Seit Urzeiten werden Kräuter als Lebensmittel und zu Heilzwecken verwendet. Vor allem in Klöstern wurde und wird noch immer das Kräuterwissen gepflegt, weiterentwickelt und weitergegeben. Hildegard von Bingen, Kräuterpfarrer Kneipp oder Maria Treben sind Namen die vielen Menschen heutzutage schon geläufig sind. Es ist wieder Trend "zurück zur Natur" und zu einem gesunden Lebensstil. Das steigende Interesse lässt uns wieder genauer hinhören und vielen wird die Kraft, die in den Kräutern und der Natur steckt, wieder wichtig.

Unsere Oma hat uns erzählt, dass die Hausapotheke früher meistens ihren Platz in der Speisekammer hatte. Da standen der Spitzwegerich Sirup, der Löwenzahnhonig oder auch der Wipferlsirup im Regal. Hatten wir eine kleine Schürfwunde so wurde diese mit Ringelblumen, welche im Schweineschmalz ausgezogen wurden, verarztet und bei Halsschmerzen gab es einen Halswickel und eine Wärmeflaschen.

Vielleicht habt ihr ja auch solche Kindheitserinnerungen und es gelingt mir euch daran zu erinnern.

Nusslikör

Juni 2021

grünes Nusserl

Aus grünen Nüssen lässt sich mit etwas Geduld ein herrlicher Likör herstellen. Früher Bestandteil jeder Hausapotheke!

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März 2020

Oxymel = Sauerhonig

Ein altes Hausmittel aus  Honig - „meli“ und der fruchtigen Säure eines Essigs - „oxos“; dass deinem Darm neuen Schwung bringt...

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November 2019

Stiefmütterchensalbe

Ich wollte eine Pflegesalbe herstellen, die auch für Kinder gut verträglich ist und aus ganz natürlichen Zutaten besteht

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Rolled Hotel Handtücher

November 2020

Wickel

Ob warm oder Kalt - mit Topfen oder Erdäpfel ! So ein Wickel wirkt bei Halsschmerzen

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Jänner 2020

"Knoblauch" - "Gruserich" oder "Knofel"

Schlucke nicht eine ganze Zehe auf einmal herunter. Hacke sie klein, dadurch werden die gesunden Inhaltsstoffe frei.gesetzt

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Juli 2019

Ringelblumensalbe

Ich denke jeder kennt die Ringelblume, viele haben Sie im Garten und wissen gar nicht welch wertvolle Pflanze hier wächst

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April 2020

Hustensaft aus Fichtenwipferln

"Omas" Hustensaft gehört bei uns in die Hausapotheke.  Die Inhaltsstoffe der Fichte  sind schleimlösend und hustenstillend

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Dezember 2019

Thymian-Hustenzuckerln

Falls du nicht so ein Fan von Hustensaft bist ist dir dieses Rezept vielleicht sympathischer

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Gedenkkerze

Oktober 2019

Das Geheimnis des Räucherns

Das Verräuchern von Harzen und Kräutern ist ein uraltes Brauchtum. Jede Region hat ihre Eigenheiten und ihre eigenen Traditionen.

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Das Geheimnis des Räucherns

Magie, Tradition & Brauchtum

Das Verräuchern von Harzen und Kräutern ist ein uraltes Brauchtum, welches in unterschiedlicher Art und Weise begangen wird. Jede Region hat ihre Eigenheiten, ihre Besonderheiten und ihre eigenen Traditionen. Auch wenn die Gründe zu räuchern heute ganz andere sind als früher,  ist doch der zeremonielle Gedanke geblieben. Gerade in den Großstädten ist der traditionelle Gedanke eher in Vergessenheit geraten, hier wird eher versucht eine gut duftende und harmonische Atmosphäre zu schaffen. Um das Wohlbefinden zu steigern, Erkältungen vorzubeugen oder Harmonie zu finden, macht man sich die Eigenschaften der verschiedenen Kräuter zu Nutze (z.B. Lavendel zur Beruhigung, Pfefferminz und Eukalyptus bei Erkältungen usw.).

 

Anders ist es in den ländlichen Gegenden, wo nach wie vor zum Reinigen und Schützen von Haus und Hof geräuchert wird.

Hier zieht oft noch die ganze Familie mit einer Räucherpfanne, gefüllt mit Glut, Kräutern, Harzen und oft auch Weihwasser, durchs ganze Haus und die Ställe.

Am häufigsten geräuchert wird in der Zeit der Wintersonnenwende zu den sogenannten „12 Rauhnächten“. Diese beginnen in der Nacht von 24. auf den 25.12. und Enden von 05. auf den 06.01. Der Rauch reinigt, desinfiziert und schützt vor jedem Unglück.

 

Ich finde es wichtig, sich beim Räuchern wohl zu fühlen, eine angenehme und harmonisierende Atmosphäre zu schaffen, sich die Wirkung der Kräuter zu Nutze zu machen und immer für etwas zu räuchern. Auch das Traditionen und Brauchtum gelebt und weitergegeben werden ist etwas sehr wichtiges.

Wie wird geräuchert bzw. welche Möglichkeiten des Räuchern gibt es.

 

Direkt auf der Glut in einer Räucherpfanne

Wenn du direkt auf der Glut räucherst gibt du erst das Harz und dann erst die Kräuter, Gewürze oder Nadeln zur Glut in die Räucherpfanne.

 

Räucherkohle

gibt es schon fertig zu kaufen. Du kannst sie in eine Räucherpfanne legen oder in einer feuerfesten Schale auf Sand legen. Bevor du deine Kräuter, Gewürze oder Nadeln dazu gibst, sollte die Kohle schon glosen.

 

Räuchern mit einem Räucherofen bzw. über einem Sieb

Du legst ganz einfach deine Kräuter, Gewürze, Nadeln usw. auf das Räuchersieb in deinem Stövchen und stellst ein Teelicht darunter. Achte darauf, dass der Abstand groß genug ist und du deine Kräuter nicht verbrennst sondern diese nur sanft rauchen.

 

Achte beim Räuchern darauf, dass du natürliche Kräuter verwendest. Kräuter die du kennst und weißt, dass sie nicht giftig sind. Die wichtigste Regel ist, dass ihr euren Räucherofen bzw. die Glut nie unbeaufsichtigt lasst!

Jetzt noch einen Überblick einiger Kräuter und ihrer Wirkung:

Beifuß – duftet bittersüß und warm erdig. Er gibt Energie, stärkt und reinigt
Fenchel – duftet frisch, fruchtig, anisartig. Er wirkt tröstend, wärmend und entspannend
Fichtennadeln – duften aromatisch waldig. Sie stehen für Reinigung, Schutz, Kraft u. Konzentration
Holunderblüten – duften würzig und süßlich zart. Wird als Schutz- und Ahnenbaum verehrt.
Ingwer – duftet fruchtig u. würzig. Er wirkt wärmend  und aktivierend
Johanniskraut – duftet warm, leicht frisch, blumig. Es fördert Vertrauen, öffnet den Geist, wirkt beruhigend und stressabbauend.
Kamille – duftet kräuterig. Sie bringt Wärme u. Geborgenheit, schützt, erdet u. beruhigt.
Kardamom – duftet frisch zitronig, später leicht scharf. Er wirkt aufbauend u. belebend
Königskerzenblüten – duften dezent fruchtig. Sie hilft Spannungen abzubauen und schützt
Koriander – duftet würzig. Klärt die Gedanken, zerstreut negatives Denken und lässt das innere Gleichgewicht wieder finden.
Lavendelblüten – duften frisch u. süß. Sie beleben, klären, reinigen, verbinden und wirken ausgleichend.
Mädesüß – duftet würzig. Ist sanft u. freundlich, tröstet, richtet auf und besänftigt.
Melisse – zitronenähnlicher Duft. Hellt die Stimmung auf u. lenkt in eine positive Richtung, entspannt u. beruhigt.
Salbei – duftet aromatisch. Er regt Sinnlichkeit u. Erotik an, wirkt aufmunternd, ausgleichend, aufhellend und vermittelt Geborgenheit. Der Duft zentriert u. erdet
Nelke – duftet sehr stark u. feurig würzig. Stärkt, zerstreut negative Gedanken, erwärmend.
Orangenschale – duftet frisch, warm u. leicht orangig. Anregend, erwärmend, schützend u. stärkend
Pfefferminze – duftet frisch minzig. Lufterfrischend, wirkt klärend, entspannt u. vitalisiert
Rosenblütenblätter – duften blumig, süß u. warm. Wirken beruhigend, entspannend, aphrodisierend u. herzöffnend.
Rosmarin – duftet würzig heiß. Er muntert auf, stärkt, schützt, klärend, reinigend
Thymian – duftet herb würzig.  Er gibt Mut, baut auf, Konzentrationsfördernd
Wacholderbeeren – duften stark, frisch, waldig. Bringen Schutz, desinfizieren, reinigen u. stärken.

 

Bei den Harzen bleibt es Euch überlassen ob ihr die Harze unserer heimischen Bäume wie Fichte, Kiefer, Lerche oder Tanne verwendet oder ob ihr doch lieber zu Weihrauch greift.

Auch wir werden unser Haus schützen und zu Hause während der Rauhnächte räuchern und hier verrate ich euch meine Mischung:

1 Stück Fichtenharz, 1 TL Wacholderbeeren, 1 TL Beifuß, 1 TL Hollerblüten und 1 TL Johanniskraut.

 
 

OXYMEL = SAUERHONIG

vergessenes Heilmittel aus Honig & Essig

Oxymel, eine Kombination aus süßem Honig - „meli“ und der fruchtigen Säure eines Essigs - „oxos“, ist sehr einfach herzustellen und sehr gesund. Ein altes Hausmittel welches dem Darm neuen Schwung gibt. Immer mehr werden alte natürliche Rezepte wieder modern und man kommt auf diese zurück.

Die antibakteriellen, und entzündungshemmenden Eigenschaften des Honigs vertragen sich sehr gut mit den Antioxidantien, Vitaminen und Spurenelementen des Essigs. Ergänzen kannst du diese beiden Zutaten noch mit Kräutern, Blüten, Wurzeln oder Früchten. Dadurch kannst du dein Oxymel ganz bewusst einsetzen oder mit Mineralwasser gespritzt ergibt dies ein erfrischendes und gesundes Getränk.

Ich verwende am liebsten einen naturbelassenen Apfelessig (du kannst jedoch jeden naturbelassenen Obstessig verwenden). Essig wirkt Stoffwechselanregend, entschlackend, erfrischt und vitalisiert. Außerdem verbessert er unsere Gesundheit und beugt Alterungsprozessen vor.

Beim Honig ist es wichtig, dass du Honig aus der Region verwendest, und sonst ist es ein bisschen Geschmacksache. Unser Honig aus dem Ort ist eine Mischung aus Blüte und Wald. Es bleibt dir überlassen, ob du einen Blütenhonig, einen Cremehonig, einen Waldhonig oder einen reinen Sortenhonig verwendest. Das ist das Schöne an selbstgemachten Produkten. Probiere einfach aus und verwende immer wieder andere Zutaten. Verändere dadurch den Geschmack und auch die Wirkung. Erlaubt ist alles was dir schmeckt.

Dein Oxymel kann mit Kräutern oder Wurzeln, Früchten, Beeren oder Gewürzen verfeinert werden.

 

Mein Grundrezept: 

3 Teile Honig/1 Teil Essig = 300 ml Honig und 100 ml Essig

in ein verschließbares Glas geben. So lange rühren, bis sich der Honig aufgelöst hat.

Möchtest du deinem Sauerhonig noch einen eigenen Geschmack oder eine bestimmte Kraft hinzufügen, kommt noch ein Teil (ein bis zwei Hände) zerkleinerte Kräuter, Wildfrüchte, Gewürze oder ausgewähltes Obst dazu. 

Achte darauf, dass die Beigaben gut bedeckt sind – sonst besteht Schimmelgefahr.

Das Glas luftdicht verschließen und 3-4 Wochen ziehen lassen. Beim Vorbei gehen immer wieder mal schütteln oder das Glas umdrehen.

Nach der Ziehzeit durch ein Baumwolltuch abseihen, in dunkle Flaschen füllen und kühl lagern. Der Sauerhonig ist ca. 1 Jahr haltbar.

 

Wenn du deinem Darm etwas Gutes tun möchtest, kannst du drei Wochen lang immer morgens nüchtern einen EL Sauerhonig mit ¼ l lauwarmen Wasser aufgespritzt trinken.

Zur Stärkung unseres Immunsystems eignen sich Sanddorn, Knoblauch oder Kapuzinerkresse.

Husten- und Schnupfenkräuter sind Thymian, Spitzwegerich, Salbei, Knoblauch und Kren.

Kamille, Lavendel, Rosenblüten wirken beruhigend.

Löwenzahn, Gänseblümchen und Brennnessel sind für eine Frühjahrskur gut geeignet.

Nach dem Essen regt Kamille, Zimt oder Ingwer die Verdauung an.

Gibst du Früchte wie Marille, Kirsche oder Beeren dazu, ergibt das großartige Marinaden oder erfrischende Getränke. Die Früchte/Beeren müssen vorher kurz angedrückt werden.

Auch hier gilt, dass du nur Kräuter, Blüten, Wurzel, Wildfrüchte verwendest, die du 100 % sicher kennst und auf ihre Wirkungsweise und eventuelle Allergien achtest.

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Ingwer-Zitronen-Oxymel

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig unser Immunsystem zu stärken. Mit einem Oxymel oder auch Sauerhonig genannt ist dies sehr einfach zu erreichen. Der Essig wirkt dabei entsäuernd, der Honig stärkt unsere Wiederstandskräfte. Genau das, was wir erreichen wollen.

Um schon für die Erkältungszeit vorzubeugen, fügen wir unserem Oxymel heute noch Ingwer, Thymian und Zitrone bei.

Ingwer ist super gegen Halsschmerzen und Immunsystemstärkend, Thymian wirkt entkrampfend, schleimlösend und erleichtert das Abhusten und die Zitrone enthält sehr viel Vitamin C.

Das brauchst du:

ca. 30 g Bio-Ingwer (5-10 cm - je nach Schärfe), geschält,gerieben

1 Bio-Zitrone gut gewaschen und klein geschnitten

ca. 5 Stängel frischen Thymian, geschnitten

300 ml Honig

100 ml Essig

So geht’s:

Den Honig und den Essig in ein Glas füllen. So lange schütteln, bis sich der Honig aufgelöst hat. Jetzt kommt noch der geschälte und geriebene Ingwer, die klein geschnittene Zitrone und der zerkleinerte Thymian dazu. Das Glas verschließen und 3-4 Wochen ziehen lassen.

Jedes Mal vorbeigehen kurz schütteln damit sich kein Schimmel bildet.

Nach der Ziehzeit abseihen und in sterilisierte Flaschen füllen. Ordnungsgemäß gelagert haltet sich der Sauerhonig mehre Monate. Nach dem Öffnen kühl lagern und schnell verbrauchen.

 

Eine Oxymel Tinktur kann pur oder mit verdünnt eingenommen werden. 2-3 EL täglich über 4 Wochen lang.

Du kannst deinen Sauerhonig jedoch auch mit Wasser verdünnen oder einen EL in deinen Tee geben.

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