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Die Heidelbeere – Vaccinium myrtilus

 

Gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. 

Erntezeit: Juli bis September

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, Anthocyane, Vitamin B und C, organische Säuren

Sie wirkt: antibakteriell, entzündungshemmend und stopfend. Frische Beeren haben eine leicht abführende Wirkung

 

Der Zwergstrauch wird ca. 10 - 50 cm hoch und wächst stark verzweigt. Die Blätter sind eiförmig und ein bis zwei cm lang und fein gezähnt. Der Heidelbeerstrauch blüht ab April und die rötlich/grünlichen Blüten wachsen aus den Blattachseln. Im Herbst färben sich die Blätter lebhaft rot. Im Gegensatz zur Preiselbeere verliert der Heidelbeerstrauch seine Blätter im Winter.

Von der Kommission E wird die Verwendung der Heidelbeere in getrockneter Form für unspezifische Durchfallerkrankungen und für eine lokale Therapie leichter Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (gurgeln mit dem Saft der abgekochten, getrockneten Beere) anerkannt.

 

Früher wurden auch die Blätter eingesetzt, allerdings weiß man heute, dass die Blätter der Heidelbeere leicht giftig sind. Daher wurde von der Kommission E eine therapeutische Anwendung nicht empfohlen und von einer Verwendung ist abzusehen!

 

Bereitung eines Teeaufgusses:

5 bis 10 getrocknete und gequetschte Heidelbeerfrüchte mit 150 ml kaltem Wasser versetzen. Den Ansatz erhitzen und nach 10 Minuten vom Herd nehmen und gleich abseihen. 

Bei länger anhaltendem Durchfall  (2-3 Tage) ist ein Arzt aufzusuchen. Bei Kindern unter 4 Jahren wird von einer Anwendung abgeraten.

 

Literatur:

Ursula Bühring - Lehrbuch Heilpflanzenkunde

Wichtel - Teedrogen und Phytopharmaka

Bitte denkt daran:

Der Strauch mit seinen Beeren ist eine wichtige Futterquelle für Waldbewohner. Darum bitte nicht den Wald leer brocken!

Kulturheidelbeere

Juni 2022

Blaubeere - Heidelbeere - Waldbeere

Alles das gleiche oder gibt es doch einen Unterschied? 

Kräuterportrait - zum Artikel

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HEIDELBEERE - BLAUBEERE - WALDBEERE oder KULTURBEERE

Wenn ihr einen Heidelbeerstrauch kauft und ihr einen heimischen Wald-Heidelbeer-Strauch wollt, müsst ihr auf den lateinischen Namen – Vaccinium myrtillus – achten.

Meist bieten die Gartencenter sogenannte Kultur-Heidelbeer-Sträucher an. Diese wurden aus der nordamerikanischen Blaubeere gezüchtet.

Unsere heimische Pflanze wächst in lichten Wäldern, wird max. 50 cm hoch. Die einzelnen Beeren sind eher klein, durch und durch violett-rot und hängen an einzelnen Stielen. Sie sind sehr aromatisch und reich an Vitamin C.

Bei der Kulturbeere sind die Früchte viel größer und fester. Sie reift in dicken Dolden (Trauben) und ist hellfleischig.

Die Büsche können mehrere Meter  hoch werden und bilden über mehrere Wochen Früchte aus. Kulturheidelbeeren sind deutlich größer und ihre Schale ist etwas dicker. Dadurch sind sie etwas haltbarer und werden gerne im Supermarkt angeboten. Der Vitamin C Gehalt ist 10x niedriger als bei der Wald-Heidelbeere.

Die Kulturheidelbeere hat die blauen Inhaltsstoffe nur in der Schale, die wilde heimische Beere jedoch in der gesamten Frucht. 

Heidelbeeren sind sehr kalorienarm und reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. 

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