Der Apfel

Letztens habe ich folgenden Spruch in einem Artikel über den Apfel gelesen und dieser hat mich inspiriert mich etwas näher mit dem Apfel zu beschäftigen:

„An Apple a day keeps the doctor away“ –  übersetzt heißt das „Ein Apfel am Tag – Arzt gespart“

Tatsächlich hat ein Apfel sehr viele Vitamine (A, B1, B2, B6, E und C), Mineralstoffe, Ballaststoffe und Spurenelemente. Besonders möchte ich das enthaltene Eisen, das Kalium, welches den Wasserhaushalt regelt und das Pektin, welches den Cholesterinspiegel senkt und Schadstoffe bindet und die Fähigkeit hat diese auszuschwemmen, hervorheben.

Und bitte esst den Apfel nicht ohne Schale. Enthält er doch die meisten Vitamine, Magnesium und viel Eisen. Meine Oma hat immer gesagt: täglich mindestens einen Apfel essen, und zwar mit „Butz und Stingl“ – also einfach den ganzen Apfel aufessen. Sogar das Apfelgehäuse enthält wichtiges Jod.

Äpfel stärken unser Immunsystem, schützen unsere Zähne vor Karies, regeln unsere Verdauung (geriebener Apfel ist ein altes Hausmittel gegen Durchfall) und Apfelschalentee hilft gegen Nervosität, Schlafstörungen und gibt uns Kraft und Wärme.

Das der Apfel sehr vielseitig ist, zeigen uns die vielen Apfelgerichte und Apfelprodukte, die es gibt. Ob roh oder gekocht lässt er sich gut in unseren täglichen Speiseplan integrieren. Für Abwechslung sorgt er, auch indem man ihn zu Essig, Most, Schnaps, Saft, Mus, Kompott, als Beilage oder in der Mehlspeisküche verkocht bzw. weiterverarbeitet.

Für mich gehört der Apfel zu unserem heimischen Superfood. Wohlschmeckend und gesund !

Ihr seht also, so ein Apfel ist in jeder Beziehung eine runde Sache

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November 2021

Apfelsaft

Drei verschiedene Sorten Äpfel werden heute zu einem besonderen Saft gekeltert

Land & Lecker- zum Rezept

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März 2020

Apfelkrenn

Echt scharf !

eine österreichische Spezialität und eine köstliche Beilage

Land & Lecker - zum Rezept

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August 2020

Apfelschalentee

Herbstzeit ist Apfelzeit ! Viele leckere Apfelgerichte werden jetzt gezaubert und auch die Schale wird weiterverwendet

Land & Lecker- zum Rezept

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August 2020

In der "Apfelstrudelbäckerei"

Schneide, schneide Äpfel klein,

rolle, rolle Strudel ein - streue, streue Zucker drauf und iß ihn auf .......

Land & Lecker - zum Rezept

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Apfelschalentee

Für Apfelmus, Apfelkren oder auch Apfelkuchen müssen die Äpfel ja geschält werden und über bleibt die Apfelschale - viel zu schade und zu wertvoll, um sie wegzuwerfen. "Resteverwertung" ist das Zauberwort oder heutzutage würde man "Upcycling" sagen.

Wichtig ist, dass die Äpfel nicht gespritzt sind. Unsere Bio-Äpfel bekommen wir direkt vom Bauern oder vom Nachbarn und daher können wir auch die Schale bedenkenlos verwenden. Äpfel aus dem Supermarkt heiß waschen, eventuell abbürsten!

Je nach Menge verwende ich die Schale gleich frisch für einen Tee oder ich trockne sie im Dörrgerät. Wenn du kein Dörrgerät hast lassen sich die Schalen auch gut im Backrohr bei ca. 60° in zwei bis drei Stunden trocknen. Die getrockneten Apfelschalen kannst du in einer Dose oder einem Glas dunkel und trocken lagern.

So geht’s:

Die Apfelschalen (egal ob frisch oder getrocknet) mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.

Wer möchte kann seinen Tee noch mit Ingwer, Gewürznelken, einer Zimtrinde, getrockneten Hagebutten oder getrockneten Kräutern verfeinern.

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Apfel + Kren = Apfelkren

Den Apfel habe ich euch ja zu Beginn der Seite schon vorgestellt. Jetzt fehlt für dieses Rezept noch die Wurzel mit der richtigen Schärfe.

Diese Scharfstoffe stecken in der Kren-Wurzel und werden beim Reiben oder Schneiden freigesetzt. Kren sollte man immer frisch verwenden - nur dann sind noch alle Inhaltsstoffe enthalten. Möchtest du mehr über diese wertvolle Wurzel und ihre Inhaltsstoffe erfahren, kannst du dies hier nachlesen.

 

Wenn du jetzt alles über den Apfel und den Kren weißt kannst du die Beiden super kombinieren und leckeren Apfelkren zaubern.

 

Das brauchst du:

 

½ kg Äpfel

70 g fein geriebenen Kren

70 g Zucker

½ TL Salz

60 ml Weißweinessig

So geht’s:

Die Äpfel schälen, entkernen und klein schneiden. Den Kren schälen und fein reiben.

Die Äpfel mit dem Zucker, dem Salz und wenig Wasser weichdünsten. Das dauert ca. 10 Minuten. Anschließend mit einem Pürierstab pürieren. Den Essig und den geriebenen Kren dazu rühren und nochmals kurz aufkochen. In sterilisierte Gläser füllen, gut verschließen und auskühlen lassen.

Ordnungsgemäß gelagert hält der Apfelkren sicher einige Monate.

TIPP: So ein Gläschen Apfelkren ist auch ein nettes Geschenk

 

Apfelstrudel

Ob warm oder kalt serviert, ob als Hautspeise oder Nachspeise - Apfelstrudel schmeckt immer.

Eine herrlich fruchtige Apfelfülle umhüllt von einer hauchdünnen Strudelteighülle, verfeinert mit Zucker & Zimt, Nüssen & Rumrosinen.  Mhhhhh - sehr lecker.

Erst muss der Strudelteig liebevoll geknetet werden, anschließend darf er in einem Ölbad rasten und danach mit ein wenig Geschick solange ausziehen, dass der Teig so dünn wird, dass du eine darunter liegende Zeitung lesen kannst. Die Apfelfülle darauf verteilen, einrollen - Fertig ! Ihr seht, ganz einfach !

Das brauchst du für einen großen oder zwei kleinere Strudel:

Für den Teig:

250 g glattes Weizenmehl, Typ 700

1 EL Öl

125 g Wasser

5 g Salz

Für die Fülle

ca. 1,5 kg saure Äpfel

Saft einer halben Zitrone

50 g Zucker oder 3 EL Honig

70 g Brösel

60 g Nüsse

wer möchte Rosinen/Rumrosinen

etwas Zimt

Butter zum Bestreichen

Die Zutaten miteinander vermischen und den Teig so lange kneten bis er ganz glatt und geschmeidig ist. Auf ein Teller legen und mit etwas Öl einstreichen, abdecken und ca. 30 Minuten rasten lassen.

Während der Teig rastet kann die Fülle vorbereitet und das Backrohr auf 180° vorgeheizt werden.

Für die Fülle die Äpfel in feine Scheiben schneiden und mit Zitrone beträufeln, mit dem Zucker, den Nüssen, den Bröseln dem Zimt und den Rosinen vermischen.

Jetzt kommt der aufregende Teil. Den Strudelteig auf einem bemehlten Tuch vorsichtig etwas ausrollen, anschließend den Teig heben und mit den Handrücken vorsichtig auseinander ziehen. Dabei den Teig immer wieder etwas drehen. Übung macht den Strudelmeister!

Wenn der Teig ganz dünn ist wieder auf das Tuch legen, eventuell dickere Ränder wegschneiden und die vorbereitete Fülle auf dem Teig verteilen. Den Teig mit Hilfe des Tuches einrollen und auf ein gebuttertes Backblech legen. Den Strudel gut mit Butter einstreichen und ca. 40 Minuten bei 180° backen.

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Apfelsaft

In den letzten Jahren haben wir Äpfel, Birnen und Zwetschken mit dem Dampfentsafter entsaftet und wurden mit einem sehr leckeren Saft belohnt. Jedoch gerade beim Apfelsaft schmeckt man nicht nur den Unterschied zu kalt gepresstem Saft, sondern man gewinnt auch viel weniger Saft. Daher haben wir uns entschlossen noch eine zweite Variante des Entsaftens auszuprobieren und haben uns eine Obstpresse gekauft. Mit dieser können wir Apfelsaft „keltern“ also kalt pressen.

Es gibt bei dieser Variante einige Vorteile. Es können große Mengen von Obst zeitsparend verarbeitet werden, die Saftausbeute ist ergiebiger, die im Apfel enthaltenen Vitalstoffe und Vitamine bleiben alle im Saft enthalten und er schmeckt sehr lecker.

Entschieden haben wir uns für eine mechanische Saftpresse (18l) mit einem Presskorb aus Holz, einer mechanisch angetriebenen durchgehenden Stahlspindel und einem Stahl-Auffangtrichter mit lebensmittelgeeigneter Abtropfwanne.

Wir haben jede Menge Bio-Äpfel geschenkt bekommen (Danke an den Spender!) und so werden wir heute drei verschiedene Apfelsorten pressen. Das hat den Vorteil, dass unser Saft einen ganz eigenen Geschmack bekommt.

Zuerst werden alle Äpfel kontrolliert. Faulige Stellen (Druckstellen können bleiben) werden ausgeschnitten und die Äpfel zerkleinert. Da wir keine Obstmühle haben hilft uns unser Thermomix beim Zerkleinern der Äpfel. Die daraus gewonnene „Maische“ kommt in die mit einem Presstuch ausgelegte Obstpresse. Das Presstuch (du kannst auch eine Baumwollwindel nehmen) filtriert den Saft und dieser wird reiner.

Jetzt ist Muskelkraft gefragt!

Durch das Drehen der Spindel werden die Äpfel zusammengepresst und der gewonnene Apfelsaft fließt aus dem Presskorb in einen Auffangbehälter.  Das kann ein sauberer Eimer sein oder auch ein Glas. In unserem Fall läuft das erste „Vierterl“ in unser „Probierglas“ und erst danach in einen sauberen Topf. Wir können es gar nicht erwarten und kosten natürlich die ersten Tropfen. Was soll ich sagen. Es schmeckt sehr, sehr lecker. Wir hatten süße und säuerliche Äpfel kombiniert und daher einen Saft gewonnen, welcher weder zu süß noch zu sauer ist. Die Farbe ist fast golden.

Doch Vorsicht: frischer Apfelsaft regt die Verdauung an!

Nach eineinhalb Stunden ist auch der letzte Tropfen Saft aus den Äpfeln gequetscht.

Um unseren Saft haltbar zu machen, müssen wir ihn noch pasteurisieren. Der Saft wird langsam auf 80°C erhitzt, in sterilisierte Flaschen gefüllt und verschlossen. Jetzt muss der Saft noch möglichst langsam abkühlen. Dazu werden die heißen Flaschen in eine Decke gewickelt und so verpackt können sie behutsam auskühlen.

Zu guter Letzt werden die ausgekühlten Flaschen noch beschriftet und anschließend im dunklen, kühlen Keller gelagert.

 

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