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Image by Walter Sturn

Mein erstes Bienenjahr

Sommer 2019 - 2023

Ich möchte gerne einen Bienenstock

Image by Dmitry Grigoriev

Während meiner Ausbildung zum Wildkräuter-Guide bin ich immer wieder auch auf das Thema Bienen gestoßen. Sogar am Ausbildungs-Hof stand ein Bienenstock. Mich faszinieren diese kleinen, fleißigen Tierchen und so hat sich der Gedanke eines eigenen Bienenstocks immer mehr in meine Gedanken geschlichen.

Geht das so einfach? Darf ich mir Bienen halten und wie läuft so ein Bienenjahr ab?

Fragen über Fragen!

Als ich dann wieder einen Honig brauchte und diesen von einem Imker im Ort holte, habe ich mich mit ihm ein bisschen unterhalten. Bestätigt nach diesem Gespräch begann ich zu Googlen und landete schließlich bei der Imkerschule in Warth.

Diese bietet für Anfänger und Quereinsteiger jede Menge Kurse, Schulungen und Ausbildungen an. Mein Entschluss stand fest - jetzt musste ich nur noch meinen Mann fragen, was er davon hält unseren Garten mit ein paar Bienen zu teilen. Er war gleich ganz begeistert von dem Projekt und so meldete ich mich für die Grundausbildung im Februar 2020 an.

Sommer 2019
Schulmaterial

21. Februar 2020

Der Anfang - Einsteigerkurs in die Imkerei

Heute ist es soweit. Ich fahre in die LFS nach Krems und beginne mit meiner Bienen-Ausbildung. In einer 8-stündigen Grundausbildung bekommen wir erste Einblicke in die Imkerei und ein Basiswissen über das Leben der Biene. Auch die rechtlichen Grundlagen werden vermittelt.

21.02.2020 - Der Anfang
Geschlossen Schild

2020

und dann kam die Pandemie

Leider mussten die ersten Praxistage aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden und an den restlichen Terminen konnte ich aufgrund unseres Unfalls nicht teilnehmen.

Die Praxis wird jedoch gleich im neuen Jahr  nachgeholt und dann steht auch einem Einzug der Bienen nichts mehr im Wege....

2020 - dann kam die Pandemie

März 2021

Beutensystem - Flachzarge

Heute fahren wir spontan ins Imker-Fachgeschäft, um unsere Beuten zu kaufen. Ich habe mich für das System "Flachzarge" entschieden.

Nach einiger Beratung entscheiden wir uns insgesamt drei Beutensysteme zu kaufen und mit zwei Bienenvölkern zu beginnen.

Unser neues Bienen Zuhause besteht aus je einem hohen Boden mit einem Edelstahl Gitter, einer stabilen Kunststofftasse, einem Putzkeil und einem Flugschieber. Außerdem wird noch eine Bausperre eingesetzt. Auch ein Anflugbrett landet in unserem Einkaufskorb.

Dann kommt noch eine Futterzarge mit einem runden Lochausschnitt dazu.

Weiteres brauchen wir die Zargen mit ergonomischen Griffmulden seitlich und die passenden, gedrahteten Rähmchen.

Zum Schutz vor Hitze und Kälte kommt noch ein Deckel mit einer Isolierbauplatte aus gepresster Holzfaser.

Ganz zum Schluss haben wir uns für ein konisches Blechdach entschieden.

Ihr seht, das sind ganz schön viele Teile.

März 2021 - Beutensystem

März 2021

Es wird gestrichen

Dieses Wochenende wollen wir unser Bienenhotel Wetterfest machen. Es wird gestrichen!

 

Wir streichen unsere Beuten zweimal mit einer Wasserverdünnbaren Beutenfarbe. Wir haben uns für Ockergelb entschieden.

Das Ergebnis gefällt uns sehr gut.

März 2021 - es wird gestrichen

2. April 2021

1. Praxistag - Wetterbedingt verschoben

 29. April 2021

1. Praxistag - "Praxisgrundlagen" und der

2. Praxistag - "Erweiterung im Bienenstock"

      wurden wetterbedingt zusammengelegt

Ich hatte heute frei und auf diesen Tag freute ich mich schon sehr. Endlich passte das Wetter und der erste und zweite Praxisteil der Bienenausbildung konnte stattfinden.

Für mich ging es um 07:30 Uhr los. Der Rucksack war gepackt und ich fuhr in die Imkerschule. Um neun Uhr waren alle anwesend und wir wurden auf vier Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe fuhr im Konvoi zu den Bienenstöcken deren Standort etwas außerhalb lag. Ein schöner Platz im Wald, mit einem tollen Blick in die Bucklige Welt. Es war sehr sonnig und die Bienen und Kursteilnehmer gut gelaunt.

Bei den Bienenstöcken angekommen ging es auch gleich mit der Praxis los. Das tolle an der Praxis ist, dass wir jeden Handgriff selbst durchführen mussten und ich 😊 durfte beginnen.

Zu Beginn musste ich eine der Beuten öffnen.

Das Blechdach abnehmen, dann mit dem Stock Meisel vorsichtig den Holzdeckel anheben, Rähmchen die ankleben vorsichtig lösen und den Deckel auf die benachbarte Beute legen.

Dann habe ich vorsichtig ein Rähmchen herausgenommen.

Mir wurde erklärt wie ich den Rahmen am besten halte und ob ich Brut, Maden und Futterreserven sehe. Gar nicht so einfach.

Sehen konnte ich Honig- und Pollenvorrat, Eier, bestiftete Zellen, Maden und verdeckelte Brut. Wenn man die Maden in der Wabe sieht spricht man von „offener Brut“. Wenn die Wabe mit einem „Deckel“ verschlossen ist spricht man von „verdeckelter Brut“. Umso dunkler dieser Deckel wird umso eher steht die „Geburt“ der Biene bevor.

 

Es war faszinierend das zu erkennen und zu sehen!

Nach der Kontrolle wird das Rähmchen wieder zurückgegeben.

Anschließend habe ich noch ein nicht gedrahtetes Drohnenrähmchen herausgenommen. In diesem fanden wir neben den Drohnen auch die Königin. Da musste ich besonders aufpassen, dass sie nicht verloren ging. Also das Rähmchen wieder schnell zurück in die Beute.

Die im Stock gefundene Königin war mit einem blauen Punkt gekennzeichnet. Die Farbe Blau wurde im Jahr 2020 verwendet und daher ist diese Königin 1 Jahr alt.

Von uns kontrolliert wurde auch die Aktivität im Stock. In diesem Stock war die Aktivität schon sehr hoch, viele Rähmchen waren schon bebrütet und mit Honig und Pollen gefüllt. Vom Kursleiter wurde daraufhin beschlossen eine weitere Zarge mit Brut- und Honigwaben aufzusetzen.

Zum Schluss trug ich alle Beobachtungen und Aktivitäten in der Stockkarte ein!

Dann kam der nächste Kursteilnehmer und so wurde eine Beute nach der anderen kontrolliert.

Nach einer kurzen „Selbstversorger-Mittagspause“ ging es in meiner Gruppe mit Materialkunde weiter. Uns wurden die verschiedenen Beutensysteme und Werkzeuge vorgestellt und viele Tipps und Tricks weitergegeben.

Danach ging es zum letzten Teil. Verschiedene Praxisgrundlagen: Beuten flämmen; neue Rähmchen vorbereiten – Draht spannen und mit Wachs versehen; Wachs be- und verarbeiten; Kerzen wurden gegossen und Honig verkostet.

Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Tag, der mich „unseren Bienen“ wieder etwas näherbrachte und mir auch gezeigt hat, dass ich mir die Betreuung eines Bienenvolkes zutraue und ich freue mich jetzt schon, wenn unsere Bienen im Juni bei uns einziehen.

29.04.2021 - 1. und 2. Praxistag

7. Mai 2021

3. Praxistag - "Schwarmverhinderung &               

                                    Jungvolkbildung"

 

Gut gelaunt ging es heute zu Mittag in die Imkerschule. Unser dritter Praxistag fand statt. In der Schule angekommen erfolgte wieder eine Negativ-Testkontrolle und dann ging es auch schon los.

Da heute Vormittag auch eine Gruppe ihre 3. Praxis hatte gab es schon neu gebildete Jungvölker. Anhand dieser Völker konnten uns die Referenten zeigen wie eine Königin einem neu gebildeten Volk zugesetzt wird und welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt.

Nachdem jedes neue Volk seine Königin bzw. eine neue Weiselzelle hatte, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere Gruppe fuhr wieder zu demselben Bienenstand bei welchem wir letzten Donnerstag schon waren.

Dieses heutige Thema ist sehr umfangreich und dementsprechend gab es viel zu hören und auch zu tun. Insgesamt bildeten wir zwei neue Völker und kontrollierten jede Menge Beuten.

Das Wetter war leider nicht sehr schön und die Temperaturen recht frisch. Daher waren viele Bienen zu Hause und nur wenige unterwegs.

Es war auf jeden Fall ein sehr interessanter und lehrreicher Nachmittag.

07.05.2021 - 3. Praxistag

29. Mai 2021

Unsere Bienenunterkunft

 

Die letzten Tage, nein eigentlich Wochen, hat es nur geregnet und die Tageshöchsttemperatur betrug maximal 8 – 10 Grad. Nicht unbedingt ein Frühlings- oder Sommerwetter und schon gar kein Bienenwetter. Bienen fliegen unter 10/12° nicht.

Uns läuft die Zeit davon – es ist jetzt Ende Mai und unsere Bienenunterkunft steht noch immer im Keller. Heute ist zwar kein Sommertag, jedoch wenigstens ein trockener Tag und so haben wir beschlossen unseren Bienenplatz fertig zu stellen.

Das Auto vollgepackt mit Hohlsteinen und Holzlatten geht es hinauf zur Wiese und dem vorbereiteten/gemähten Platz. Zu aller erst muss begradigt werden. Dann werden die Holsteine aufgestellt und die Holzlatten darübergelegt. Auf diese stellen wir die Beuten. Fertig – jetzt fehlen nur noch unsere Bienen, welche wir hoffentlich nächstes Wochenende abholen können.

29.05.2021 - Unsere Bienenunterkunft

Juli 2021

Stethoskop auf dem Kardiogramm

Ich bin so traurig

 

Am 7. Juni erkrankte ich plötzlich und da mein Mann nicht wusste wie es weitergeht, musste er den Einzug "unserer" Bienen absagen. Auch an den letzten beiden Kursen konnte ich nicht teilnehmen. Ich bin sehr traurig darüber, jedoch auch sehr erleichtert, dass es hoffentlich "nur" aufgeschoben ist und ich bis zum nächsten Jahr wieder fit werde.

Juli 2021 - alles aus

20. März 2022

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Auf ein Neues

 

Nach den letzten schlimmen Monaten ist es jetzt endlich soweit. Wir richten unseren vorgesehenen Bienenplatz wieder her und bereiten alles für die Ankunft der Bienen vor. 

Wir freuen uns sehr und ich freue mich sehr, dass mein Mann mich so unterstützt und mir bei der Bienenarbeit hilft. Ohne ihn könnte ich das nicht mehr verwirklichen! ganz großes DANKE!!

20.03.2022 - auf in Neues

11. April 2022

Juchhu - jetzt geht's los

 

Heute kam endlich der lang ersehnte Anruf. Wir können unsere Bienen abholen. Wir vereinbaren für Donnerstagabend die Abholung. Ein bisschen organisatorisches gibt es noch zu tun. Wir treten noch dem Imkerverein bei und erledigten die VIS-Anmeldung (VIS = Verbrauchergesundheitsinformationssystem). 

11.04.2022 - es geht los

14. April 2022

Beuten Ankunft.jpg

Endlich Donnerstag

 

Ein Blick aus dem Fenster zeigt strahlenden Sonnenschein. Ich freue mich schon sehr. Um 18:00 Uhr machen wir uns endlich auf den Weg nach Warth. Nach einer Stunde Fahrzeit erreichen wir unser Ziel. Die Beuten werden noch zusammengebunden und Transportsicher gemacht. Nach letzten Anweisungen geht es Richtung Schwarzau. Wir müssen sehr langsam fahren und jedem Schlagloch und jedem Frosch (und davon gibt es zurzeit sehr viele) ausweichen. Endlich um 22:10 Uhr sind wir zu Hause. Jetzt noch einmal mit Gefühl Gas geben und auf unserer Wiese bis zum neuen Bienenzuhause fahren. Geschafft. 

Vorsichtig entsichern wir unsere wertvolle Ladung und tragen die Beuten zum vorbereiteten Platz. Nachdem beide Beuten gut stehen, bereiten wir den Smoker vor und räuchern entlang der Einflugschiene und entfernen diese. Es passiert nicht viel. Eine Biene ist neugierig und der Rest lässt sich nicht sehen. Mittlerweile ist es 22:40 Uhr und wir machen für heute Schluss.

14.04.2022 - Abgeholt

15. April 2022

Beuten Ankunft (2).jpg

Herzlich Willkommen

 

Gleich nach dem Aufstehen werfe ich einen Blick vom Balkon aus zu unseren neuen Wiesen-Mitbewohnern. Doch leider es regnet, es ist kalt und von den Bienen weit und breit nichts zu sehen.

Im laufe des Vormittags zeigt sich jedoch die Sonne und auch die Bienen. Wir machen uns auf den Weg zu den Beuten und heißen die Bienen herzlich Willkommen. Es herrscht reges Treiben bei den Stöcken und es summt und brummt rund um uns.

15.04.2022 - Herzlich Willkommn
17.04.2022 - das erste Mal wird geöffnet

17. April 2022

Bienen 1704_edited.jpg

Das erste Mal

 

öffnen wir heute unsere Beuten. Leider war/ist das Wetter in den letzten Tagen nicht ganz so schön wie gehofft, doch mittlerweile scheint die Sonne und viele Bienen fliegen. Ganz vorsichtig öffnen wir zum ersten Mal unsere Beuten. In der ersten summt es und uns begrüßen viele Bienen. Bei der ersten Rähmchen Kontrolle finden wir jede Menge Honig, offene und verdeckelte Brut. Der Stock schaut schon sehr gut aus. Auch in der zweiten Beute herrscht reges Treiben. Wir sind zufrieden und lassen die Bienen weiter arbeiten. 

8. Mai 2022

Kontrolle - 1 Zarge aufgesetzt

 

das Wetter war in den letzten Tagen sehr schön und unsere Bienen sehr fleißig. Wir kontrollierten heute unsere Beuten. Vorausschauend hatten wir im Kofferraum zwei weitere Zargen, mit je 9 gewachsten Rähmchen und einem leeren Drohnenrahmen. 

Wir begannen bei Beute 1:

Wir sahen offene und verdeckelte Brut, Honig, Pollen, Futterwaben und auch schon eine Honigwabe.  Da die Aktivität im Stock sehr gut ist, haben wir uns entschlossen eine weitere Zarge aufzusetzen. 

Nach Beute 1 kommt Beute 2:

Auch hier sahen wir offene und verdeckelte Brut, Honig, Pollen und den Futterkranz. Diese Beute ist nicht ganz so stark wie das andere Volk. Um ein Schwärmen jedoch zu verhindern setzen wir auch hier eine Zarge auf.

08.05.2022 - 1. Kontrolle

11. Mai 202

Kontrolle - Drohnen Wildwuchs entfernt

 

Heute Nachmittag kontrollierten wir wieder unsere Beuten. 

 

Beute Nr. 1 und Nr. 2

Den Drohnen Wildwuchs in der zweiten Zarge entfernten wir. Die Honigwabe kam von der zweiten in die dritte Zarge.

11.05.2022 - 2. Kontrolle

22. Mai 2022

Kontrolle - Weiselzellen Alarm

 

Da das Wetter in den letzten Tagen so schön war kontrollierten wir auch heute wieder unsere Beuten. Mit im Gebäck hatten wir noch eine Zarge mit Rähmchen.

Beute 1:

In der zweiten Zarge sahen wir offene und verdeckelte Brut, Honig und Pollen. In der dritten Zarge sahen wir vor allem jede Menge Honigwaben. Unsere Bienen waren sehr fleißig. Auch das Drohnen Rähmchen war schon sehr gut ausgebaut, also wurde es von uns gegen ein leeres getauscht. Die Been waren sehr fleißig und so setzten wir eine weitere Zarge auf. In diese neue Zarge kamen vier Honigwaben aus Zarge Nr. 3. Diese vier wurden gegen leere Wachsrähmchen getauscht. In Zarge vier gab es jetzt die vier Honigwaben und leere Wachsrähmchen.

Beute 2: 

Bei der Kontrolle der zweiten Zarge schrillten alle Alarmglocken. Zwei Weiselzellen! Wir fanden zwar verdeckelte und offene Brut, jedoch auch jede Menge Honigwaben. Ein bisschen beunruhigt hat uns, dass das Drohnen Rähmchen gar nicht angenommen wurde. Dann fanden wir in Zarge Nr. 2 auch noch zwei Weiselzellen. Wir haben uns zwar entschlossen diese zu entfernen, sind uns jedoch nicht sicher ob sich die Königin noch im Stock befindet und ob diese Entscheidung richtig war.

Da müssen wir uns Hilfe holen und bei Anna nachfragen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Anna - immer ist sie für uns erreichbar und beantwortet jede Menge Fragen und Hilft uns so weiter. 

22.05.2022 - 3. Kontrolle

26. Mai 2022

Kontrolle & Volk Nr. 3

 

Die Abstände unserer Kontrollen werden kürzer - so ganz trauen wir unseren Bienen nicht - sind sie doch in Schwarmstimmung!

Beute 1:

Heute finden wir auch hier Weiselzellen. Bis auf eine Weiselzelle brechen wir alle ab und entfernen sie. Das Rähmchen mit der einen Weiselzelle wandert in unsere neue Beute, in Beute Nr. 3. Außerdem wandern eine weitere Brutwabe, eine Futterwabe und eine Honigwabe in Beute Nr. 3. Die fehlenden Rähmchen werden durch neue ersetzt. Zusätzlich entnehmen wir Bienen und übersiedeln diese ebenso in Beute 3.

Beute 2: 

Auch hier finden wir wieder zwei Weiselzellen. Auch von dieser Beute wandert eine Weiselzelle in Beute Nr. 3 und die andere wird entsorgt. Außerdem wandern noch fünf weitere Brut- bzw. Futterwaben in Stock Nr. 3. Die fehlenden Rahmen werden wieder durch neue ersetzt.

Beute 3 - "Die Neue"

Wenn alles funktioniert sollten die "zwei Prinzessinen" (welche sich aus den zwei Weiselzellen entwickeln) in den nächsten Tagen schlüpfen. Eine, die Stärkere, wird sich durchsetzen und das neue Volk übernehmen. Sie wird ausfliegen, begattet retour kommen und anfangen Eier zu legen - so der Plan !

26.05.2022 - 4. Kontrolle

30. Mai 2022

Kontrolle & erste Honigernte

 

Nach einem sehr anstrengenden Tag schaffen wir es heute erst um 17:30 Uhr zu unseren Bienenstöcken. Wir sollten unbedingt heute noch schleudern. Vorgesehen war die Arbeit ja für Sonntag, doch da hat es leider den ganzen Tag geregnet.

Mit dem Auto geht es hinauf auf die Wiese zu den Beuten. Begonnen wird wieder mit Beute 1. Insgesamt können wir acht verdeckelte Honigwaben entnehmen und durch neue ersetzen. Aus Beute 2 können wir fünf verdeckelte Honigwaben entnehmen. 

Im Keller angekommen entdeckeln wir Wabe für Wabe. Anschließend werden die geöffneten Waben in der Schleuder eingespannt und dann geht es auch schon los. Langsam wird die Geschwindigkeit erhöht und der Honig aus der Wabe geschleudert. Nach dem ersten Schleudergang müssen die Rähmchen umgedreht und wieder eingespannt werden. Danach erfolgt der zweite Schleuderdurchgang und nach Beendigung werfen wir einen neugierigen Blick in die Tonne.

Wir sehen ziemlich viel Honig und freuen uns - unser erster eigener Honig!

 

Jetzt muss noch abgefüllt werden! 

Unter den Auslaufhahn kommt ein sauberer, Lebensmittel echter Kübel und darauf ein Doppelsieb. Dann geht's los. Wir drehen den Hahn auf und der Honig fließt durch die Siebe in den Kübel. Es ist so toll! Nach dem letzten Tropfen kommt der Kübel auf die Waage. Es wird spannend: 15,970 g Wahnsinn!!! - mit soviel haben wir nicht gerechnet und das war erst die erste Ernte. 

Nach dem Sauber machen ist Schluß für heute - wegräumen können wir morgen. 

Sehr müde, jedoch sehr zufrieden geht es in den Feierabend.

PS: 

Damit auch noch der letzte Rest unseres Honigs gewonnen wird, hing das Sieb über Nacht über einen weiteren leeren Kübel. Es kommen noch einmal 240 g dazu - insgesamt betrug unsere Ernte somit 16 kg und 210 g.

30.05.2022 - Honigernte

3. Juni 2022

4. Praxistag - Honigernte

Auch wenn der Kurs erst jetzt, fünf Tage nach der Ernte, stattfindet, fahre ich zu Mittag in die Imkerschule. Ich möchte natürlich wissen ob wir alles richtig gemacht haben.

 

In der Schule angekommen, sieht man schon von weitem die Bienen fliegen. Das Wetter ist heute sehr schön und warm. Vor dem Eingang stehen jede Menge Bienenstöcke. Gleich nach der Begrüßung wird ein Kunstschwarm erzeugt. Das heißt es kommt eine gezüchtete Biene in die Beute und ca. 3 kg Bienen. Ich kann euch sagen, es summt ganz schön.

Anschließend werden wir wieder in zwei Gruppen geteilt. Ich bin in der ersten Gruppe und bleibe in der Schule. Es geht in den Schleuder Raum. Die verschiedenen Arten des entdeckelns der Waben werden erklärt und anschließend wird geschleudert. In der Schule ist natürlich alles viel größer und automatisiert. Doch im Prinzip funktioniert es genauso zu Hause und das haben wir schon mal alles richtig gemacht.

Um 15:30 Uhr ist dann Gruppentausch. Wir fahren nach Grimmenstein zu den Bienenstöcken. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten um an die wertvollen Bienenwaben zu kommen. 

Die erste, welche auch wir zu Hause gewählt haben, ist die Wabe herauszunehmen und abzukehren. 

Die zweite wäre die Bienenflucht. Das System wird uns erklärt und gezeigt und

die dritte war ein bisschen spacig. Die Beute wird hochkant aufgestellt. Dann werden die Rähmchen/Waben durchgeblättert und kontrolliert ob sich auch Brut in den Waben befindet. Ist dies nicht der Fall kommt der Benzin-Laubbläser zum Einsatz und die Bienen werden aus den Waben/Rähmchen aus der Zarge geblasen – sieht ein bisschen wie bei Ghostbusters aus. Sehr spannend !

Die Stimmung ist gut, es gibt noch Geschichten zu den verschiedenen „Lausarten“ und der „Waldtracht“ und dann ist der Nachmittag auch schon wieder vorbei und mit vielen neuen Eindrücken geht es wieder nach Hause

03.05.20222 - 4. Praxistag

12. Juni 2022

Kontrolle- aufsetzen einer weiteren Zarge

Unsere Bienen sind sehr fleißig und die Honigwaben sind schon sehr voll. Wir haben uns dazu entschlossen, bei Beute eins und zwei eine weitere Zarge aufzusetzen. 

Bei Beute eins ging es relativ einfach. Wir stellten eine Zarge mit den ausgeschleuderten Waben der Honigernte einfach zwischen Zarge drei und vier. Hier haben wir jetzt fünf Zargen und ich bin gespannt ob diese noch voll wird.

Für Beute zwei haben wir auch eine Zarge mit leeren Waben vorbereitet. Da wir hier erst drei Zargen haben und in der dritten auch einige Brutwaben sind, mussten wir ein bisschen anders vorgehen.

Die gut gefüllten Honigwaben haben wir aus der dritten Zarge herausgenommen und in die neue, vierte Zarge gehängt. Die fehlenden Waben in Zarge Nr. 3 wurden durch leere Waben ersetzt. Leere Waben werden immer in die Mitte gesetzt. D.h. die Brutwaben sind an den Rand gewandert und die leeren, neuen in die Mitte. Dann wurde die vierte Zarge mit den Honigwaben und den neuen Rähmchen auf die dritte Zarge drauf gestellt.