Image by Marina Yalanska

Die Ringelblume

Ringelblumen sind typische „Bauerngartenpflanzen“. 

Mit ihren gelb/orangen Blüten verbreiten sie nicht nur gute Stimmung, sondern sie sind auch gesund, nützlich und sehr pflegeleicht. 

„Büschelschön“ liebt einen sonnigen Platz mit einem lockeren, (mäßig) nährstoffreichen Boden.

Mit ihrer bis zu 20 cm langen Pfahlwurzel lockert sie die Erde, bindet so Restnährstoffe und sorgt für eine Bodenverbesserung.

Lass die abgestorbenen Pflanzenteile einfach auf dem Beet als Mulchschicht liegen. So profitiert dein Beet von den zusätzlichen Nährstoffen.

Aus der Pflanze lässt sich auch eine stärkende Jauche herstellen. 

Eine lange Blütezeit kann erreicht werden, wenn verblühte Blüten abgezupft werden. Im Herbst lasse ich die Blüten stehen. So kann die Pflanze Samen bilden. Diese sammle ich und hebe sie für das nächste Jahr auf bzw. sät die Pflanze sich selbst aus. Da der Samen ein sogenannter Lichtkeimer ist braucht er viel Licht um zu keimen. Das heißt, du brauchst den Samen nicht mit viel Erde bedecken – einfach liegen lassen. Auch Ameisen tragen den Samen durch den ganzen Garten. Calendula lässt sich auch sehr gut im Balkonkasten oder Topf kultivieren.

 

Auch Insekten lieben die fröhliche Ringelblume.

Honig- und Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge freuen sich über das Nahrungsangebot und die Schwebe- und Florfliegen gehen eine Symbiose mit der Pflanze ein. Erwachsene Fliegen genießen den Pollen und Nektar und dafür vertilgen ihre  Larven sehr gerne die Blattläuse von den Blättern. Schnecken, Drahtwürmer und Nematoden wehrt die Pflanze ab.

 

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Lavendel

Die violetten strahlenden Blüten und der intensive Duft vermitteln uns ein mediterranes und sommerliches Gefühl. Wir finden die Pflanze fast in jedem Garten und in vielen Parks. Auch Bienen, Hummeln und einige Schmetterlingsarten lieben Lavendel und fliegen von Blüte zu Blüte um Nahrung zu sammeln.

 

Der Name der Pflanze leitet sich vom lateinischen Wort „Lavare“ = „waschen“ ab und der Halbstrauch gehört zur Familie der Lippenblütler.

 

Die Duftpflanzen stehen gerne in der Sonne und bevorzugen einen trockenen und gut durchlässigen Boden. Es sollte sich keine Staunässe einstellen. Lavendel liebt es karg und daher vermische ich die Erde immer mit etwas Sand bzw. gebe ich erst ein paar Steine (Rund Kies)  ins Pflanzloch bzw. in den Topf – eine Art Drainage.

 

Charakteristisch sind seine nadelartigen, graugrünen Blätter und die violetten Blüten. Die Pflanzen können bis zu 60/80 cm hoch werden. Er blüht in der Regel von Juli bis August. Das Schöne am Lavendel ist, dass er das ganze Jahr über grün bleibt. So ist er auch nach dem Entfernen der Blüten noch dekorativ und verströmt einen leichten Lavendelduft. 

Damit die Pflanze eine schöne Form bekommt und gut wächst, muss sie regelmäßig geschnitten werden. Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr. Bei uns liegt im März ja oft noch Schnee, doch sobald dieser weg ist schneide ich zwei Drittel der Pflanze ab. Ebenso werden verholzte Pflanzenteile entfernt. Wichtig ist, dass er geschnitten wird bevor der Strauch noch ausgetrieben hat. 

Der zweite Schnitt erfolgt dann im Sommer. Ich schneide die langen Blütenstiele während der Lavendel blüht – kurz bevor er verblüht. Da richte ich mich auch wieder nach der 1/3 - 2/3 Regel. Das untere Drittel mit den jungen Trieben und den grünen Blättern lasse ich stehen, die oberen 2/3 werden geschnitten. Oft blüht der Lavendel anschließend noch einmal. Um Frostschäden zu vermeiden lasse ich alles was jetzt noch wächst über den Winter stehen und schneide erst im nächsten Frühjahr wieder. Einzig die verwelkten Blütenstiele entferne ich im Herbst.

Der echte Lavendel ist nur bedingt (bis ca. – 15°) winterhart. Da es bei uns wirklich kalt werden kann bekommt mein Beet-Lavendel Schutz durch ein paar Reisig Zweige und die Topfpflanzen wandern auf den Balkon und finden Platz und Schutz in einem Frostzelt. 

 

Vermehren kannst du deinen Lavendel ganz einfach. Blütenlose Triebe werden etwa 10 cm groß abgeschnitten. Dann streifst du im unteren Bereich die Blätter ab und steckst die Stecklinge bis zum ersten Blatt in die Erde. Buschiger wird die Pflanze, wenn du drei bis fünf Stecklinge gemeinsam einsetzt.

 

Einige Lavendel Sorten

 

Echter Lavendel – Lavandula angustifolia

Liebt trockene, leicht kalkhaltige Böden und braucht viel Sonne, mehrjährig, bedingt winterhart (bis -15°). Neben den klassisch lavendelblauen gibt es auch Sorten mit rosa, blauen oder weißen Blüten

Provence Lavendel – Lavandula x intermedia

Hier handelt es sich um eine Kreuzung von verschiedenen Lavendelarten. Er kommt vor allem in Südfrankreich vor, ist sehr wärmeliebend und braucht einen guten Winterschutz. Verwendet wird er wie der echte Lavendel. 

Speik Lavendel  - Lavandula latifolia

Ein Strauch welcher bis zu 100 Zentimeter hoch werden kann. Er kann gut überwintert werden (Winterschutz empfohlen) und riecht sehr stark. Es ist der Lavendel mit der höchsten Ölausbeute.

 

Schopf-Lavendel – Lavandula stoechas  

Umgangssprachlich kenne ich ihn unter Schmetterlingslavendel.

Auffällig sind seine rundlichen Blütenstände, auf diesen öffnen sich kleine lila/rosa oder weiße Blüten, welche wie ein Haarschopf aus der Mitte herausragen. 

Schopflavendel lässt sich gut im Kübel ziehen. Du solltest ihn jedoch aus seinem engen, gekauften Topf befreien und in einen Topf mit einer Dränageschicht setzen. Denn zu viel Wasser mag er gar nicht. Auch verträgt er keinen Kalk – daher immer mit gut abgestandenem Wasser gießen. Anfangs ist er etwas Blühfaul. Darum nicht gleich aufgeben und etwas abwarten. Die Triebe nach der Blüte schneiden, dann blüht er gerne ein zweites Mal. Leider ist er nicht frosthart und so ist er eher eine Kübel- als eine Beetpflanze. Mit gefällt er nicht nur optisch, ich finde er riecht auch nach Zimt und Kampfer. 

Lavendel