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EBERESCHE - Sorbus aucuparia

oder auch "Vogelbeere"

Der Herbst ist bunt und die Eberesche setzt mit ihren orangeroten Beeren einen Farbklecks in die Herbstlandschaft.

Es wird erzählt, dass die Eberesche zu den heiligen Bäumen gehört. Vor allem vor Blitzschlag soll sie schützen und tatsächlich wird sie statistisch weniger vom Blitz getroffen als andere Bäume.

Sie ist ein sehr anspruchsloser Baum der eine Höhe von 15-20 Metern erreichen kann. Seine gefiederten Blätter sitzen wechselständig an den Ästen. Die in Rispen hängenden weißen Blüten haben einen etwas unangenehmen Geruch. Im Herbst hängen die leuchtend, orangeroten Beeren in Trauben am Ast. Wenn man die Beeren genau ansieht, sehen sie wie kleine Apferln aus.

Die Beere ist jedoch nicht die eigentliche Frucht. Hierbei handelt es sich um sogenannte Scheinfrüchte. Die eigentlichen Früchte sind die Samen (meistens drei)  im Inneren der Beere.

Ebereschenbeeren sind Nahrungsquelle für Vögel, Rehe, Insekten und auch für uns Menschen. Denn die sogenannte „Vogelbeere“ ist grundsätzlich nicht giftig. Roh sollte sie nicht gegessen werden! Wer jedoch einmal eine rohe Beere ausprobiert hat wird feststellen, dass diese sehr bitter und stark sauer schmeckt. Das liegt an den Bitterstoffen, vor allem an der Parasorbinsäure.

Werden die Beeren jedoch gekocht zerstört dies die Parasorbinsäure und es lassen sich leckere Produkte herstellen. Geerntet werden die frischen Früchte am besten nach dem ersten Frost. Das macht sie süßer und etwas milder. Um den Vögeln zuvorzukommen, können die reifen Früchte auch schon vor den Frostnächten geerntet werden und einige Tage in den Tiefkühler gegeben werden.

Ebereschenbeeren besitzen vor allem einen sehr hohen Vitamin C Gehalt und sind daher Immunsystemstärkend. Ein Mus aus den Beeren pflegt unsere Darmflora und baut den Darm nach einer Antibiotikaeinnahme wieder auf.

Ein Kompott oder der Saft hilft volksmedizinisch sehr gut bei Heiserkeit.

In der Volksmedizin wurden frische Beeren bzw. deren Saft gegen Verstopfung verwendet.  

         

Nebenwirkungen entstehen vor allem bei der Einnahme von frischen Beeren. Die darin enthaltene Parasorbinsäure kann den Magen reizen. Durch das Kochen oder Trocknen der Früchte wird die Parasorbinsäure zerstört und die Beeren sind verträglich. Schwangere oder Kleinkinder sollten Ebereschenfrüchte nur nach Rücksprache mit dem Arzt zu sich nehmen.

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