Bienenwachstücher

Bienenwachstücher? – Kennt ihr die?

Eine super Alternative zu Plastik- und Alufolie, ganz einfach herzustellen und immer wieder verwendbar.

 

Ich habe im Sommer ein paar dieser Tücher hergestellt, zum Ausprobieren verschenkt und natürlich selbst getestet. Das Feedback war durchwegs positiv und ich selbst finde sie super.

Bei diesen Tüchern geht es darum Abfall zu vermeiden und Lebensmittel möglichst natürlich einige Zeit aufzuheben.

Ganz einfach erklärt, sind das Stoffreste die mit heißem, flüssigem Bienenwachs getränkt werden.

Das Bienenwachs hat eine antibakterielle Wirkung und dadurch bleiben Lebensmittel länger haltbar und frisch.

Egal ob du das Jausenbrot darin einpackst oder ein Glas damit abdeckst, das Tuch passt sich der Form an und schmiegt sich um Häferl'n oder Schüsseln. Nur rohes Fleisch oder rohen Fisch solltest du damit nicht verpacken.

Nach dem Gebrauch einfach mit einem feuchten Tuch, bei starken Verschmutzungen auch mit ganz wenig Seife, abwischen und wiederverwenden.

Herstellen kannst du es in jeder Größe und wenn das Wachs einmal brüchig werden sollte, einfach neu drüber bügeln.

Und so geht’s:

Deinen Stoff waschen, auf die richtige Größe zuschneiden (am besten mit der Zickzack-Schere) und mit dem „Fuzzerl-Roller“ einmal drüber rollen. Auf einen Bogen Backpapier legen – jetzt ist der Stoff einsatzbereit.

Um das Wachs aufzutragen gibt es mehrere Möglichkeiten. Erst brauchst du einmal Bienenwachs, möglichst Bio, egal ob in kleinen Drops, in Platten oder Blockform.

Ich habe etwas Wachs von unserem Imker im Ort bekommen, dieses habe ich in kleine Stücke geschnitten und diese auf dem Stoff verteilt.

Alternativ: Du kannst das Bienenwachs auch im Wasserbad erhitzen und im flüssigen Zustand mittels Pinsel auftragen – da musst du nur sehr schnell arbeiten, weil das Wachs recht schnell wieder trocknet.

Hast du das Wachs gut verteilt bzw. aufgetragen, kommt ein Bogen „Backpapier“ darauf und dann wird einfach drüber gebügelt. Solange bis der Stoff gleichmäßig getränkt ist, kurz zum Trocknen halten oder aufhängen (z.B. am Wäscheständer) und fertig.

Bei meinen letzten Wanderungen habe ich meine Brote schon in Bienenwachstücher eingepackt. Die Brote waren frisch und sehr lecker und eine nette Unterlage hatte ich auch gleich.

Mir ist es wichtig, dass ich wieder ein Stück Plastik sinnvoll ersetzt habe. Die Tücher sind schnell gemacht und ich werde sicher einige zu Weihnachten verschenken.

 

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Herbstkränze binden

Die Zeit Kräuter zu sammeln neigt sich dem Ende zu. Die Tage werden kürzer und deutlich kühler, Nebel liegt über der Landschaft und Tau hängt in den Spinnennetzen. Der „Altweibersommer“ löst den Sommer ab und er bringt viele Farben mit. Von Orange bis Rot über Gelb und Braun ist alles dabei. Die Natur erfreut uns mit einer bunten Landschaft.

Es macht Spaß durch das raschelnde Laub zu laufen und  auch jetzt gibt es noch jede Menge zu sammeln. Bei meinem letzten Waldspaziergang habe ich Material für meine Herbstdekoration  gesammelt. Mein Körbchen wurde mit roten Hagebutten, den orangeroten Ebereschenbeeren, verblühtem Johanniskraut und den grünen Rispen des Mädesüß gefüllt. Verblühte Blüten sind gutes Füllmaterial in meiner Herbstdekoration. Verschiedene Distelblüten, Kastanien und Haselnüsse setzten immer schöne Akzente.

Heute möchte ich Kränze binden. Einen als Türschmuck und einen für den Tisch. So einen Kranz zu binden ist gar nicht so schwer.

Für meinen Kranz verwende ich, Eberesche, Haselnüsse, Disteln, kleine Äpfel und Blumen, die ich im Sommer getrocknet habe wie z.B. Rosen.  Die verblühten Blüten von Wildkräutern, wie z.B. Johanniskraut, Mädesüß oder auch Baldrian und duftende Kräuter wie Lavendel, Salbei oder Pfefferminze habe ich vorbereitet. Der ganze Kranz duftet dann. Nehmt einfach was ihr findet und was euch gefällt.

Um eines ersuche ich euch jedoch. Nehmt von den verschiedenen Beeren nur wenige und denkt daran, dass dies das Futter der Wildtiere und Vögel ist.

Außerdem benötigt ihr einen Styropor- oder Strohkranz, Blumendraht, Steckklammern und eine Pflanzenschere. Wenn du keinen fertigen Kranzrohling hast, kannst du auch ganz einfach einen aus einer alten Zeitung und etwas Tixo selbst machen. Beim Blumendraht empfehle ich Anfängern einen etwas stärkeren Draht (Ø 0,65 mm) zu verwenden. Dünner Draht reist sehr leicht.

Bei den Kränzen ist noch darauf hinzuweisen, dass voll Kränze einen sehr üppigen Kranz ergeben. Styroporkränze gibt es auch „halbiert“ – hier ist die Rückseite ganz flach. Mir gefällt das an der Türe besser und darum habe ich mich für so einen Kranz entschieden.

Dann geht es mit dem Binden auch schon los.

Ich bereite mein Naturmaterial gut vor. Die nicht benötigten Blätter und faulen Beeren werden entfernt, die Stiele auf die richtige Länge zugeschnitten (Je nach Kranz Größe zwischen 2 und 4 cm) und empfindliche Pflanzenteile binde ich vorher mit dünnem Draht zu kleinen Sträußchen. Auch sortiere ich mir mein Material und kann es mir so besser einteilen. So habe ich immer wieder rote Beeren, mal eine Distel oder Nuss und ich achte darauf, dass es möglichst gleichmäßig ist. Obwohl, das ja wieder Geschmacksache ist.

Ich beginne meistens an der linken Kranzseite und binde gegen den Uhrzeigersinn. Anfangs ist es etwas schwierig die richtige Zugstärke zu finden. Du musst daran denken, dass die Stiele, wenn sie trocknen etwas dünner werden und wenn du den Draht nicht fest genug gezogen hast, lösen sich diese unter Umständen. Das ist jedoch nur Übungssache 😊

Ein Pflanzenbüschchen übers andere, eine Blüte oder eine Nuss über die andere und so weiter. Bist du dann am Ende angekommen werden die letzten Materialien überlappend gebunden. Da verwende ich dann ganz gerne Blütenklammern zum Fixieren. Ist der Kranz fertig schau ich von oben darauf ob alles möglichst gleichmäßig ist. Eventuell etwas nachbessern (auch hier sind die Klammern von Vorteil) und ganz zum Schluss ein hübsches Band zum Aufhängen des Kranzes anbringen. Bei flachen Kränzen an der Rückseite befestigen und bei vollen Kränzen einfach rundum wickeln.

Die Kränze sind sehr schön geworden und der Herbst ist bei uns zu Hause eingezogen.

Herbstkrnz_edited.jpg

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"Advent, Advent ein Lichtlein brennt"

Das Jahr ist fast schon wieder zu Ende und der erste Adventsonntag ist nicht mehr weit. Es ist Zeit an meinen Adventkranz zu denken und diesen zu binden. So ein Kränzchen zu binden ist gar nicht so schwer. Du brauchst nur etwas Geduld und du kannst ihn nach deinen Vorstellungen gestalten.

Außerdem benötigt ihr einen Styropor- oder Strohkranz, Blumendraht, Steckklammern und eine Pflanzenschere. Wenn du keinen fertigen Kranzrohling hast, kannst du auch ganz einfach einen aus einer alten Zeitung und etwas Tixo selbst machen. Tipp: Einen weißen Kranz kann man auch noch mit grünem Krepp umwickeln - dann kann es nicht weiß durchblitzen!

Beim Blumendraht empfehle ich Anfängern einen etwas stärkeren Draht (Ø 0,65 mm) zu verwenden. Dünner Draht reist sehr leicht. Anders als beim Herbstkranz stecke ich persönliche den Adventkranz lieber mit Klammern.

Dann benötigst du noch vier Kerzen und etwas Dekomaterial wie z.B. getrocknete Orangenscheiben, Nüsse, kleine Tannenzapfen, Hagebutten oder Zimtsterne. Auch Dekoelemente aus Holz oder Ton lassen sich sehr gut anbringen. Zu guter Letzt fehlen noch die Bänder für die Maschen. Ich binde meine Maschen selbst und rechne ca. 45 cm Band pro Masche.

Dann geht es mit dem Binden auch schon los.

Du kannst Tannen- oder Fichtenreisig verwenden. Die Tanne hält erfahrungsgemäß länger. Aber auch Zweige von der Föhre, der Thuje, Lorbeer usw. lassen sich gut einarbeiten. Mir gefällt so ein Reisig mix sehr gut.

Schneide von deinem Reisig kleine Zweige ab und fasse drei bis fünf Stücke zusammen. Dann wird überlappend gearbeitet. Entweder festgesteckt oder mit dem Draht umwickelt. Ich beginne meistens an der linken Kranzseite und binde gegen den Uhrzeigersinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies wird solange wiederholt, bis der ganze Reifen mit grünen Zweigen bedeckt ist. Achte darauf, dass die Innen- und Außenseite gleichmäßig bedeckt ist.

Hast du deinen grünen Kranz vor dir liegen, kann mit der Dekoration begonnen werden.

Begonnen wird immer mit den Kerzen. Diese können mit eigenen Kerzenhaltern oder stabilem Draht befestigt werden. Ich schneide dazu etwa 4 cm lange Drahtstücke ab, mithilfe eines Feuerzeugs erwärme ich das Drahtstück und stecke dieses schnell in die Kerze. Pro Kerze verwende ich mindestens zwei Drähte. Das kommt auf die Größe der Kerze an.

Tipp: Wer die Probe machen möchte ob seine Kerzen halten, der dreht den Kranz vorsichtig um.

Jetzt kommt der Teil, der deinen Kranz zu etwas einzigartigem macht. Die Dekoration!

Deine ausgewählten Stücke kannst du mit Blumendraht oder mit Hilfe einer Heißklebepistole befestigen. Ich stecke meine Dekorationselemente mittels Drahts fest. Ganz zum Schluss binde ich noch die Maschen und befestige diese mittels Drahts an meinem Kranz.

 

Wenn dein Kranz fertig ist platziere diesen auf einem Teller oder einer Holzscheibe. Am ersten Adventsonntag heißt es dann: „Advent, Advent ein Lichtlein brennt“.

DSC01897.JPG
T%C3%BCrkranz_edited.jpg
 

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Wildvogel-Snacks

Bitte zu Tisch!

Bei uns auf der Terrasse herrscht reger Flugverkehr. Wir genießen es in der kalten Jahreszeit im warmen Zimmer zu sitzen und bei einer heißen Tasse Tee unseren Vogel-Besuch zu beobachten.

Gerade in der kalten Jahreszeit sind die verschiedenen Futterplätze im Garten gut besucht. Die Tannenmeise ist der kleinste Besucher und der Specht einer der größten. Zu unseren Wintergästen gehört die Blaumeise, die Kohlmeise, die Haubenmeisen, Finken, Gimpel und Rotkehlchen. Auch Amseln, Stieglitze und Rotschwänzchen finden bei uns natürliche Futterplätze. Je vielfältiger das Futterangebot ist, desto mehr Vogelarten konnten wir beobachten.

So ein Vogelimbiss ist ganz einfach in einem trockenen und sauberen Vogelhaus anzubieten. Besonders beliebt bei unseren Vögeln sind zerhackte Haselnüsse. Aber auch Hanfkörner, Rosinen oder geschälte Sonnenblumenkerne werden gerne angenommen.

Im Winter verpacke ich diese Körnermischungen sehr gerne in Pflanzenfett oder Rindertalg. Der Vorteil von so einem „Fettfutter“ ist der zusätzliche Energiegehalt. Dieser extra Fettanteil kann vor allem für kleine Vögel bei Minusgraden überlebenswichtig sein. Solche selbstgemachten Snacks können in dekorative Formen und mit verschiedenen Körnermischungen angeboten werden.

Zu beachten ist, dass das Futter an eher schattigen Plätzen angebracht wird. Scheint zu lange die Sonne darauf, schmilzt das Fett und die Körner landen am Boden. Auch sollte man darauf achten, dass Futter so anzubringen, dass aus der Vogelfütterung kein Katzenimbiss wird.

Darum sollte der Platz so ausgewählt werden, dass sich Raubtiere (z.B. Katzen) nicht unbemerkt nähern können. Sträucher in der Nähe des Futterplatzes bilden Schutz und sind ein guter Aussichtspunkt, um z.B. eine lauernde Katze zu erkennen.

Für meine heutigen „Körner-Muffins“ verwende ich Kokosfett, gehackte Haselnüsse, Hanfsamen, Rosinen und Sonnenblumenkerne. Außerdem gebe ich etwas Sonnenblumenöl dazu – so kann ich verhindern, dass das Futter bei Minusgraden zu hart wird.

Das Verhältnis beträgt 1:2 – 1 Teil Samenmischung und 2 Teile Fett

Das Kokosfett wird geschmolzen (es darf nicht kochen), die Zutaten und etwas Sonnenblumenöl eingerührt und nachdem die Masse etwas abgekühlt ist wird sie in z.B. Muffins Förmchen, kleine Tontöpfe oder trockene Fichtenzapfen gegossen.

Wer möchte kann noch kleine Äste anbringen. So können sich die Vögel festhalten und in Ruhe fressen.

Im Garten einen geeigneten Platz finden und viel Spaß beim Vögel beobachten.

 

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