter und schon gar kein Bienenwetter. Bienen fliegen unter 10/12° nicht.

Uns läuft die Zeit davon – es ist jetzt Ende Mai und unsere Bienenunterkunft steht noch immer im Keller. Heute ist zwar kein Sommertag, jedoch wenigstens ein trockener Tag und so haben wir beschlossen unseren Bienenplatz fertig zu stellen.

Das Auto vollgepackt mit Hohlsteinen und Holzlatten geht es hinauf zur Wiese und dem vorbereiteten/gemähten Platz. Zu aller erst muss begradigt werden. Dann werden die Holsteine aufgestellt und die Holzlatten darübergelegt. Auf diese stellen wir die Beuten. Fertig – jetzt fehlen nur noch unsere Bienen, welche wir hoffentlich nächstes Wochenende abholen können.

Juli 2021

Stethoskop auf dem Kardiogramm

Ich bin so traurig

 

Am 6. Juni erkrankte ich plötzlich und da wir nicht wussten wie es weitergeht, mussten wir den Einzug "unserer" Bienen absagen. Auch an den letzten beiden Kursen konnte ich nicht teilnehmen. Ich bin sehr traurig darüber, jedoch auch sehr erleichtert, dass es "nur" aufgeschoben ist und ich hoffentlich bis zum nächsten Jahr wieder fit werde.