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Wilde Malve

Malva sylvestris

Familie Malvengewächse

Bei mir im Bauerngarten und auch am Balkon blüht schon seit Wochen die wilde Malve. Sie gehört zur Familie der Malvengewächse

Die mehrjährige bis zu 120 cm hohe Pflanze liebt sonnige, trockene Standorte. Ihre ca. 6 cm langen, lappigen, dunkelgrünen Blätter stehen wechselständig am Stängel und sind, so wie der Stängel auch, behaart.


Die Malve blüht von Anfang Juni bis in den Oktober hinein. Ihre Blütenköpfe sitzen in den Achseln der Blätter. Sie kann rosa, blau oder violett blühen, hat fünf Kronblätter und Kelchblätter sowie drei Hüllblätter. Die Kronblätter sind eingekerbt und haben Längsstreifen an der Oberfläche.

Ihre ca. 10 mm langen nierenförmigen Spaltfrüchte sehen aus wie kleine Käselaibe und deshalb ist sie auch als „Käsepappel“ bekannt. In einer Frucht sind bis zu 12 dunkelbraune Samen (Nüsschen) enthalten.


Die Blätter und auch die Blüten haben jede Menge Schleim- und Gerbstoffe, welche eine entzündungshemmende, antibakterielle, wundheilende und vor allem reizmildernde Wirkung haben. Für heilkundliche Anwendungen werden die Blüten und Blätter verwendet. Diese verwende ich gerne in meinen Teemischungen bei trockenem Husten und Halsschmerzen. Bei Entzündungen im Mundraum kannst du mit einem Kaltwasserauszug aus Malvenblüten spülen. Ein Teeaufguss oder eine Tinktur können bei Insektenstichen oder Nagelbettentzündungen eingesetzt werden.

In der Küche verwende ich vor allem die schönen Blüten zur Dekoration und sehr gerne für Blütensalz oder -zucker. Es können jedoch auch die jungen Blätter in den Tee, in die Suppe oder in Saucen gegeben werden.

Malven Tee

Wenn ihr euch einen Malventee zubereitet, ist es wichtig diesen im Kaltauszug zuzubereiten, denn heißes Wasser würde die wertvollen Schleimstoffe zerstören.

Ich übergieße einen Esslöffel Malvenblüten mit 250 ml kaltem Wasser. Dann decke ich die Tasse ab und lasse alles einige Stunden, noch besser über Nacht, ziehen. Danach abseihen und den Tee ein bisschen erwärmen (Handwarm) und mit einem Teelöffel Honig süßen.

Für unsere Bienen und auch Hummeln oder Wildbienen ist die Malve eine gute Nektar-Tracht. Vor allem die Malven-Langhornbiene ist auf den Pollen als Ernährungsgrundlage angewiesen.

Sehr ähnlich und auch wild wachsen ist die Wegmalve (Malva neglecta). Sie ist wesentlich kleiner und blüht weiß bis schwachrosa

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