Kamillen-Handbalsam

Ich denke jeder kennt die Kamille seit seiner Kindheit. Sie gehört zur Familie der Korbblütengewächse und ist eine einjährige Pflanze. Sie strömt einen angenehmen kräftigen und aromatischen Duft aus und blüht von Mai bis September.

An ihrem Blütenkopf sieht man weiße Blütenblätter und nur die echte Kamille hat einen hohlen Blütenboden.

Kamille regt den Hautstoffwechsel an, wirkt entzündungshemmend und entkrampfend. Sie hemmt Bakterien und Pilze und fördert die Wundheilung.

Unsere Hände werden sehr stark  beansprucht und da fand ich eine Handcreme mit Kamille sehr angenehm. Ich habe mich diesmal beim Ölauszug für Mandelöl entschieden. Mandelöl ist sehr mild und gibt ein schönes, weiches Hautgefühl.

Das brauchst du:

100 ml Mandelöl od. ein Öl deiner Wahl

Kamillenblüten

5 g Sheabutter

4 g Bienenwachs

5-8 Tropfen äth. Kamillenöl oder ein Öl deiner Wahl

So geht's:

Erwärme das Kamillenblüten-Mandelöl und löse darin die Sheabutter und das Bienenwachs auf. Kurz abkühlen lassen und das ätherische Öl dazugeben. In saubere, desinfizierte Cremetiegel füllen.

Ich habe einen Handbalsam gerne etwas weicher, sodass er gut einzieht. Falls du ihn fester möchtest, musst du nur den Anteil des Wachses erhöhen bzw. den der Sheabutter verringern.

Hinweis: manche Menschen reagieren auf Kamille (Fam. der Korbblütler) allergisch, falls du dazu gehörst solltest du diese Handcreme nicht verwenden.

 

Anti-Mückenspray

Zeckenschutz & Gelsenschreck

Im Frühjahr beginnt es ja wieder zu summen und zu brummen. Gelsen, Zecken und Stechmücken nerven uns nicht nur – sie stechen uns auch. Auch hier helfen uns wieder einige Kräuter - sowohl vorbeugend als auch lindernd.

Ein „Anti-Insektenspray“ ist schnell hergestellt. Ich liebe ja Lavendel!

Lavendel ist ein richtiger Insekten- und Zeckenschreck und da ich viel im Wald und auf der Wiese unterwegs bin ist es wichtig mich auch vor den kleinen Blutsaugern zu schützen.

Für so ein Spray brauchst du eine 100 ml Glas-Sprühflasche. In diese kommen 4 EL 40%er Alkohol (z.B. Wodka), 1 EL Apfelessig, starker Lavendeltee od. alternativ abgekochtes Wasser, 7 Tropfen äth. Lavendelöl und 3 Tropfen äth. Citronella od. Zitronenöl.

Falls du nicht so ein Lavendelfan bist kannst du auch äth. Nelken-, Thymian-, Minze-, Rosmarin-, Bergamotte oder Zitroneneukalyptusöl verwenden. Anstelle des Lavendeltees einfach abgekochtes Wasser nehmen.

Sollte dich so ein kleiner Blutsauger schon erwischt haben und du unterwegs sein, dann findest du sicher ein Wegerich- oder Sauerampferblatt in deiner Umgebung. Einfach über die Stichstelle das Blatt legen oder vorsichtig damit einreiben.

Tipp: Ich stecke mein Spray immer in den Rucksack. Sollte mich so ein „Biest“ unterwegs erwischen wirkt der Spray auch abschwellend, kühlend und lindernd.

VORSICHT :  Ätherische Öle dürfen nicht bei Säuglingen oder Kleinkindern angewendet werden. Um allergische Reaktionen und andere unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden klärt  eine Verwendung von ätherischen Ölen bitte vorher mit eurem Kinderarzt ab.

Birkenhaarspülung

Jetzt im Frühling sieht man bei vielen Bäumen wie sich aus den unscheinbaren Knospen die zarten grünen Blätter entwickeln. Es ist wie eine Explosion. Von einem auf den anderen Tag treiben hellgrüne Blätter aus und die Natur erwacht.

Anfang Mai kann man beginnen Birkenblätter zu sammeln. Möchtest du dir einen Vorrat der Blätter anlegen, lassen sich diese sehr gut trocknen.

Eine Haarspülung aus Birkenblätter versorgt die Kopfhaut von außen mit zusätzlichen Nährstoffen, die Haarwurzeln werden gestärkt und fördern so ein gesundes Haarwachstum. Birkenspülung erfrischt, beugt Schuppenbildung und Haarausfall vor. Durch die Neutralisierung des Apfelessigs lässt sich das Haar leichter kämmen und es bekommt einen schönen Glanz.

Die Herstellung ist sehr einfach. Du kannst frische oder auch getrocknete Blätter verwenden. Etwa eine Handvoll Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend abseihen und auskühlen lassen. Den kalten Tee in eine Flasche leeren und einen Esslöffel Apfelessig dazugeben. Kurz schütteln. Die Spülung am Besten im Kühlschrank aufheben und innerhalb von drei Tagen aufbrauchen.

Nach dem Haarewaschen die Haare gut mit lauwarmen Wasser ausspülen. Deine selbstgemachte Birkenhaarspülung in das feuchte Haar langsam einmassieren und ca. zehn Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmen Wasser ausspülen.

Das brauchst du:

4 EL zerkleinerte Birkenblätter

250 ml heißes Wasser

1 EL naturbelassenen Apfelessig

 

Achtung: Birke färbt etwas dunkler und ist daher nicht so gut für sehr helles Haar geeignet.

HINWEIS: Solltest du eine Birkenallergie haben, solltest du die Birke nicht verwenden. Im Zweifelsfall immer von einem Arzt abklären lassen!

 

BIRKENPEELING

Gerade jetzt nach der langen Winterzeit ist unsere Haut sehr trocken und bedarf einer Extra Portion Pflege. Ein Peeling ist ganz schnell aus Küchenzutaten selbstgemacht.

Abgestorbene Hautzellen verstopfen die Poren und verursachen Hautunreinheiten. Ein Peeling hilft die Poren wieder frei zu machen und bringt deiner Haut frischen Schwung. Es besteht aus etwas Körnigem wie z.B. Salz, Zucker, Heilerde oder auch Kaffeesatz und einer pflegenden Zutat wie z.B. ein Öl, Joghurt oder auch Topfen.

Verfeinert kann es noch mit Honig, ätherischen Ölen oder auch Blüten und Blättern werden.

Mein Pelling möchte ich heute mit den Wirkstoffen und den straffenden Kräften der Birkenblätter stärken. Die pfelgende Zutat wird Jojobaöl sein. Genauso gut könnt ihr jedoch auch jedes andere Öl verwenden. Jojobaöl reguliert die Talgproduktion und spendet der Haut Feuchtigkeit. Die Verträglichkeit von Jojobaöl ist für alle Hauttypen gut geeignet. Als körnige Zutat kommt ein EL Bergsalz und zwei EL Zucker dazu.

Ganz zum Schluss tropfe ich noch drei Tropfen stimmungsaufhellendes ätherisches Grapefruitöl dazu.

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Das brauchst:

40 ml Jojobaöl od. ein Öl deiner Wahl

3 EL Zucker - ich habe braunen Zucker genommen

1 EL Bergsalz

3 Tropfen äth. Grapefruitöl

 

Und so geht’s:

Zerkleinere eine Handvoll Birkenblätter und vermische diese mit einem Esslöffel Bergsalz und 3 Esslöffel Zucker. Im Mörser (oder in der Küchenmaschine) ganz fein mörsern und mit 40 ml deines Öls vermischen.

 

TIPP: Um die Wirkung des Öls zu erhöhen, kannst du einen Ölauszug mit Birkenblätter erzeugen.

Anwendung deines Peelings:

Am besten massierst du eine kleine Menge des Peelings mit kreisenden Bewegungen direkt unter der Dusche vorsichtig ein. Du kannst auch einen Schwamm dafür verwenden. Anschließend kannst du es mit Wasser wieder abwaschen.

HINWEIS: Solltest du eine Birkenallergie haben, solltest du die Birke nicht verwenden. Im Zweifelsfall immer von einem Arzt abklären lassen!

 

DUSCHBARS

Wenn ich Seife mache gibt es immer wieder auch Seifenstücke die nicht so schön sind und sich nicht als Geschenk eignen. Ich habe immer wieder solche Seifen, die ich gerne weiterverarbeite. Erst werden sie zu sogenannten Seifenflocken gerieben und in einem Glas solange aufgehoben bis ich mit ihnen zu experimentieren beginne.

Diesmal möchte ich gerne ein Duschbad machen, welches auch cremig pflegt.

Das brauchst du:

  • 50g Seifenflocken (z.B. geriebene Seifenreste)

  • 20g Sheabutter

  • 30g Kokosöl

  • 20 Tropfen ätherisches Öl, z.B. Orange, Zitrone, Melisse

  • wer möchte: orange oder gelbe Lebensmittelfarbe

optional für den Peelingeffekt

  • 50 g Salz od. Kristallzucker (Peelingeffekt)

  • geriebene Schale einer Orange od. Zitrone/Blüten/geriebene Haferflocken

 

Und so geht’s

Die Seifenflocken in etwas Wasser weich schmelzen, anschließend die Sheabutter und das Kokosöl darin auflösen, eventuell die Lebensmittelfarbe dazu rühren. Den Topf vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen, danach das äth. Öl unterrühren. Noch heiß in  Formen füllen und kalt stellen (Kühlschrank oder Gefrierschrank). Du kannst eine etwas kleinere Form (Portionsgröße/Bad) nehmen oder eine Seifenstück-größe, dann jedoch in einer Seifenschale aufbewahren.

 

Tipp: für ein Peeling noch Salz oder Zucker mit geriebener Zitronen/Orangenschale vor dem äth. Öl dazu geben.

wärmendes Massageöl

Nach einem kalten Winterspaziergang oder bei Muskelverspannungen ist eine Massage mit einem wärmenden und pflegenden Öl genau richtig. Deine Haut wird gut durchblutet, die Gewürze wärmen von innen und das Öl hilft gut gegen Verspannungen oder einfach nur um wieder warm zu werden. Gleichzeitig wird die im Winter besonders beanspruchte und oft trockene Haut verwöhnt und sanft gepflegt.

 

Das brauchst du:

100 ml Mandelöl oder ein anderes hochwertiges Öl

ca. 2 cm  geschälten, klein geschnittenen Ingwer

1 Zimtstange

3 Nelken

 eine halbe, klein geschnittene Vanilleschote

Und so geht’s:

 

Gib alle Zutaten  in ein Glas mit Schraubverschluss.  Anschließend das Glas mit Öl aufgießen, verschließen und kräftig schütteln.

Nun lass dein Glas über Nacht an einem warmen Ort stehen und schüttel es gelegentlich.

In dieser Zeit gehen die Inhaltsstoffe der Gewürze in das Öl über.

Nach der Ziehzeit abfiltern und in dunkle Gläser/ Fläschchen füllen.

Hast du es sehr eilig dann gib alle Zutaten in einen kleinen Topf und erwärme diesen im warmen (nicht heißen) Wasserbad. Du musst alles ca. 1 Stunden ziehen lassen, danach abseihen und in dunkle Gläser oder Fläschchen füllen.

Das Öl ist ca. 6-8 Monate haltbar.

 

Ingwer und  Zimt sind durchblutungsfördernd und der Duft der Vanille lässt unsere Seele baumeln.

TIPP: Probier das Öl erst an deinem Handrücken aus und warte einige Minuten ob du es auch gut verträgst.