Als ich letztens ein Rezept recherchiert habe, fand ich, passend zum Thema Suppe, diese nette Geschichte:

"Die Steinsuppe"

Während des Krieges kam ein hungriger Soldat in ein Bergdorf. An jeder Tür klopfte er an und bat um etwas zu essen. Niemand wollte ihm etwas geben, weil alle selbst unter großer Armut litten.

Da ging der Soldat zum Dorfplatz und machte ein Feuer. Er lieh sich von einer ihm freundlich gesinnten Familie einen großen Kessel, füllte diesen mit Wasser und stellte ihn auf die Feuerstelle.

Langsam versammelten sich neugierige Dorfbewohner auf dem Platz und beobachteten der Soldat mit misstrauischen Augen.

Sie sahen, wie der Soldat einen Stein aus seiner Hosentasche nahm und genüsslich daran roch. Schließlich begann das Wasser im Kessel zu kochen und er gab den Stein vorsichtig in das kochende Wasser.

Er rührte bedächtig den Kesselinhalt und kostete mit einem Löffel. Dann drehte er sich zu der erstaunten Menge hin:

„Ich koche eine herrliche Steinsuppe. Noch fehlt etwas Salz! Hat vielleicht einer von euch etwas Salz übrig?“

Eine Frau kam nach wenigen Minuten und reichte dem Soldaten eine Schale Salz. Dieser streute das Salz in die Steinsuppe und kostete wieder. Mit einem Lächeln ließ er die Menschen wissen:

„Schmeckt schon sehr gut! Noch einen feineren Geschmack würde die Steinsuppe mit einer Karotte bekommen.“

Schon nach kurzer Zeit brachte ihm ein Mann eine Karotte. Der hungrige Soldat gab auch diese in die Steinsuppe.

So fuhr er fort, bis er auf diese Weise Kräuter, ein Stück Fleisch und andere Zutaten von den Dorfbewohnern bekommen hatte.

Zum Schluss verteilte er die warme Suppe an die Dorfbewohner.

Verfasser unbekannt

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April 2021

"Neunkräuter-Suppe

"Ach du grüne Neune"

neun Kräuter - Vitamine & Lebensenergie

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September 2019

Mein Suppenpaste (Würze)

Liebstöckl, Karotten, gelbe Rüben, Petersilie und jede Menge gesundes Suppengemüse

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Oktober 2020

getrocknetes Suppengemüse

Als Beilage oder zum Würzen von Suppen, Eintöpfen oder auch Marinaden

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Bärlauchsuppe

März 2020

Bärlauchsuppe

Mit dem Bärlauch gesund in den Frühling starten. 

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Meine Suppenpaste

Das Liebstöckel - auch bekannt unter den Namen "Maggi-Kraut" oder "Selleriekraut" zählt heutzutage nicht wirklich zu den "Heilkräutern". Es ist eins der wichtigsten Kräuter in der Küche und hat einen unverkennbaren Geruch und ein großartiges, jedoch intensives Aroma.

In der Volksheilkunde hatte es sich jedoch bei Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten bewährt. Es wirkt entzündungshemmend und harntreibend (Vorsicht für Patienten mit Nierenkrankheiten und auch Schwangere sollten nicht zu viel konsumieren).

Heuer erntete ich so viel Liebstöckel, Petersilie und auch Karotten, Zeller usw., dass ich überlegt habe wie ich es, außer trocknen und einfrieren, noch verwenden könnte. Da hat mich mein Sohn, der ja Küchenchef ist, auf die Idee gebracht eine Suppenwürze daraus zu machen, diese wird mit Salz haltbar gemacht und kann z.B. anstelle eines Suppenwürfels verwendet werden. Sie eignet sich auch zum Würzen oder Verfeinern bei z.B. Gemüsegerichten

Du brauchst dafür ca. ein Kilogramm verschiedenstes, rohes Gemüse, ich habe nur sognanntes "Suppengemüse" verwendet, wie: Zwiebel, Lauch, Karotten, gelbe Rüben, Sellerie, Knoblauch, Petersilie und etwas frischen Majoran, Bohnenkraut und Liebstöckel.  Es spricht jedoch auch nichts gegen Paprika, Zucchini oder Paradeiser.

Das Gemüse gut waschen, falls notwendig schälen und wirklich darauf achten, dass keine schadhaften Stellen dabei sind, grob schneiden und anschließend in einer Küchenmaschine zu einem feinen Brei pürieren. Anschließend kommen 200 g Salz und ca. 1 EL Olivenöl dazu. Nochmals gut durchmixen/pürieren und in ausgekochte Gläser füllen, verschließen und kühl aufbewahren.

Durch den hohen Salzanteil sollte das Gemüse in den Gläser gut haltbar sein. Ich habe jetzt schon ein kleines Glas verbraucht und bin begeistert. Durch die rohe Verarbeitung bleiben die Vitamine erhalten und es ist ein ganz natürliches Würzmittel.

Vorsicht beim ersten Mal würzen - sehr salzig!

Nochmals das Rezept:

1 kg rohes Gemüse (Karotten, Zwiebel, Lauch, Sellerie usw. – keine Erdäpfel die werden braun u. ungenießbar)

200 g Salz

1 EL Öl (ich habe Olivenöl verwendet)

 

TIPP: Du kannst die Masse auch in Eiswürfelbehälter streichen, einfrieren und portionieren.

 
Suppengemüse
Suppengemüse

waschen & schneiden

Suppengemüse
Suppengemüse

in der Küchenmaschine zerkleinern

Suppengemüse
Suppengemüse

klein geschnitten

Salz & Kräuter
Salz & Kräuter

dazugeben

Öl dazugeben
Öl dazugeben
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Suppengemüse trocknen

Jetzt ist die Zeit, um für den Winter vorzusorgen und die Vorratsschränke zu füllen. Bei uns ist im Winter Suppenzeit! Wir essen sehr gerne Suppe in der kalten Jahreszeit. Ob einen guten Suppentopf mit Rindfleisch und Nudeln als Hauptspeise oder einfach eine leckere Frittatensuppe als Vorspeise.

Neben dem Suppensalz (hier gehts zum Rezept)  verwende ich auch sehr gerne getrocknetes Suppengemüse. Es eignet sich alles an Gemüse, welches in meine Suppe soll. Heute hatte ich noch Karotten, gelbe Rüben, einen Zeller, Petersilienwurzel und Blätter, Liebstöckel, Lauch und Zwiebel. Auch heute komme ich wieder auf ca. 1 kg Gemüse plus Petersilienblätter und Liebstöckel. Auch 3 Knoblauchzehen fanden den Weg in meine Gemüsemischung.

Da ich die Schale mitverwende wasche ich das Gemüse sehr gut. Wenn notwendig reinige ich es mit der Gemüsebürste. Petersilienblätter und Liebstöckel schneide ich mit der Hand sehr fein. Von den Karotten, gelben Rüben und der Wurzen entferne ich das Grün und schneide das Gemüse grob. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und schneiden. Dann kommt alles in die Küchenmaschine und wird etwas zerkleinert. Jedoch soll diesmal keine Paste entstehen, sondern mittelfeine Stückchen. Diese gehen in der heißen Suppe wieder etwas auf und ergeben eine gute Suppeneinlage.

Ich habe zu meinem geschnittenen Gemüse auch gleich etwas Salz (ca. 60 g) gegeben. Das muss jedoch nicht sein. Das bleibt dir überlassen.

Alles gut vermischen und dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Im vorgeheizten Backrohr, bei 70-80°C und leicht geöffneter Ofentür (Kochlöffel dazwischen) ca. 5 Stunden trocknen.

Die gut getrocknete Suppenwürze in sterile Gläser füllen und gut verschlossen an einem kühlen und dunklen Ort lagern.

TIPP: Möchtest du ein ganz feines Suppenpulver kannst du das getrocknete Gemüse noch in einer alten Kaffeemühle fein reiben.

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"Ach du grüne Neune"

Schon unsere Vorfahren nutzten die Kraft der ersten Kräuter nach einem langen Winter. Oft liegt noch etwas Schnee, kämpfen sich trotzdem die ersten Kräuter und Blumen aus dem Boden. Nach der langen Winterzeit freuen wir uns wieder auf etwas Frisches und wollen unserem Körper Gutes tun. Wir stärken unsere Abwehrkräfte und beugen der Frühjahrsmüdigkeit vor.  Traditionell verkörpert die „Neunkräuter Suppe" den Frühlingsanfang. Diese Suppe besteht aus neun Kräutern und ist eines der ältesten Gerichte. Ihre symbolische Heilkraft liegt in der Farbe Grün und der Zahl neun.

Die traditionellen neun Kräuter sind: Giersch, Gundelrebe, Brennnessel, Spitzwegerich, Löwenzahnblättern, Sauerampfer, Taubnessel, Vogelmiere, Gänseblümchen oder Wiesenschaumkraut.

 

Das brauchst du für 4 Personen:

1 EL ÖL oder Butterschmalz

1,5 l Gemüse- oder klare Suppe

2 Zwiebeln

2-3 Erdäpfel

Kräutersalz & Pfeffer

1/2 TL Kümmel

Neunkräutermischung - pro Kraut eine Handvoll

Blüten zur Dekoration

optional Obers oder Rahm

 

So geht's

Zuerst pflücke an einem schönen Tag deine neun Kräuter - je eine Handvoll. Egal ob du dich an die traditionellen Kräuter hältst, oder die nimmst die bei dir wachsen und die du kennst!

Zu Hause angekommen lass die Kräuter kurz stehen damit eventuell kleine Tierchen die Flucht ergreifen können.

​Jetzt nimmst du einen Topf und röstest die kleingeschnittene Zwiebel im Öl oder Butterschmalz kurz an. Anschließend wird mit der Suppe aufgegossen und die klein gewürfelten Erdäpfel und der Kümmel hinzugefügt. Sobald die Erdäpfel weich sind die gehackten Kräuter dazugeben und nur kurz (3-5 Minuten) leicht mitköcheln. Die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren und mit Salz u. Pfeffer abschmecken. (Optional mit Obers oder Rahm).

Lasst euch die Suppe gut schmecken - MAHLZEIT

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