Die Birke - Betula alba

Wenn wir uns die Birke ansehen mit ihrer weißen, papierartigen Rinde und den im Frühling sehr hellen grünen Blättern verbinden wir automatisch den Frühling und das Erwachen der Natur nach dem langen, finsteren Winter.

Die Birke galt schon in alten Zeiten als heiliger Baum und so symbolisierte sie den ein oder anderen Glauben. Mit  Besen aus Birkenzweigen wurde symbolisch der Winter und das alte Jahr aus dem Haus und dem Hof gekehrt. Böse Zungen behaupten ja, dass in der Walpurgisnacht die Besen dann gleich den Hexen als Transportmittel dienten.

Die ersten, zarten, grünen Blätter wurden den Tieren verfüttert um sie vor Krankheit zu schützen.

Birkenstämme begleiten auch heutzutage noch die Fronleichnamsprozession. Eine alte Tradition um die Höfe vor Blitzschlag und das Getreide vor Schädlingen zu schützen.

 

Die Birke ist ein sehr anspruchsloser Baum, der gerne in der Sonne und in Gruppen steht. Sie kommt sowohl mit Trockenheit als auch mit Kälte und Frost gut zurecht.

 

Sie gehört zu den Laubbäumen und wird 25 bis 30 Meter hoch. Typisch ist die weiße Rinde. Sie hat grüne eiförmige Laubblätter und die Blütenstände heißen Kätzchen. Eine Birke wird kaum älter als 100 Jahre.

 

Gesammelt werden kann im Prinzip alles:

die Knospen im März

die Blätter von Ende April bis Juli

der Saft im Mai

die Rinde (Ringelborke) sammel ich nicht. Sie wird aber für die Herstellung von Birkenzucker verwendet.

Vor allem in den kleinen Knospen steckt die ganze Energie des Baumes. Sie schmecken leicht herb und sind Stoffwechselharmonisierend. Ein Tee aus den Knospen mit Honig gesüsst ist ein altes Hausmittel bei starkem Husten.

Aber auch in den Blättern steckt alles was wir für eine entgiftende Frühjahrskur brauchen.

Die Birke ist vor allem sehr harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Die Niere ist ja für einen Abtransport der Schadstoffe aus dem Körper zuständig und um diese Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren müssen wir viel Flüsigkeit zu uns nehmen. Um die Schadstoffe jetzt auszuschwemmen, hilft uns die Birke, dass die Niere zwar Wasser mit Hilfe von Kaliumionen ausschwemmt, die wertvollen Mineralsalze jedoch gefiltert und  im Körper bleiben. Der Harnfluss kann auf das doppelte gesteigert werden und dies macht sich die Medizin zu nutzen.

So eine Kur sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und nie in Selbstmedikation !

Zu den Inhaltsstoffen der Blätter und Knospen gehörten Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe und äth. Öle. Vitamin C ist nur in den Blättern enthalten!

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Ein sehr interessantes Naturexperiment kannst du Anfang Mai ausprobieren. Nur wenige Tage im Frühjahr dauert die Phase des Saftsteigens (halte dein Ohr an den Stamm und du hörst es rauschen) und diesen gesunden Frischsaft kann man mit Hilfe eines Strohhalmes gewinnen.

Bohre in den Stamm ein 2-3 cm tiefes Loch, setze einen Strohhalm in das Loch und du kannst bis zu 5l Saft auffangen, anschließend das Loch mit Baumharz gut verschließen. Beim selben Baum darfst du max. alle 2 Jahre Birkensaft ernten und bitte frag den Eigentümer des Baumes vorher um Erlaubnis! 

Frisch gewonnener, abgesiebter Birkensaft enthält bis zu 2% Traubenzucker und wirkt blutreinigend, stärkend, tonisierend und hilft bei Vitaminmangel, Harninfekten und Leichten Hauterkrankungen. Du kannst 3-4 Stamperln / Tag trinken. Aufbewahrt hält sich der Saft 3-5 Tage im Kühlschrank.

 

Zum Birkensaft gibt es noch einen sehr schönen Spruch:

"Man zapft aus der Birke sehr angenehmen Wein,

man reibt sich, dass es wirke, die Glatze damit ein"

Dieses Sprüchlein sagt schon aus, dass die Birke auch unseren Haaren und unserer Kopfhaut sehr gut tut. Für eine gute Haarspülung habe ich anschließend gleich das richtige Rezept dazu.

Aber auch unsere Haut profitiert von der Birke. Vor allem Waschungen aus einem Absud der Blätter helfen bei Hautreizungen und juckender Haut (Psoriasis).

Ihr seht die Birke wird nicht umsonst von vielen Menschen als heiliger Baum angesehen. Sie stimmt uns nicht nur fröhlich, sondern unterstützt uns auch mit ihren vielen wertvollen Eigenschaften.

Doch wenn du eine Birkenallergie hast, dann verwende auch die Birke nicht! Im Zweifelsfall mit einem Arzt abklären!

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Birkenhaarspülung

stärkt die Haarwurzeln und das Haar wird leichter kämmbar und glänzend

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Birkenpeeling

nach dem langen, trockenen Winter braucht die Haut einen Frischekick

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