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  • Autorenbild Natureintopf

wärmender Gewürztee in der kalten Jahreszeit


Gewürztee

In den letzten Tagen ist es sehr kalt geworden und was gibt es angenehmeres als sich eingekuschelt auf der Couch und einer heiße Tasse Tee aufzuwärmen.

Ein Gewürz- oder Chai-Tee heizt uns in der kalten Jahreszeit so richtig ein. Er ist wunderbar aromatisch, wärmend und stärkt unser Immunsystem. Mein erster Gewürztee war eine „Yogi-Tee“ Mischung. Diese bunten Teekartons sind euch sicher schon einmal im Regal aufgefallen.

Auch bin ich ein großer Fan von Chai oder Chai-latte. Was genau ist nun der Unterschied zwischen Yogi Tee und Chai?


Yogi-Tee ist eigentlich kein Tee, da er keine Teeblätter enthält, sondern ein koffeinfreies Heißgetränk aus exotischen Gewürzen.

Erfinder des Yogi-Tees ist der Inder „Yogi Bhajan“ der sehr oft nach seinem Yoga-Unterricht ein Getränk nach der ayurvedischen Lehre bestehend aus Nelken, Zimt, Kardamom, Ingwer und Pfeffer servierte welches zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit verhilft.


Chai-Tea ist ein Schwarztee mit exotischen Gewürzen und enthält je nach verwendeter Schwarzteeart etwas Koffein.

Außerdem wird er meist mit Milch und gesüßt getrunken. Dadurch werden die scharfen Gewürze etwas milder.

Beim Chai-latte wird die Gewürzteemischung meist pulverisiert und mit Milch anstelle des Wasser aufgekocht und ebenfalls gesüßt.

 

Ich möchte euch nun die im Yogi-Tee oder auch die im Chai-Tea enthaltenen Gewürze etwas genauer vorstellen. Das heißt jedoch nicht, dass ihr nicht selbst kreativ werden könnt und in die große Welt der Gewürze eintauchen dürft. Erlaubt ist was schmeckt und gut tut!


Fangen wir mit dem ZIMT an


Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt und ist eine Kostbarkeit. Wenn ich den süßlich-warmen Geruch von Zimt rieche erinnert mich das an Weihnachten und es breitet sich ein angenehmes, warmes Gefühl aus.


Doch Zimt ist nicht gleich Zimt. Man unterscheidet zwischen Ceylon-Zimt und Cassia Zimt.


Ich achte darauf, dass ich Ceylon Zimt verwende. Dieser „echte Zimt“ kommt aus Sri Lanka und wird ganz dünn aus der Innenrinde des Zimtbaumes - Cinnamomum Verum hergestellt. Dadurch hat er ein sehr feines, süßes Aroma und gilt als dezentere und auch edlere Zimtsorte. Außerdem enthält er viel weniger Cumarin als Cassia Zimt.

PS: Mehr über Zimt kannst du im Kräuter- "ups" Gewürzporträt nachlesen



weiter geht es mit der GEWÜRZNELKE


Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes (Syzygium aromaticum). Der aus Indonesien stammende Baum kann über 10 Meter hoch werden. Er hat eiförmige, grüne, ledrige Blätter mit Öl Drüsen. Die Blütenrispe besteht aus vielen kleinen roten Blüten. Um Gewürznelken zu ernten müssen jedoch die Knospen vor der Blüte geerntet und getrocknet werden.

Sie sind sehr scharf im Geschmack und weltweit in der Küche beliebt. Sie werden vor allem zum Verfeinern von Speisen verwendet, in der Weihnachtsbäckerei oder für einen Glühwein.


In der Volksheilkunde gelten sie als antibakteriell, schmerzstillend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend. In der Pflanzenheilkunde werden sie vor allem bei Zahnschmerzen verwendet. Die ganze Nelke etwas ankauen und einfach auf bzw. neben den Zahn auflegen. Wem die Nelke zu aromatisch ist kann auch einen Tropfen des ätherischen Nelken Öl‘s vorsichtig direkt auf das Zahnfleisch reiben. Sowohl die frischen Nelken als auch das ätherische Öl enthalten Eugenol welches antiseptische Eigenschaften hat. Nelke hat eine Nerven schützende Wirkung.


Doch Vorsicht einige Menschen reagieren allergisch auf das Gewürz.



dann gehört natürlich der INGWER dazu


Eine Verwendung der Knolle als Heilpflanze lässt sich bis ins alte China zurück verfolgen.

Ihre Kraft und ihre heilenden Eigenschaften wirken positiv auf unser Immunsystem, bei Erkältungen und bei Übelkeit.


Durch ihre fruchtige Schärfe wird sie als wichtige Zutat auch in der Küche sehr geschätzt. Getrockneter Ingwer ist drei Mal schärfer als frischer Ingwer. Neben den Scharfstoffen enthält die Knolle noch ätherische Öle, Vitamin C und div. Mineralstoffe wie Eisen, Calcium, Magnesium oder Kalium.

Vom Ingwer verwendet wird der Wurzelstock – das sogenannte Rhizom. Ingwer kann gerieben, pulverisiert, roh, gebraten, gedämpft, entsaftet, kandiert oder auch als Tee aufgegossen, werden.


Die Pflanze kann bis zu 1m hoch werden, hat 20 cm lange, schmale, lanzenförmige Laubblätter und sieht dem Bambus sehr ähnlich. Aus den Trieben wachsen zapfenartige rosarote, angenehm duftende Blüten.


Studien haben gezeigt, dass frischer Saft schon nach einer halben Stunde nachweisbar einer Erkältung entgegenwirkt. Seine schweißtreibende, schleimlösende und wärmende Wirkung unterstützt uns bei einer Verkühlung und bei grippalen Infekten.

Ingwer hilft gut gegen Reiseübelkeit oder Seekrankheit - seine entspannende Wirkung löst Verkrampfungen und mobilisiert unsere Verdauungssäfte.

Seine antioxidative Wirkung stärkt unser Gehirn und schütz unsere Nervenzellen.


Unerwünschte Nebenwirkungen

Aufgrund seiner Scharfstoffe kann es zu Magen- und Verdauungsbeschwerden, Durchfall und Reizungen der Mundschleimhaut kommen. Während der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden.



dazu kommt noch eins meiner Lieblingsgewürze - der KARDAMOM


Ich verwende Kardamom super gerne - er gehört zu meinen Lieblingsgewürzen.


Der in Indien heimische Kardamom ist eine mehrjährige Pflanze, welche bis zu 5 m hoch werden kann. Aus dem knorrigen Wurzelstock wachsen bis zu 40 cm lange, lanzettliche Blätter mit einem glatten Rand. Wenn man die Blätter berührt duften sie ganz typisch nach Kardamom. Verwendbar sind diese jedoch nicht. Die Pflanze blüht bräunlich-rosa/bräunlich-weiß. Die rotbraunen, kleinen Samen stecken in grünlichen Kapseln. Kurz vor der Reife, bevor die Kapsel aufplatzt, müssen sie geerntet und anschließend getrocknet werden.


Da das ätherische Öl in gemahlenem Kardamom schnell verraucht, sollten immer die grünlichen Kapseln oder die ganzen Samen gekauft und erst kurz vor der Verwendung gemörsert bzw. gemahlen werden. Er hat ein leicht scharfes Aroma mit einem blumigen, zitrusartigem Geschmack.


In der Erfahrungsmedizin wird der Samen aufgrund seines ätherischen Öls verwendet. Er ist entzündungshemmend, krampflösend, gut bei der Fettverdauung und gut fürs Verdauungssystem.

Wenn man etwas Kardamom zum Kaffee dazu gibt, ist er etwas besser bekömmlich.



abgerundet wird mit "Piper Nigrum" dem echten PFEFFER vom Pfefferstrauch


Bei der Pfefferpflanze des echten Pfeffers handelt es sich um eine Kletterpflanze. Die Pflanze rankt sich bis in die Baumkronen hoch. Je nach Erntezeitpunkt kann man schwarze, weiße oder grüne Pfefferkörner herstellen. Je länger die Beeren am Pfefferstrauch reifen, umso schärfer werden sie.


Pfeffer wir vor allem aufgrund seines würzigen Aromas und seiner angenehmen Schärfe sehr gerne in der Küche eingesetzt. Für die feine Schärfe ist der Wirkstoff Piperin verantwortlich, auf den unser Körper mit einer besseren Blutversorgung reagiert. Die Verdauungssäfte werden angekurbelt, die Fettverbrennung begünstigt und die Verfügbarkeit von Nährstoffen gefördert.

Seine wärmende und schleimlösende Wirkung auf den Körper lindert auch Erkältungen. Ein paar Pfefferkörner im Tee mit Honig oder in der Suppe mildern Husten oder Halsschmerzen.






Quellverzeichnis:

Irene Dalichow - Die Gewürzapotheke

Sebastian Pole - Die Kunst Tee zu mischen

PharmaWiki - Kardamom, Zimt, Pfeffer, Gewürznelken (29.11.2023, 01.12.2023)

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