Durch unsere Hühner haben wir jetzt auch jede Menge Hühnermist und der ist ja bekanntlich sehr wertvoll. Hühnermist enthält Stickstoff, Kalium, Kalzium und einen hohen Anteil Phosphat und er ist reich an Nährstoffen. 

 

Im Unterschied zu jeder anderen Art von Mist muss Hühnerdung aufbereitet und kompostiert werden. Denn frischer Hühnerdung ist sehr scharf und würde die Pflanzen verbrennen.

 

Eine Möglichkeit der Kompostierung ist, den Mist, der beim Stallausmisten entsteht, inklusive der Streu, auf den Kompost zum Pflanzenmaterial zu werfen. Die Mischung gründlich wässern und regelmäßig wenden. So wird er gut belüftet und der Kompost erreicht die richtige Temperatur um Pflanzenmaterial abzubauen. Nach ca. 9 Monaten bis zu einem Jahr ist alles kompostiert und einsetzbar. 

 

Eine weitere Möglichkeit ist, einen geschlossenen Behälter zu verwenden und Jauche herzustellen. Wenn etwa ein Drittel des Behälters voll ist wird dieser mit Wasser aufgegossen, verschlossen und an einen warmen, schattigen Platz gestellt. Ab und zu umrühren und gleich wieder den Deckel draufgeben – Achtung: es stinkt fast noch schlimmer als Brennnesseljauche. Fertig ist die Jauche in ca. 2-3 Wochen. Du kannst es erkennen, wenn die Farbe der Flüssigkeit dunkelbraun und klar ist. 

Abseihen und in verschlossenen Glasflaschen aufbewahren. Wenn die Jauche zum Einsatz kommt muss sie unbedingt verdünnt werden. In der Regel 1:20. 

 

Ich habe mich für die Jauche entschieden. Zurzeit sammeln wir die Hühnerhäufchen in einem Kübel. Mal sehen wie lange wir brauchen. Ich gebe euch Bescheid, wenn unsere Jauche fertig und in Verwendung ist.

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Huhn

Das deutsche Lachshuhn hat französische Ahnen

Unsere deutschen Lachshühner stammen ursprünglich von den französischen Masthühnern Faverolles ab. Deutsche Züchter züchteten aus der französischen Rasse ein Legehuhn, welches auch im Winter Eier legt. Sie gelten als anspruchslos, gutmütig, zutraulich und sind dadurch vor allem für Anfänger - also auch für uns - ideal. Unsere Hühner sind sehr locker, gemütlich und haben einen liebevollen Charakter. Sie genießen ihren Auslauf auf der Wiese und gackern entspannt vor sich hin. Da Lachshühner nicht viel fliegen ist die Gefahr, dass sie über den Geflügelzaun entkommen relativ gering.

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Im Vergleich zu anderen Hühnern ist der Backenbart, die befiederten Außenzehen und die fünf, anstelle der üblichen vier Zehen besonders auffällig und typisch. Unsere Hühner haben eine weiße Brust und einen weißen Bauch und sind vom Rücken über die Flügel bis zum Bürzel lachsfarben und sehr flauschig. Betrachtet man sie von hinten, sieht es aus als hätten sie ein Rüschenhöschen an.

Da unsere Hennen noch jung sind ist der Kamm und der Bart noch nicht ganz ausgebildet. Auch legen sie noch keine Eier. Lt. Berichten legen sie im Jahr so um die 160 hellbraune Eier. Für uns ist es nicht wichtig ob und wie viele Eier sie legen, wir freuen uns einfach, dass wir drei wuschelige Wiesenmitbewohner haben.

 

Jedem Huhn sein Kraut

 
Löwenzahn

Löwenzahn

Der gelbe Löwenzahn

Durch seine Bitterstoffe regt er die Verdauung an und unterstützt die Leber. Zu seinen Inhaltsstoffen gehören Eisen, Zink, Kalium und jede Menge Vitamine (A, B, C, D).  Das enthaltene Carotinoid in der Blüte sorgt für sattgelbe Eidotter. 

Skizziert Red Kamera

Giersch

Essen statt bekämpfen

Der Giersch ist ja auch so eine Sache. Er ist so ein wertvolles Heilkraut, manchmal jedoch im Beet nicht zu bremsen und daher bei dem ein oder anderen auch nicht sooo beliebt. Wertvoll ist er allemal – auch für unsere Hühner.

Er enthält sehr viel Vitamin C, Kalium, Eisen und Karotin. Bei Darm-beschwerden deiner Hühner kannst du ihn begleitend anwenden.

Schafgarbe

Schafgarbe

Verdauungs-Allrounder

Und dann gibt es natürlich noch die Schafgarbe. – der Verdauungs-Allrounder.

Auch eines meiner Lieblingswildkräuter. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe schätze ich sehr.  Bei den Hühnern sieht es etwas anders aus. Denn Schafgarbe schmeckt so bitter, dass sie bei Hühnern nicht so gut ankommt.  Daher müssen wir ein bisschen tricksen und sie unters Futter mischen. Gefüttert werden kann das ganze Kraut und die Blüten, frisch oder getrocknet, am einfachsten klein geschnitten.  

Schafgarbe ist reich an Viraminen, Mineralstoffen und Bitterstoffen.

Doch genau diese Bitterstoffe machen das Kraut so wertvoll. Sie fördern die Verdauung und regen den Appetit an, die zusammenziehenden Eigenschaften lindern Durchfall und helfen so deinen Hühnern.

Schafgarbentee unterstützt unsere Hühner bei leichtem Schnupfen. 

Einen EL Kraut und Blüten (frisch oder getrocknet) mit 500 ml heißem Wasser übergießen. Nach 10 Minuten abseihen. Den Tee zum Trinkwasser mischen.

Spitzwegerich

Spitzwegerich

Leckerli Spitzwegerich

Ein Stückchen weiter wächst Spitzwegerich. Vor allem zu seiner Blütezeit ein richtiges Leckerli. Ganz leicht an seinen schmalen Blättern, welche fünf bis sieben Rippen an der Blattunterseite haben, zu erkennen. Die weiß-braunen Blüten sitzen an einem schmalen, blattlosen, kantigen Stängel. 

 

Wir kennen den Spitzwegerich ja vor allem als Lungenheilpflanze bei Husten- und Bronchitis. Doch bei Hühnern sind es vor allem die enthaltenen Bitterstoffe, welche super zur Behandlung  bzw. Vorbeugung von Würmern  und Parasiten helfen. Außerdem wirkt er entzündungshemmend und zusammen-ziehend.

Vogelmiere

Vogelmiere

der Volksname spricht für sich

Auf fast jeder Wiese findet man auch Vogelmiere. Früher wurde diese passender Weise auch "Hühnerdarm" oder "Hühnerabbiss" genannt. Hühner lieben Vogelmiere. Saftig grüne Blätter und strahlend weiße kleine sternförmige Blüten. Eine geringe Menge der Pflanze deckt nicht nur für uns Menschen den Tagesbedarf an Vitamin C, Eisen, Kalium und Magnesium, sondern auch für unsere Hühner.

Kamille

Kamille

für Entspannte Hühner

Die Kamille wächst zwar nicht auf der Wiese jedoch im Bauerngarten und da sie auch so ein Allround-Kraut ist muss ich sie euch natürlich auch aus „Hennen-Sicht“ vorstellen.

Sie wirkt entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell und antiviral. 

Kamille stärkt die Abwehrkräfte und hat beruhigende Eigenschaften und daher ist sie für mich eines dieser Kräuter welche immer wieder ins Lege Nest kommt, da sie für eine gelockerte Stimmung im „Hühnerstall“ sorgt und auch die Hennen beim Legen entspannt. 

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Brennnessel

die wertvolle Brennnessel

Eines meiner Lieblingskräuter ist ja bekanntlich die Brennnessel. Sie ist nicht nur für uns Menschen und unser Gemüse bzw. unsere Pflanzen sehr wertvoll, sondern auch für unsere Hühner.

Brennnesseln haben sehr viel Eisen, Magnesium, Kalium, Kalzium und  sie sind reich an Vitamin C, K und B12. Diese Vitamine sind gut für die Kalzium- und Eiweißverwertung im Futter. Durch ihren hohen Anteil an Proteinen sind sie ein guter pflanzlicher Eiweißlieferant.

Unters Futter gemischt verbessert Sie die Qualität der Eier und sorgt für eine kräftige Dotterfarbe. Die Legetätigkeit kann durch Brennnesselsamen (sowie auch durch Petersiliensamen) angeregt werden. 

Manchen Hühnerrassen sind frische Brennnesseln einfach zu scharf, dann schneidet diese klein und mischt sie unter anderes „Grünzeug“. Ein besonderer Hühnersnack ist auch klein geschnittene Brennnessel (oder getrocknete) mit Topfen vermischt. Für die kalte Jahreszeit habe ich Brennnessel getrocknet und mir - so wie auch für uns - einen Vorrat angelegt.

Sauerampfer

Sauerampfer

nebenan wächst Sauerampfer

Er ist eine gute Eisenquelle – allerdings mögen ihn unsere Hühner nicht so gerne.

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Kräuter&Blüten

Hühnerkräuter

Die Liste wird laufend aktualisiert und erweitert.