
21. Adventgedanke
"In der tiefsten Nacht beginnt das neue Licht"
Monika Minder
21. Dezember: wenn das Licht zurückkehrt
Heute ist Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres.
Und zugleich der vierte Advent: vier Kerzen brennen,
und mit ihnen wächst das Licht – draußen und in dir.
Vielleicht spürst du heute beides:
die Stille der Dunkelheit und die Hoffnung auf das Kommende.
Ein Tag, der sagt: „Du darfst loslassen – und neu beginnen.“
Impuls:
Zünde die vierte Kerze an.
Halte einen Moment inne.
Spür das Licht – in der Flamme und in deinem Herzen.
Und wenn es möglich ist: zünde ein Wintersonnwend-Feuer an.
Ein Lagerfeuer draußen, ein Licht drinnen, oder einfach ein inneres Feuer, das dich wärmt.
Teil diesen Moment mit jemandem.
Meine Zeremonie zur Wintersonnenwende
Ich lege an diesem Tag neben der Feuerschale ein Naturmandala aus Zapfen, Steinen, Blättern und kleinen Steckerln - einen Kreis aus dem, was die Natur schenkt.
Wenn auch du die Möglichkeit hast, ein Feuer zu entzünden – im Garten, auf der Terrasse oder auch nur eine Kerze am Fenster – tu es mit einem Gedanken:
Was darf gehen?
Was darf neu wachsen?
Vielleicht schreibst du ein Wort auf ein kleines Stück Papier.
Etwas, das du loslassen möchtest.
Halte es kurz über die Flamme oder übergib es dem Feuer.
Dann zünde ein neues Licht – für das, was kommen darf.
Und wenn du magst:
Bleib einen Moment bei deinem Mandala.
Spür die Erde unter dir und das Licht vor dir.
